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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Von wegen Wahrheit.....,
Rezension bezieht sich auf: Beethoven - Die ganze Wahrheit (DVD)
Beethoven war zur Zeit, in der dieser Film spielt, überwiegend taub.Und da untertitelt dieser Film, die ganze Wahrheit über Beethoven. Offensichtlich die Unwahrheit. Dies führt auch zu Friktionen im Film.Einerseits hört Beethoven angeblich gut,andererseits sagt sein Neffe im Prozess so aus, als wenn Beethoven taub wäre, was ja zutreffend ist. Es ist dann schon eine gewisse Überwindung, den Film weiter zu schauen, weil durch diesen Mangel eine zentrale Schieflage vorhanden ist. Es gibt viele nachfolgende Scenen, die diesen Widerspruch nicht ausräumen können. Andererseits ist der Autor Morrisey bemüht, viele zutreffende Fakten einzubauen. Krankhafte Verdächtigungen, die Diffamierung der Mutter seines Neffen Karl, das seltsame Finanzgebaren ,speziell hinsichtlich der Missa solemnis, sein cholerisches Temperament, seine enge Bindung an diesen Neffen. Im Film wird behauptet, Beethoven habe sich syphilitisch angesteckt. Dies ist widerlegt:"Entgegen den Erwartungen fanden beide Analysen nur verschwindend geringe Spuren von Quecksilber. Damit steht nach Ansicht der Forscher fest, dass Beethoven nicht an Syphilis litt, wie in den vergangenen drei Jahrzehnten in vielen musikhistorischen Dokumenten vermutet worden war." Die Art und Weise der Entstehung der finalen Krankheit entspricht wiederum den bekannten Fakten. Eine kleine Scene beleuchtet sehr prinzipiell den unzutreffenden Ansatz dieses schein-dokumentarischen Films. Beethoven wird zitiert, das Wichtigste in der Welt sei sein Neffe. Abgesehen davon, dass er sich immer als " Vater" bezeichnet hat ( was die Gefühle zur Karl zeigt), hätte Beethoven sein Leben sicher nicht ertragen, wenn nicht seine Kunst ihm das wichtigste im Leben gewesen wäre. Er sah sich als Diener seiner Kunst, das war die Berechtigung seiner Existenz. In dieser Scene zeigt sich ein grundsätzliches Missverständnis Beethovens, nicht nur eine Verdrehung konkreter Fakten. Auf einer Beethoven-webside firmiert dieser Streifen als Beethovens Neffe. Das könnte eher zu akzeptieren sein,insbesondere, wenn von vornherein das Stück als Fiktion bezeichnet würde. Im Film wird viel Beethoven-Musik gespielt- die aber auch oft nicht zur Zeit passt, in der Film spielt. Durch den Untertitel wird eine Nähe zur Leben Beethovens suggeriert, die nicht zutreffend ist. Beethoven wird nicht auf einen Sockel gestellt. Dies ist nicht Verdienst genug. Diesen Film zu sehen,lohnt nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Vorsicht...!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Beethoven - Die ganze Wahrheit (DVD)
Ahnungslos kaufte ich diesen Film, von wegen Film, das ist kein Film sondern ein Machwerk aus der vierten Liga. Es darf sich ja niemand anmaßen Beethoven gekannt zu haben, aber diese völlig überzogene Darstellung Beethovens als den Inbegriff eines Tyrannen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man nur einigermaßen gründlich Beethovens Biographie (z.B. W.A. Thomas-San Galli aus dem Jahr 1913)liest kann man dieses Machwerk schlicht vergessen. Ich möchte Beethoven mit Sicherheit nicht glorifizieren, es war bestimmt nicht leicht mit der immer stärker werdenden Taubheit und einem heranwachsenden Knaben zurecht zukommen...und den damit einhergehenden Terminen bei Gericht, Geldnöte etc.Die Auswahl der Musik liegt auch völlig daneben, da wurde ein richtig düsteres Bild inszeniert. Zum Kauf kann ich die DVD nicht empfehlen, kann nur jedem raten, ab und zu mal in den Rezensionen anderer zu blättern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Filmtitel völlig unzutreffend!,
Von Ingmar (Offenbach am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Beethoven - Die ganze Wahrheit (DVD)
Zunächst einmal: "Die ganze Wahrheit" ist dieser Film mit Sicherheit nicht (mehr).Ich war nach Sehen dieses Films sehr enttäuscht: zu gerne hätte ich den Meister endlich mal in einem realistischen Licht gesehen, mit seinem schwierigen Temperament und seinen Beziehungen, und natürlich seinem Verhältnis zur Musik. ANstatt aber den Betrachter des Films endlich einmal über "die ganze Wahrheit" aufzuklären (die schon früher immer ein wenig zu kurz kam), werden die stärksten KLISCHEES über den Meister, den viele für den größten Klassik- Komponisten überhaupt halten, noch übertriebener dargestellt! Kaum erfährt man darüber, dass der Meister keine eigene Familie hatte, sondern seine Liebe und Hoffnung einzig seinem Neffen daher gelten musste, so reduziert sich der FIlm zu einem einzigen Eifersuchtsdrama, in dem der äußerst cholerisch dargestellte Meister versucht, aus seinem (nicht besonders musikalischen) Neffen einen Musiker zu machen, ihn vom Rest der Welt, vor allem aber von seiner Mutter und Frauen fernhält, was in einem Selbstmordversuch des Neffen endet, den dieser nur mit viel Glück überlebt. Dabei vergisst der Zuschauer allmählich, dass Beethoven vor allem ein genialer Komponist gewesen ist, der sein Leben vor allem von Kindheit an in den Dienst der Musik gestellt hatte, und für den alles andere nebensächlich war. Das Thema Eifersucht und Kampf um Übertragung des Sorgerechtes seines Neffen auf ihn erklärt das Leben und den Charakter des Meisters aber nur bedingt! Das Verhältnis zu seinem Neffen macht aus einem Beethoven noch lange nicht einen BEETHOVEN! Eifersuchtsdramen wie diese erleb(t)en Millionen von Menschen. Das macht aus der Figur des großen meisters noch keinen besonderen Menschen. Vielmehr glaubt man hier gemäß der "BIld"- Zeitung mit Klatsch und Tratsch konfrontiert zu werden, der vor allem nur deswegen so interessant war, weil es sich beim "Träger dieser Klatschgeschichten" um einen berühmten Musiker gehandelt hat. Wenn das Herr Müller um die Ecke passiert wäre, so hätte das keinen Menschen interessiert! Der Zuschauer erfährt leider nichts wirklich Neues in diesem Film. Einige Erkenntnisse in diesem Film gelten inzwischen auch schon wieder als überholt. Und viele Geheimnisse über den Meister werden überhaupt nicht gelüftet. Den Film daher "Die ganze Wahrheit" zu nennen, halte ich daher für eine große Frechheit! Schade! Denn Thema, Schauspielerleistung, Kostümierung hätten einen besseren Film verdient. Nur die Handlung ist eben zu kritisieren. Jeder echte Beethoven- Fan wird mir im Ausdruck meiner Enttäuschung über diesen Film beipflichten müssen! FAZIT: nur für Leute zu empfehlen, die kritiklos sich allgemein für Klatsch und Tratsch interessieren. Für echte Beethoven- Fans, oder überhaupt nur Musik- Fans, nicht zu empfehlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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