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Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie
 
 
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Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie [Gebundene Ausgabe]

Niko Paech
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 155 Seiten
  • Verlag: Oekom (3. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865811817
  • ISBN-13: 978-3865811813
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.375 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die viel beschworene bessere Welt ist nicht käuflich, sondern nur durch eigenes Tun und Üben herzustellen. (Niko Paech)

Kurzbeschreibung

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: das neueste Smartphone, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Ruckzuck steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Und nicht nur das: der stete Ruf nach »mehr« lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran. Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge »Wachstum« zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt an Fahrt auf. Der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech liefert dazu die passende Streitschrift, die ein »grünes« Wachstum als Mythos entlarvt. Dabei gelten »grünes« Wachstum und »nachhaltiger« Konsum als neue Königswege. Doch den feinen Unterschied – hier »gutes«, dort »schlechtes« Wachstum – hält Paech für Augenwischerei. In seinem Gegenentwurf, der Postwachstumsökonomie, fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken. Diese Art zu wirtschaften wäre genügsamer, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und sie würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig wird.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerhard Brouwer TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Bruttoinlandsprodukt ist kein Maßstab für das Wohlergehen moderner Gesellschaften, sondern für ökologische Zerstörung. Unser Wohlstand beruht auf ökologischer Plünderung. Eine Rückkehr zum menschlichen Maß (ein durchschnittliches Quantum an Verbrauch ökologischer Ressourcen, der die irdische Tragekapazität dauerhaft erhält) bedeutet eine Rückkehr zur Sesshaftigkeit. Nur wenn die individuelle CO²-Menge von 2,7 Tonnen pro Jahr bei einer Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen bleibt, ließe sich das Zwei-Grad-Klimaschutz-Ziel der EU erreichen.
Arbeit sparender technischer Fortschritt ist nur dann kein sozialer Wachstumstreiber, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit reduziert wird (auf 30, langfristig 20 Stunden).
Katalysatoren, Passivhäuser oder Ökostrom können dazu verleiten, größere Autos, mehr Häuser oder mehr Stromverbrauch zu rechtfertigen (Alibiwirkung). Widersprüche wie die des Geländewagen fahrenden Stammkunden des Bio-Supermarktes oder den Ökostrom nutzenden Haushalt der über so viele Flachbildschirme, Computer und Stereoanlagen wie Zimmer verfügt, sind Beispiele für symbolische Handlungen. Per se sind nicht Technologien und Objekte nachhaltig, sondern allein Lebensstile.
Nachhaltigkeitswirkungen können ausschließlich auf Basis individueller Ökobilanz dargestellt werden. Der Ecological Footprint muss zugrundegelegt werden! Es bräuchte keine Weltregierung oder Ökodiktatur, sondern etwas mehr Ehrlichkeit. Nachhaltigkeitsbemühungen, die sich an der Subjektorientierung vorbeischummeln, sind nicht nur überflüssig, sondern schädlich.
Kulturell gesehen ist genug nie genug: Wachstum erzeugt Differenzen, deren Beseitigung neues Wachstum notwendig macht.

Die Postwachstumsökonomie muss regional wirtschaften bis hin zur Selbstversorgung. Die partielle De-Globalisierung ist nur zum Preis verringerter materieller Kaufkraft und Optionenvielfalt zu haben. Weitere Faktoren sind Gemeinschaftsnutzung, Nutzungsdauerverlängerung, Eigenproduktion.
Zur Suffizienz schreibt Paech den Ratgebersatz: Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.

Politik schafft die Rahmenbedingungen zum schrittweisen Ziel der Postwachstumsgesellschaft, wozu auch die Beendigung jeglicher Bankengeldschöpfung und eine Bodenreform gehört. Ein Teil der Industrieanlagen, Autobahnen, Parkplätze und Flughäfen wären in prägnantem Umfang stillzulegen, zurückzubauen und so weit wie möglich zu renaturieren. Das Bildungssystem muss Kindern und Jugendlichen das Rüstzeug liefern, ein verantwortbares Leben innerhalb ökologischer Grenzen zu gestalten.
Wer nicht über seine ökologischen Verhältnisse lebt, kann ein ehrliches plünderungsfreies Glück genießen.

Die Frage an Niko Paech: Realisierbar? Alternativlos!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weniger ist mehr 21. April 2012
Von Falk Müller TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Titel deutet schon an, worum es in dem Buch geht: um den Rückbau eines Wirtschaftssystems, das nur auf ruinösem Wachstum auf Kosten der Umwelt und der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen in anderen Teilen der Welt beruht.

Der Autor ruft nun nicht gleich zum totalen Verzicht auf alle Annehmlichkeiten auf, sondern zu einem Hinterfragen der eigenen Gewohnheiten und Reduzierung der Wünsche auf ein gesundes Maß. Er nennt dies "kreatives Unterlassen". Ist es wirklich immer notwendig, den neuesten Flachbildschirm, das neueste Handy zu besitzen? Die kaum noch zu bewältigende Reizüberflutung, die uns über alle möglichen Kommunikationskanäle ereilt, ließe sich in einer einfacheren, überschaubareren Welt mildern. Die stundenlange Vertiefung in eine Sache, wie etwa das Lesen eines Buches, erlaubt stattdessen einen tieferen Genuss, statt fader Oberflächlichkeit.

Und so ist auch das Bild auf dem Buchcover zu verstehen: Raus aus dem goldenen Käfig der von der Werbeindustrie geschickt angestachelten, immer größeren Bedürfnisse nach Konsum - stattdessen Konzentration auf die Quellen des Glücks, die jeder in sich trägt, und die nichts kosten.
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Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Niko Paech bringt es einfach auf den Punkt: Er beschreibt die Realität so, wie sie schon seit Jahrzehnten existiert. Die bitteren Wahrheiten über die Voraussetzungen für unseren "wohlverdienten" Wohlstand erfährt der aufmerksame Zeitgenosse aus den aktuellen Nachrichten ohnedies nur scheibchenweise oder erst zu denkbar später Stunde im Fernsehen...diese "bitteren Wahrheiten" sind für uns Weicheier schlicht ungenießbar, also blenden wir sie nach Möglichkeit aus - genauso wie die historischen Tatsachen, betreffend unsere Rolle im 20.Jahrhundert...
Der Eindruck, dass mithilfe der (ohnedies interessengesteuerten) Massenmedien die Gehirne vernebelt werden sollen, um sie möglichst am Nachdenken zu hindern, drängt sich mit Macht auf.Eigentlich sollte Niko Paech's Buch von einigermaßen verantwortungsbewussten Pädagogen und (Bildungs-)politikern als Standardlektüre für alle Gymnasien und weiterführenden Schulen empfohlen werden: Die "Zukunft" (mit all ihren Wachstumsutopien), auf die die aktuelle Schülergeneration durch das Bildungssystem vorbereitet werden soll,findet ohne entsprechenden Paradigmenwechsel ohnehin so nicht mehr statt..
Es ist bedauerlich, dass ausgerechnet die Demokratie, das beste und effizientste aller politischen Systeme sich einen Vorwurf gefallen lassen muss: Der Mut, dringend erforderliche Steuermanöver auch nur zu propagieren, geschweige denn gar durchzuführen, wird vom ach so "mündigen" Bürger postwendend und gnadenlos mit Stimmentzug bestraft - das kann sich ein ambitionierter Politiker, welcher Coleur auch immer, einfach nicht leisten. - Erst durch Katastrophen lernt der Primat mit dem zu großen Hirn - das ist tragisch für uns alle, wird aber immer so sein und bleiben...
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Postwachstumsökonomie 2 24.04.2012
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