"What Becomes of the Broken Hearted" ist die Fortsetzung des Sozialdramas "Once were Warriors" (Die letzte Kriegerin) von 1994.
Die beiden Filme sind eine treffende Studie über die fatalen Folgen der Entwurzelung der Maori-Ethnie in großstädtischem Umfeld, anhand der tragischen Schilderung einer Familie, deren Existenz angefochten ist durch den Verlust ethnischer und persönlicher Identität.
Im ersten Film kämpft die Mutter als die "letzte Kriegerin" um die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln, um so ihre Familie zu retten.
In der Fortsetzung ist die Familie bereits völlig auseinandergerissen. Gleich am Anfang wird der älteste Sohn als Mitglied einer Gang getötet, der zweite Verlust nach dem Tod der Tochter im ersten Film.
Und hier ist gleich der Grundcharakter des Sequels ersichtlich: die Tragödie wird noch größer - das Leben auswegloser. Die Mutter zu unbedeutender Nebenrolle degradiert, ergibt sich machtlos dem Schicksal und vermag nur noch um den Verlust der Kinder zu trauern. Der Vater provoziert infolge seiner unkontrollierten Wut- und Gewaltausbrüche seine eigene Selbstisolation von den Mitmenschen.
Der nächstälteste Sohn schlittert unaufhaltsam in den Sumpf der Kriminalität, aus dem er nicht mehr herausfindet.
Die Welt der gnadenlosen Gangs, angeführt von skrupellosen Maori-Führern, ist böser, dunkler und gefährlicher als im ersten Film. Die Atmosphäre trostloser und düsterer, kaum überbietbar in ihrer depressiven Darstellung.
Infolge des Unvermögens seinen eigenen sozialen und menschlichen Niedergang mithilfe von Gewalt und Zwang zu verhindern, ergibt sich der Vater verzweifelt der Einsicht seiner Schuld. Das Einzige was ihm am Ende noch bleibt, ist es seinen bedrohten Sohn zu retten. Er begibt sich in den Schlund der Unterwelt, um ihn nach Hause zu bringen.