Marienkäfer gehören zu den beliebtesten aller Insektenarten. Es gibt sie in den unterschiedlichen Färbungen: von leuchtend rot über orange bis zu gelb. Auch ihre Muster unterscheiden sich je nach ihrer Art; immerhin 70 verschiedene gibt es allein in Deutschland. Ihren Namen bekamen die kleinen Nützlinge im Mittelalter von dankbaren Bauern, die in ihm ein Geschenk der heiligen Maria sahen, denn sie erleichterten ihre Arbeit schon damals enorm. Bis heute gelten die emsigen Schädlingsbekämpfer als Glücksbringer, finden sich als entsprechendes Symbol auf Grußkarten und sind im Garten gern gesehen Gäste. Immerhin ernähren sie sich bevorzugt von Blattläusen - Schädlingen, die auf vielen Pflanzen anzutreffen sind. Weibliche Tiere legen ihre Eier sogar oft vorsorglich in der Nähe von Blattlauskolonien ab, damit von Anfang an genug Nahrung für den halbkugelförmigen Nachwuchs zur Verfügung steht. Ausgewachsen vertilgen sie immerhin 100 bis 150 Blattläuse täglich.
Ungefähr ein Jahr werden sie alt, was bedeutet, dass sie überwintern. Wenn man möchte, dass sich die ansehnlichen Insekten im eigenen Garten heimisch fühlen, kann man ihnen ein Marienkäferhaus anbieten. Sie verbringen die kalte Jahreszeit selten allein; sie bevorzugen stattdessen die Gesellschaft möglichst vieler Artgenossen. Ihre Vorliebe für Gruppen erklärt auch, warum man sie ' wenn sie sich an einer geschützten Stelle im Haus niederlassen ' in großer Anzahl vorfindet. Letztes Jahr waren es bei mir 57 Tiere, die sich in der Fensterbank meines Abstellraums eingefunden hatten. Leider sind sie dort auch gestorben. Darum ist es mir wichtig, ihnen dieses Jahr einen geeigneten Unterschlupf anzubieten.
Das hübsche Marienkäferhaus von Beckmann gefiel mir auf Anhieb. Es besteht aus naturbelassenem, FSC-zertifiziertem Massivholz. Dieses Label garantiert eine nachhaltige Waldnutzung, was mir persönlich sehr wichtig ist: Unabhängig davon, durch wie viele Hände das Holz vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt geht, jede einzelne muss die hohen Standards erfüllen, um dieses Siegel zu erhalten. Wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte werden dabei einbezogen. Der festgelegte Standard gilt weltweit.
Dekoriert ist es mit kleinen Marienkäfern, wodurch es sofort alle Blicke auf sich zieht. Gut gefällt mir, dass es aus zwei Etagen besteht: Der erste Stock ist den Marienkäfern vorbehalten; im Erdgeschoss finden Florfliegen eine ideale Unterkunft vor. Auch sie ernähren sich von Blattläusen, verzehren zudem Milben und sind wegen ihrer Nützlichkeit überaus geschätzt. Gärtner und Obstbauern setzen sie gezielt ein, um Schädlinge auf ökologisch verträgliche Weise von ihren Pflanzen bzw. Erzeugnissen fernzuhalten.
An der Seite des Insektenhotels befinden sich zwei praktische Öffnungen, die durch bewegliche Plexiglasscheiben abgedeckt sind. So lassen sich leicht Stroh für die Netzflügler und Borke für die Marienkäfer einfüllen. Natürlich kann man die kleinen Tiere auch hervorragend durch sie beobachten, ohne sie zu sehr zu stören.
Bei seinem Eintreffen ist das Marienkäferhäuschen bereits fix und fertig zusammengebaut: Man holt es aus dem Karton und kann es sofort an einem geeigneten Ort anbringen. Ideal ist eine wind- und regengeschützte Stelle, an der es möglichst warm ist. Empfohlen wird die Ausrichtung nach Süden oder Südosten. Natürlich brauchen sie viele Pflanzen in der Nähe um genügend Nahrung zu finden - und es sollte nicht zu tief hängen. Aufgrund seiner überschaubaren Größe findet es auch in kleineren Gärten Platz. Es macht Freude, den Tieren zuzusehen, man trägt zur Biodiversität bei und kann so dank der biologischen Schädlingsbekämpfer möglicherweise komplett auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln verzichten. Ist der Winter vorbei, sind die kleinen Nutztiere sofort wieder zur Stelle, um sich im Frühjahr den Blattläusen zu widmen.
Alles in allem ist das Marienkäferhaus eine sinnvolle Anschaffung, die Spaß macht und den Garten wirklich bereichert - sowohl optisch als auch aufgrund seiner Nützlichkeit. Die von mir eingestellten Photos zeigen, wie hochwertig es gearbeitet ist und wie harmonisch es sich dank seiner Naturbelassenheit in den Garten integriert.