Produktinformation
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| Disk: 1 |
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| 1. Cello Sonata in F Op.5 No.1 |
| 2. Cello Sonata in G minor Op. 5 No. 2 |
| 3. Cello Sonata in A Op.69 |
| Disk: 2 |
| 1. Cello Sonata in C Op.102 No.1 |
| 2. Cello Sonata in D Op.102 No.2 |
| 3. 12 Variations on 'See, the conqu'ring hero comes' WoO45 |
| 4. 12 Variations on 'EIn Mädchen oder Weibchen' Op.66 |
| 5. Variations on 'Bei Männern, welche Liebe fühlen' WoO46 |
Beethoven komponierte fast sein ganzes schöpferisches Leben hindurch Werke für Cello und Klavier. Von den frühen Sonaten op. 5 aus dem Jahre 1796 bis hin zum Zyklus op. 102 von 1815. Im Gegensatz zu seinen Symphonien, Sonaten und den Streichquartetten ist in dieser Gattung jedoch keine ungebrochene, zeitliche oder stilistische lineare Kette zu finden, an der entlang sich die Werke dieses Genres fort entwickeln würden. Die Sonaten op. 5 werden erst ganze zwölf Jahre später fortgeführt mit den Stücken op. 69. Und die letzten beiden Sonaten folgen quasi urplötzlich sieben Jahre danach. Von Anfang an schrieb Beethoven für das Instrument Cello gewagte Sätze, ging bis an die Grenzen des physisch Machbaren. Schon die zwei Sonaten op. 5, die für den Cello-Virtuosen Jean-Pierre Duport geschrieben sind, stellen das Cello wie einen Solisten klar in den Vordergrund, was seinerzeit unüblich war (gewidmet sind die Stücke Kaiser Friedrich Wilhelm II., einem begabten Amateurcellisten). Viele der Stücke sind als Sonaten für Klavier und Cello oder alternativ Violine herausgegeben.
Das Cello aus der Zeit Beethovens verfügte über viel mehr Klangkraft als das Fortepiano seiner Epoche. Daher ließ Beethoven in seinem Empfinden wohl das kantable Element deutlich stärker dem Streichinstrument zukommen. Die Cello-Sonaten op. 102 entstehen ungefähr in der Phase der Skizzen zur Neunten Symphonie hier spricht ein anderer Beethoven als 1796. Auffällig ist nun die virtuose Kontrapunktik, vor allem in dem Fugensatz der Sonate Nr. 2. Kontrapunkt und Fuge hat den späten Beethoven stark inspiriert, wie man an der 'Missa solemnis' und der 'Hammerklavier-Sonate' sieht, die in zeitlicher Nähe entstanden. Auch die Ouvertüre 'Zur Weihe des Hauses' in C-Dur, die der Komponist zur Eröffnung des Wiener Josephstadt-Theaters schrieb, zeigt diesen stark kontrapunktischen Formcharakter, der in Beethovens Händen zu einem gewaltigen Ausdrucks-Werkzeug wächst.
Weitere Informationen:
- Philips-Aufnahmen von 1998
- Heinrich Schiff und Till Fellner sind ein international gefeiertes Kammermusik-duo, speziell mit dem Repertoire Beethovens
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