Produktinformation
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Entsprechend erfährt man (entgegen dem Klappentext, der vollmundig "pikante Details aus seinem Privatleben" verspricht) vor allem dröge Banalitäten, die bestenfalls dreizehnjährigen weiblichen Fans Entzückensschreie entlocken mögen. Ein wirklicher Versuch, in Beckhams Biografie einzudringen, wird nirgends unternommen. Der Text ist eine Aneinanderreihung von teenieschwarmkompatiblen und meist pointenfreien Anekdoten (à la wie sehr es David doch amüsierte, dass er während eines Holland-Aufenthalts öfter als nach Fußball danach gefragt wurde, wo er seine Fingernägel habe machen lassen) und Zitaten ("Meine Oma hält mir immer wieder vor, wie oft ich mich mit den Schiedsrichtern anlege."). Man kann nicht verhindern, dass sich einem Bilder von jungen Mädchen vors innere Auge drängen, die sich beim Lesen dieser Zeilen das Buch mit einem tiefen Seufzer an die Brust pressen, um anschließend dem appetitlichen David auf dem Cover einen zahnbespangten Kuss auf die papiernen Lippen zu drücken.
Überhaupt die Bilder: Das Buch ist reich mit Schwarz-Weiß- und auch ein paar Farbfotos garniert, die immer wieder Beckham, Beckham, Beckham und ab und zu auch mal seine Frau Victoria "Posh Spice" Adams zeigen -- schön, schön, aber irgendwie auch irritierend: Denn "Becks" ist doch, wenn man sich recht erinnert, Fußballprofi. War das nicht so? Die Fotos zeigen ihn jedenfalls nur zu einem geringen Anteil -- höchstens einem Drittel -- in seiner Berufskleidung, dem Trikot. Wirkliche Fußballbilder (schwitzende Männer im Kampf um den Ball) kann man an einer Hand abzählen. Es dominiert der Popstar, der Modegeck, der Selbstdarsteller.
Was dem Fass den Boden ausschlägt, ist ein dreißigseitiger(!) Anhang mit -- ungelogen -- David-Beckham-Witzen. Das schindet dermaßen unverhohlen Seiten (ein Witz pro Seite!) und hat so wenig mit dem Menschen Beckham zu tun, dass die Frage erlaubt sein muss, was das bitte schön in einem Buch zu suchen hat, das eine Biografie zu sein vorgibt. "Wie bringt man David Beckham an einem Donnerstag zum Lachen? Man erzählt ihm montags einen Witz." Oder: "David Beckham ist so dämlich, dass er sogar ein Lineal mit ins Bett nimmt, weil er wissen will, wie lang er geschlafen hat." Das ist nicht nur unerträglich abgestanden und komikfrei, sondern stammt so penetrant deutlich aus Ostfriesland und Blondinenhausen, dass man einfach zu keinem anderen Urteil kommt: Dieses Buch ist Papier gewordene Überflüssigkeit.
Einen großen Vorteil hat es aber doch: Es ist im englischen Original bereits 2003 erschienen, was bedeutet, dass die große, von allen Boulevardzeitungen der Welt genüsslich ausgeschlachtete Ehekrise im Hause Beckham noch nicht enthalten ist. Davids angebliche Liebesaffären, Sexspielchen und verräterischen SMS-Nachrichten -- kein Wort davon. Damit ist dieses Buch zu dem Zeitpunkt, da es in Deutschland erscheint, schon wieder überholt, und man kann sich beruhigt und erleichtert zurücklehnen in der Gewissheit, dass es schnell dort verschwinden wird, wo es hingehört: in der Versenkung. --Christoph Nettersheim
Er gilt als Popstar unter den Fußballern. David Beckham,der vor einiger Zeit zu Real Madrid wechselte, fällt nicht nur durch seine Spielerfolge, sondern auch durch seinen extravaganten Lebensstil auf - niemand verkörpert den Zeitgeist so gut wie er. Stafford Hildred und Tim Ewbank zeichnen ein packendes Porträt des Superstars und liefern pikante Details aus seinem Privatleben.
Mit zahlreichen Abbildungen, ausführlichen Erfolgstabellenund den Top Ten von Beckhams Toren.
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