Dieses coole Ding, diese ungeschliffene fröhliche und unverbrauchte Entdeckung, diese ganze Sensibilität und das wunderbare (fast-)Akkustik-Konzert hier in Norddeutschland ... alles nur geträumt?
Davon abgesehen, dass ich "Geronimo" UNERTRÄGLICH finde und diesem fragwürdigen Singel-Hit statt des X-Faktors nur den Nerv-Faktor verleihen würde, hätte mir schon das freizügige Cover eine Warnung sein müssen. Nicht schlimm, ich bin alles andere als prüde, nein ... sexy, aber die Aura, die ich in Erinnerung hatte, trug bunte Klamotten und süße Schuhe. Sie erzählte kleine Geschichten zu ihren tollen Liedern, sehr bewegend, echt und sowas von gut.
Dieses Album hat mit >Friends< und ein paar anderen Songs sicher einige Hits, aber so rein gar nichts von dem Flair des Vorgängers. Das ist auch nicht so schlimm, aber der Käufer und die Käuferin sollten das schon wissen, bevor sie glauben "Columbine" würde irgendwie fortgesetzt, aufgegriffen oder gesteigert. Bitte nicht mehr nach dem Zauber suchen, den es einfach hier nicht gibt und unbedingt hineinhören.
Man findet für meinen Geschmack, außer dem wirklich süßen "Recipe", eher nur mittelmäßigen Mainstream-Pop und Balladen, die kaum zünden, einen Sound, den jede Plattenfirma ihren Eintagsfliegen aufs Auge drückt, um in den Charts gut gemolken werden zu können - quasi eine seelenlose bunte Plastiktüte, die die einen als zeitgemäß, ich aber als kalt und befremdend empfinde. Warum man die Stimme derart verzerrt und verfremdet hat, verstehe wer will.
Damit hat sich Aura keinen Gefallen getan, zumindest nicht langfristig.
Ich hatte hohe Erwartungen an die sehr sympatische Multikulti-Dänin - was ist passiert?