You may have cured your personal curse
but for me nothing changes anyway
(Kraków Loves Adana - Iron Heart)
Sein Debütalbum 'Beauty' (= Schönheit) zu nennen, zeugt gleichermaßen von Selbstbewusstsein wie auch von großem Stolz. Nach dem ersten Durchlauf der CD ist allerdings klar - einen passenderen Titel hätten Kraków Loves Adana nicht wählen können. Dabei reden wir hier nicht von oberflächlich schön-polierten Songs, sondern von Song-Perlen, die ihre Schönheit gerade auch aus ihrer rohen Produktion ziehen. Vielleicht kommt daher der häufig erwähnte Vergleich zu The Kills, vielleicht auch einfach weil sich auch hier nur ein Mann und eine Frau zusammengefunden haben - so oder so, ein Song wie 'Peripety/Catastrophe' würde sich auch gut im Set des englisch-amerikanischen Duos machen.
Wer jetzt schon abgeschreckt wegen des Rock-Röhren-Vergleichs dem Album keine Chance gibt, tut diesem wahrlich falsch. Gerade die Variation verschiedener Stile, die sich auf Albumlänge zu einem funktionierenden Ganzen zusammenfinden, ist eine der Stärken von 'Beauty'. Songs wie das schon erwähnte 'Peripety/Catastrophe' fügen sich nahtlos ein in eine Reihe mit dem klassisch-anmutenden Piano-Stück '~' und dem schön atmosphärischen 'Red Paperclips', dem Anfang zum zweiten Teil der CD. Dieser enthält mit 'Iron Heart', 'Wolfes', 'Porcelain', 'Slowly Floating Blood' allesamt Songs, an denen man nicht vorbeikommt, ohne sie ins Herz zu schließen. Das ist Größe, das ist Schönheit - das ist Kraków Loves Adana!