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Befreit: Die Heimkehr der Sklavin
 
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Befreit: Die Heimkehr der Sklavin [Gebundene Ausgabe]

Mende Nazer , Karin Dufner
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Droemer (21. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426273543
  • ISBN-13: 978-3426273548
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 218.949 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Sklavin legte Mende Nazer 2004 einen erschütternden und Aufsehen erregenden Bericht darüber ab, dass Sklaverei kein schrecklicher Schatten der Vergangenheit ist. Auch im 21. Jahrhundert werden im Sudan Kinder von ihren Eltern getrennt und aus ihren Dörfern verschleppt, um recht- und mittellos ihr trauriges Leben als Sklaven zu verbringen. Und das Mitten in London.

Nach der unfassbaren Geschichte ihrer Entführung, der jahrelanger Sklaverei und schliesslich ihrer Flucht legt Mende Nazar mit Befreit die Fortsetzung ihres Memoirs vor. Es ist die Dokumentation einer gefahrenvollen Reise zurück zu den Wurzeln, in die Heimat ihrer Kindertage, zu den Eltern in den Nubabergen. Gross sind Einsamkeit und Sehnsucht im kalten London und groß ist der Wunsch, die Familie wiederzusehen, die im Sudan dem grausamen Bürgerkrieg ausgeliefert war. Für alle Beteiligten steckt die Reise voller Risiken und was gedacht war zur Befreiung der Seele, endet als Berufung. Denn als berühmteste Tochter der Nubaberge, so begreift Mende letztendlich, muss sie Verantwortung für ihr Land übernehmen.

Berührend ist das Wiedersehen mit den Eltern und den Geschwistern, spannend die abenteuerliche Reise aller Beteiligten zum gewählten Treffpunkt. Viele Fotos von der Autorin und ihrer Familie machen das Erzählte authentisch und greifbar. Wer jedoch den ersten Teil der Geschichte nicht kennt, dem erschließt sich die Faszination dieser Autobiographie nur langsam. Zu abstrakt sind politische Hintergründe hier gehalten, um das Ausmaß der ganzen Tragödie zu erkennen. Viele Fragen bleiben im Hinblick auf Mende Nazers Leben offen, die in Sklavin beantwortet sind. Besser ist es bei der Lektüre, die chronologische Reihenfolge der Ereignisse einzuhalten. Befreit alleine wird dem Schicksal dieser mutigen Frau nicht gerecht. Sandra-Kathrin Buck

Kurzbeschreibung

Eine Sklavin in London, mitten im heutigen Europa: Mende Nazers unfassbares Schicksal hat Millionen Leser erschüttert. Im Jahr 2000 gelang der jungen Frau aus dem Sudan schließlich die Flucht – in die Freiheit? Eine neue dramatische Geschichte beginnt … In der Gefangenschaft hielten Träume sie am Leben: von den heimatlichen Nubabergen, von ihrer Familie, ihrer wundervollen Kindheit. Doch nach der Flucht aus dem Haus des sudanesischen Botschafters fühlte Mende sich lange einsam und bedroht, bangte um ihre Familie, die einem grausamen Bürgerkrieg ausgeliefert war. Irgendwann wusste sie: Es gab nur einen Weg, um auch ihre Seele zu befreien. Sie musste heimkehren. Mende nimmt ein weiteres Mal all ihren Mut zusammen. Eine Reise voller Gefahren führt sie in die Nubaberge – ungewiss ist lange, ob auch ihre Familie es zum Treffpunkt schaffen wird. Als sie dann endlich in den Armen ihrer Eltern liegt, ist sie wieder das glückliche Kind von damals. Doch das Land um sie her ist ein anderes geworden. Was Mende nun erst erfährt: Sie ist die berühmteste Tochter der Nubaberge, und ihre Heimat braucht eine Stimme.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr interessant 20. September 2007
Von RatinaZ
Wer den ersten Teil "Sklavin" verschlungen hat sollte auch diese Fortsetzung lesen.

Man leidet wieder mit und kann jedes Gefühl Mendes Nachvollziehen. Flüssig geschrieben und voll von schönen Beschreibungen des Sudans und der Menschen die dort leben.

Eine Bereicherung sind die vielen Bilder die vor Ort von Mende und ihrer Familie gemacht wurden.

Absolute Kaufempfehlung für jeden der wissen will wie es Mende heute geht und wie es für sie war nach all den Jahren ihre Familie wieder in die Arme zu nehmen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Weiland VINE™-PRODUKTTESTER
Gleich, nachdem ich das erste Buch "Sklavin" zur Seite gelegt habe, habe ich mir das Folgebuch "Befreit" geholt. Innerhalb einer Woche habe ich es ausgelesen und dabei nicht nur einmal heftig geweint. Mende Nazer schafft es mit Hilfe ihrer Freunde aus London, endlich wieder ihre Familie zu besuchen. Zum Glück haben sie alle den damaligen schrecklichen Überfall überlebt. Telefonisch hatte Mende schon hin und wieder Kontakt mit ihnen, trotzdem will sie sie nach so vielen Jahren endlich wieder in die Arme schließen, was nur verständlich ist. Doch die Reise zu organisieren, ist gar nicht so einfach, da Mende durch ihr erstes Buch inzwischen sehr berühmt geworden ist und nicht jeder ihre Aussagen unterstützt. Es gibt viele Leute, die ihr gerne an den Kragen würden und genau deshalb ist äußerste Vorsicht geboten. Mit vielen Höhen und Tiefen der Vorbereitung gelingt es ihnen aber schließlich doch, ihre Familie auf sicherem Boden im Sudan zu besuchen. Mende verbringt nur wenige Tage gemeinsam mit ihrer Familie, genießt sie jedoch intensiv. Ihre Ängste, sich in den vielen Jahren vielleicht von ihrer Familie verfremdet zu haben, wurden nicht bestätigt. Sie fühlt sich, als wären sie nie getrennt gewesen. Doch der Besuch im Sudan dient nicht nur der Familienzuführung, sondern auch, um ihre Geschichte zu erzählen und sich viele ähnliche und gar noch schlimmere der anderen Opfer anzuhören. Irgendwann heißt es dann leider wieder schweren Herzens Abschied zu nehmen. Noch kann Mende nicht im Sudan bleiben, die Gefahr wäre zu groß. Doch irgendwann - so hofft sie - kann sie für immer zurück kehren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine mutige Frau 20. Oktober 2008
Von Bianca Wenzel TOP 500 REZENSENT
Das Buch 'Sklavin' erschütterte 2004 die Welt, da es bewies, dass Sklaverei auch im 21. Jahrhundert noch ein Thema ist. Im Sudan werden weiterhin Kinder gestohlen, verschleppt und versklavt. Mende Nazer arbeitete acht Jahre lang 18 Stunden täglich in Khartoum, ohne finanziellen Ausgleich, ohne Rechte, ohne Urlaub. 2000, mittlerweile in London als Sklavin für einen sudanesischen Diplomaten, gelingt ihr eine spektakuläre Flucht und ihre Geschichte erschüttert alle.

Das Jahr 2006, Mende ist frei und arbeitet in London als Friseurin. Doch wirklich frei ist sie nicht, sie macht sich große Sorgen um ihre Familie, die immer noch direkt im Kriegsgebiet lebt. In ihr wächst der Wunsch, zurückzukehren, ihre Familie zu sehen, sie zu umarmen, ihnen zu erzählen, wie es ihr ergangen ist, zu hören, wie es ihnen ergangen ist. Sie ahnt nicht, dass sie eine Berühmtheit in den Nuba-Bergen ist, jeder dort kennt ihre Geschichte, weiß, wie sie sich für die Rechte der Menschen dort einsetzt.

Damien Lewis, der bereits bei 'Sklavin' als Co-Autor fungierte, unterstützt ihren Plan und macht sich auf, gemeinsam mit Mende und einem Fernsehteam, in den Sudan ' in ein Land, das vom Bürgerkrieg gebeutelt ist. Es ist eine Reihe voller Gefahren in die Heimat Mendes, immer mit dem Ziel vor Augen, die Familie wieder zusammen zu bringen. Doch wird dieser Plan gelingen? Erreichen Mende und Damien dieses Ziel? Im Sudan angekommen, erkennt Mende, dass sie die Reise nicht nur riskant ist, für sie als Beruhigung der Einsamkeit und der Angst dienst, sondern sie nimmt die Aufgabe an, die ihr zugeteilt ist-ihrem Volk zu helfen und Verantwortung für die Nuba zu übernehmen. So gehen Teile der Verkaufserlöse dieses Buches in ihre Stiftung.

Zutiefst bewegend ist das lang ersehnte Wiedersehen mit den Eltern, den Geschwistern, doch Mende begreift erst hier, wie sehr der Krieg Land und Leute verändert und beeinflusst hat.
Im Sudan besucht sie auch ein Flüchtlingslager und allein diese Geschichte ist so emotional, dass man danach erstmal Pause machen muss vom Buch, um Tränen zu trocknen und um zu begreifen, was dort vor sich geht, wieviel Leid Menschen erdulden müssen.
Mende trifft viele Menschen, die sich Hilfe von ihr versprechen, doch nicht allen kann sie helfen, aber sie hört sich geduldig ihre Geschichten an und auch sie ist immer wieder erschüttert, was mit ihrem Land geschehen ist. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Heimat und der Welt, in der sie jetzt lebt und überlegt immer wieder, wie sie ihrem Volk helfen kann, was für Unterstützung am dringendsten ist. Dabei wäre es eigentlich so einfach: ein harmonischer und friedvoller Alltag ohne Krieg.

Die Geschichte wird ergänzt durch zahlreiche Bilder, die das Gelesene erlebbarer machen. Wer 'Sklavin' nicht gelesen hat, sollte dies vor der Lektüre von 'Befreit' unbedingt nachholen, sonst werden einige Dinge nicht gleich begreifbar. Wer 'Sklavin' bereits gelesen hat, wird sich wahrscheinlich direkt auf dieses Buch stürzen, um zu wissen, wie es mit Mende weiterging und wir können es absolut empfehlen! Viel Spaß können wir nicht dabei wünschen, auch keine gute Unterhaltung, aber wir versprechen einen eindrucksvollen Reisebericht in den Sudan und einen Lebensbericht der Menschen im Sudan. Das Buch kann man nicht aus der Hand legen, weil das Schicksal dieser Menschen so sehr ans Herz geht, man will etwas tun und sei es erstmal nur, dieses Buch komplett zu lesen...
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