Das Buch fügt sich nahtlos an die Jack Ryan- Geschichten der vorherigen Bücher an. Der im Prinzip erstklassige Lesegenuß wird allerdings durch einige fürchterliche Ausreißer massiv getrübt:
1. Das Buch wimmelt von Druckfehlern, wie ich es bisher noch niemals erlebt habe. So etwas kann mal passieren, darf jedoch nicht in dieser unglaublichen Häufigkeit der Fall sein.
2. Es fehlt ein Glossar mit den Personen, ihren Institutionen und den damit verbundenen Abkürzungen und deren Bedeutungen. Der Leser, der zum ersten Mal ein Clancy-Buch in den Händen hält, tut mir sehr leid.
3.Abkürzungen für technische, speziell militärische Fachausdrücke entfallen vollkommen.
4.In der Übersetzung sind Fehler, die einen vor Schreck erstarren lassen. Z.B. " To take chances " mit" Chancen eingehen " statt " Risiken eingehen " zu übersetzen, ist schlichtweg falsch und würde in jedem Mittelstufenkurs mit ungenügend zensiert.
5. Das Übersetzertrio ist abgesehen von dem Eindruck, daß es von der Materie keine Ahnung hat, für andere Ausrutscher gut. So ist die Anrede der Personen mal Herr und Frau, dann wieder Mr. und Mrs. Ganz offensichtlich hat jeder eine Teilübersetzung angefertigt, die dann völlig unkoordiniert zusammengefügt wurde. Daß der gemischte Plural von Gatten und Gattinnen GattInnen lautet, ist man allenfalls aus Erzeugnissen der linksalternativen Richtung gewöhnt, für Clancy-Leserschaft also nicht angebracht.
6. Offensichtlich hat sich kein Lektor die Mühe gemacht, diese erbärmliche Präsentation einer deutschen Ausgabe zu korrigieren oder aber die Person hat ihren Beruf verfehlt.
All dieses habe ich bereits in ausführlicher Form dem Verlag mitgeteilt. Es paßt, daß ich seit über zwei Jahren auf eine Antwort warte.