47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniestreich, 2. August 2007
Die fiktiv angereicherte Biographie des genialen schizophrenen Mathematikers John Nash. Oscarprämiert. Mehr wusste ich nicht über den Film; ich hatte keine Inhaltsangaben gelesen, keine Rezensionen und auch kein Making-of gesehen. Glücklicherweise.
Man lernt den Studenten John kennen, er ist anders als seine Kommilitonen: Eigenbrötlerisch, stur, hochbegabt, kontaktscheu mit autistischen Zügen. Dass sich das Militär für ihn interessiert, verwundert nicht; es ist die Zeit des Kalten Krieges, Amerika fühlt sich von Russland bedroht und braucht geniale Köpfe wie John Nash, der die Bedrohung am eigenen Leib spürt und immer panischer reagiert, bis man ihn in die Psychiatrie einliefert.
In der Person des behandelnden Arztes Dr. Rosen offenbart sich das Spiel mit dem Zweifel, das der Regisseur mit dem unbedarften Zuschauer treibt. Ist Dr. Rosen wirklich der gutmeinende Arzt, der John mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln von seiner seelisch-geistigen Krankheit befreien will? Oder ist er der Wolf im Schafspelz, der John nichts von dem glaubt, was auch der Zuschauer mit eigenen Augen gesehen hat? Mitleid hat man mit Johns Ehefrau, die sich im gleichen Zwiespalt befindet wie der Zuschauer.
Man fühlt zunächst Erleichterung, als der Kontaktmann der Spionageabwehr wieder auftaucht: Endlich die Rehabilitation.
Es ist erstklassig gemacht, wie der Regisseur den Zuschauer auf Nashs Wahrnehmungsebene einschwört. Man sieht dieselben Bilder wie Nash, ebenso weiß man im weiteren Verlauf des Films, dass sie nicht real sind, aber sie sind doch da, das Auge kann doch nicht betrügen. Man bekommt eine Ahnung, in welch bedrohlicher Wirklichkeit der schizophrene Mann lebt, und dass es fast unmöglich ist, eine Grenze zu ziehen zwischen realen und irrealen Bildern. Als Zuschauer möchte man ihn bitten, die Irrealen nicht anzusehen - dabei sieht man sie selbst.
Neben der Arbeit des Regisseurs ist auch Russell Crowes schauspielerisches Leistung zu bewundern, der vom jungen Studenten bis zum alten Mann, vom leicht Verhaltensgestörten bis zum Schwerkranken die Vielfältigkeit des fiktiven Charakters John Nash beherrscht.
(Mit dieser Rezension habe ich lediglich den Film betrachtet ohne seinen Bezug zum wahren Leben des John Nash oder den tatsächlichen Symptomen der Schizophrenie. Das der Film auf diesem Hintergrund anders beurteilt werden müsste, liegt auf der Hand.)
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwieriges Thema brillant inszeniert, 22. November 2007
Wer in die Thematik dieses Films wirklich eintauchen will, dem sei geraten sich ihn möglichst ohne Vorwissen anzusehen. Im Grunde würde schon die Kenntnis über das Genre den Effekt schwächen, der sich irgendwann mitten im Film einstellen wird.
Verraten werden sollte nur soviel: Freuen Sie sich auf einen absolut überzeugenden Russel Crowe in der Rolle des genialen Mathematikers John F. Nash, auf durchdachte Dialoge, packende Szenen und ein perfektes Timing. Regisseur Ron Howard schafft es ein für Außenstehende kaum verständliches Thema begreiflich, ja sogar fühlbar zu machen. Der Film ist sensibel aber nicht pathetisch. Er ist spannend aber nicht reißerisch. Vor Allem aber ist er glaubwürdig. "A beautiful Mind" hat jeden Oscar verdient.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der besten Filme überhaupt!, 29. Juni 2004
Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, mußte ich ihn im Anschluß gleich noch einmal schauen und dann wieder und wieder innerhalb einer Woche, so gefesselt hat er mich. Dieser Film ist schlichtweg genial und ich habe kaum einen interessanteren Film gesehen als diesen hier! Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich oft nah beieinander und in "A beautiful mind" sind diese beiden unzertrennlich miteinander verbunden und ein brillianter Russell Crowe bringt sowohl das eine als auch das andere in seiner sensationellen schauspielerischen Leistung rüber. Nicht nur, dass die Geschichte auf der Wahrheit beruht, nein, zudem ist die Geschichte so genial gestaltet, dass man bis zur großen Auflösung hin nicht durchblicken kann, was nun wahr ist und was nicht. Man ist völlig auf dem gleichen Stand wie John Nash, was den Verlauf der Dinge betrifft und erst als sein Leiden erkannt wird, wird einem klar, was bisher wahr und was nicht wahr gewesen ist. Das allein ist schon brilliant! Dazu kommt der unwahrscheinlich große Geist von John Nash, der einen immer wieder einfach nur verblüfft und in diesem Film eine gebührende Würdigung erhält. Das wohl rührendste am ganzen Film ist das Ende - Tränen sind garantiert! Ich liebe diesen Film ganz einfach und staune immer noch, wie fantastisch er ist. Er gehört ganz klar zu den besten Filmen, die ich je gesehen habe und ich glaube, ich gönne ihn mir gleich einmal wieder ;-). Ansehen, Leute!
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