Beim ersten Durchblättern eines Kochbuches zählen in erster Linie die Fotografien. Wenn diese Lust auf mehr machen, dann beginnt man im Normalfall erst, sich die Rezepte näher zu betrachen. In diesem Fall gleicht das erste Durchblättern einer Berg- und Talfahrt. Ein Großteil der Fotografien ist sehr gut geworden und lässt dem Betrachter das Wasser im Mund zusammen laufen. Bei anderen Fotografien ist der erste Eindruck dagegen ein Bäh", das durch die Hirnwindungen spuckt. Gerade bei den Beerentartes wäre eine andere Fotografie eventuell besser geeignet gewesen, denn schick sieht das nicht aus. Und wer möchte schon gerne etwas, was mehr an Erbrochenes als an Kuchen erinnert, seinen Gästen servieren?
Die Rezeptauswahl ist durchschnittlich. Es gibt gute Rezepte und jeder wird etwas für seinen Geschmack finden. Leider fehlen einem weitere Rezepte mit gemischten Beeren. In dieser Kategorie gibt es gerade mal vier Rezepte inklusive dem Titelrezept. Schade eigentlich, denn viele Menschen mögen gerade die Vielfalt und Mischung der Beeren.
Die Erklärungen sind gut und leicht verständlich. Ein großes Vorwissen wird nicht benötigt, um diese Kuchen zu backen. Insgesamt ein nettes Buch, aber nichts Besonderes. Schade, da dieses Thema sehr viele Möglichkeiten bietet.