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Bech in Bedrängnis: Fast ein Roman
 
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Bech in Bedrängnis: Fast ein Roman [Taschenbuch]

John Updike , Helmut Frielinghaus
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499232294
  • ISBN-13: 978-3499232299
  • Originaltitel: Bech at Bay
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 220.401 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bech is back. Ein einziges Mal hat der Autor einen brillanten Roman geschrieben. Doch je unbedeutender die nachfolgenden Werke, desto mehr wuchs sein Ruhm. Als er eines Tages beim Warten auf die U-Bahn einen seiner schärfsten Kritiker gefährlich nah an der Bahnsteigkante stehen sieht, kann er der Versuchung nicht widerstehen.

Über den Autor

Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging. Nach Rückkehr in die USA von 1955-1957 fest angestellt beim Magazin «The New Yorker». Danach verfasste er als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und einflussreiche literarische Kritiken. 1957 Umzug nach Ipswich im neuenglischen Massachusetts. 1964 Vortragsreisen durch die UdSSR, Rumänien, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Seit 1964 ist Updike Mitglied des National Institute of Arts and Letters. 1973 Fulbright-Lektor in Afrika. 1976 Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Auszeichnungen: Guggenheim Fellowship in Poetry für «The Carpendered Hen and Other Tame Creatures» (1959); Rosenthal Foundation Award des National Institute of Arts and Letters für «Das Fest am Abend» (1960); Pulitzer Price for Fiction für «Bessere Verhältnisse» (1982); Lincoln Literary Award (1983); Distinguished Pennsylvania Artist Award (1983); National Book Critics Circle Award for Criticism für «Amerikaner und andere Menschen» (1984); St. Louis Literary Award (1988); Bobst Award for Fiction (1988); National Medal of Arts (1989); Premio Scanno (1991); O'Henry Award für «A Sandstone Farmhouse» aus «The Afterlife and Other Stories» (1991); Common Wealth Award (1993); Conch Republic Prize for Literature (1993) Commandeur de l'ordre des arts et des lettres (1995); The Howells Medal from the Academy of Arts and Letters (1995). John Updike starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein gesamtes Werk ist auf Deutsch im Rowohlt Verlag und im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fantastisch! 2. Juli 2001
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Während mir der erste Band mit Stories über Updikes satirisches Alter Ego Henry Bech wenig behagte, habe ich diese neueste Bech-Anthologie mit sehr großem Vergnügen nahezu verschlungen. "Bech in Bedrängnis" ist eine wahnsinnig witzige, pointierte, detailreiche und informationsschwangere Abrechnung mit dem amerikanischen Literaturbetrieb, aus der Sicht eines Autors, der es sich leisten kann, Kollegen, Agenten, Verlage und Autorengruppen bloßzustellen; Updike "fehlt" schließlich nur noch der Literatur-Nobelpreis.

Henry Bech hat in den Fünzigern einen Achtungserfolg erzielt, mit dem Beatnik-Roman "Travel Light" - eine Anlehnung an Kerouacs "On The Road". Danach mühte sich der Autor, den wechselnden Strömungen und insbesondere der Kritikerschar gerecht zu werden. Sein "Opus Magnum", "The Chosen", geriet zum Flop, während die nachgereichte, leichte Novelle "Think Big" die Bestsellerlisten anführte. Nach und nach zog sich Bech aus dem aktiven Literaturbetrieb zurück. Ein Autor, der eigentlich nie seinen eigenen Stil gefunden hat, seinen Erfolg auch nie verstand - und nicht erklären konnte -, aber mit wachem Auge jede Reaktion auf sein Schaffen zur Kenntnis nahm.

"Bech in Bedrängnis" erzählt in fünf Geschichten, hauptsächlich in den Achtzigern/Neunzigern angesiedelt (bis auf die kurze Story "Bech bekennt" aus den Anfangszeiten des Autors), vom späten Bech, vom Sechziger, Siebziger, dessen Kontakt mit der "Branche" vornehmlich aus Parties, Festschriften, Kritikertodesanzeigen und einem anachronistischen Autorenclub namens "Die Vierzig" besteht. Mit mehr als einem Augenzwinkern begleitet Updike seinen wachsamen Helden durch die Niederungen des Biotops, in dem sich arrivierte Autoren wohlfühlen, zeigt das Balz- und Konkurrenzverhalten. Seinen Höhepunkt erreicht die Anthologie mit der vorletzten Geschichte, "Bech noir", in der der Autor fünfzig Jahren aufreibender Literatukritik gleichsam erliegt - und zum Mörder seiner Hauptkritiker wird.

"Bech in Bedrängnis" hat mit dem jüngsten Updike, "Gegen Ende der Zeit", glücklicherweise nur gemeinsam, daß der Held das Pensionsalter erreicht hat, ansonsten ist diese Sammlung ein kompakter, brillanter Faustschlag in den Magen der kommerziellen Literatur. Empfehlenswert nicht nur für angehende Erfolgsautoren.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abschied von Henry Bech 5. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Über Bech bin ich überhaupt auf John Updike gestoßen, diesen Autoren, der sicher zu den besten der Welt zählt. Desto erfreulicher, dass es ein neues Bech-Buch gibt. Und die Geschichten darin sind genauso humorvoll und gut geschrieben, haben den gleichen Reiz der anderen Bech-Erzählungen, in denen der amerikanische Erfolgsautor auf das alte Europa trifft. Dazu gibt es noch eine amerikanische Variante von "Tod eines Kritikers", die offensichtlich von dem britischen B-Movie "Theater des Grauens" inspiriert wurde und in der Bech sich als raffinierter Serienkiller betätigt...Allerdings ist diese auch die schwäche des Bandes, denn sie führt die literarische Figur Henry Bech ad absurdum und macht ihn unglaubhaft. Bech mag seine Macken haben, aber ein Killer ist er nicht. Aber nach Bech in Bedrängnis muss der Leser mit seiner Killer-Identität leben. Und dieser kann er den Nobelpreis am Ende nicht zugestehen, der Bech zuerkannt wird. Und daher fällt der Abschied von Henry Bech etwas leichter. Ansonsten ist das ganze natürlich auch wieder sprachlich brillant, die Übersetzung hervorragend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Bech in Bedrägnis" beschreibt verschiedene Episoden im Leben des Schriftstellers Henry Bech. Bei seinen Erfahrungen in Tschechien musste ich mich noch mit Bech und Updike anfreunden. Aber bereits bei "Bech präsidiert", konnte ich seine Empfindungen bereits mitfühlen. Beginnend bei seiner inneren Auseinandersetzung mit einem Festschriftbeitrag für seinen mehr oder minder verhassten Kollegen Thornbush, folgt dann die Ernennung als Präsident einer Vereinigung der besten Künstler des Landes, "der Vierzig", die dann nur noch um die 30 Mitglieder umfasst. Obwohl er anfangs sehr skeptisch auf Vereinigung und Präsidentenamt blickt, identifiziert er sich immer mehr damit und leidet, als ein Antrag auf Auflösung -von Thornbush- gestellt wird. Später "Bekennt Bech" in früheren Jahren wegen Verleumdung in Los Angeles vor Gericht gestanden zu haben. Er hatte, aus projektiven Verliebtheitsgefühlen einer Sängerin gegenüber, deren Agenten Ohrbach als "Erzgauner" bezeichnt. Im Laufe des Prozesses empfindet er ein tiefes Gefühl für Ohrbach und meint ihn ihm seinen verstorbenen Vater zu erkennen. Und dann die Morde. Die U-Bahn fährt ein und schon liegt einer seiner schärfsten Kritiker auf den Gleisen. Bech begeht einen Mord und macht weiter - und trotzdem fühlt man alles aus seiner Perspektive. Er mordet und man findet es beim Lesen fast als "Banalität", fast als "Recht so!". Egal wie abstrus oder paradox die Dinge sind, die Bech tut, man fühlt mit und lernt, die Welt mit seinen Augen zu sehen.
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