Etwa drei Jahre harte Arbeit, eine halbe Weltreise und jede Menge Dazulernen liegen hinter Jared, Tomo, Matt und Shannon, die dieses Album ins Leben gerufen haben. Das schöne daran ist: man hört es auch.
Im Vergleich zum Debütalbum hat sich die Band musikalisch hörbar weiterentwickelt, es finden sich auf "A Beautiful Lie" auch einige ruhigere Tracks (z.B. The Story), melodischere Passagen und vielleicht etwas irdischere Themen in den Lyrics, als noch auf Album Nummer eins. Doch bloß, weil das Ganze mittlerweile weniger vom Kopf aus, als vielmehr aus dem Herzen kommt, bedeutet das keineswegs, dass die vier an irgendeiner Stelle ins kitschig-schnulzige abdriften. Im Gegenteil: es wird wieder einmal fleissig gerockt.
Sicherlich war der Weg zum Ziel nicht immer leicht (gerade der erste Track Attack hat der Band einiges Kopfzerbrechen bereitet, als es daran ging, mit der ganzen Band zu performen, was Jared bis dato nur auf seiner Akkustikgitarre gespielt hatte), aber mal ganz ehrlich: Wäre er das, müssten wir uns heute wohl mit einer musikalischen Welt des Blümchen-Schlagers abfinden, und das wäre doch wirklich einigermaßen schrecklich. Da lob ich mir doch die gute alte Rockmusik und hör mir noch und nocheinmal dieses gelungen abwechslungsreiche Album an.
Ich freu' mich jedenfalls schon auf Album Nummer drei. Doch da muss ich mich wohl noch ein wenig gedulden, denn momentan sind die vier schließlich fleissig auf US-Tournee. Wie wär's übrigens mal mit einem kleinen Abstecher nach Good Old Germany, Jungs? Ich wäre sicher nicht die einzige, die sich freuen würde.
Anspieltipps: Attack, The Fantasy, R-Evolve
Mein Fazit für dieses Album:
Leiser? Teilweise. Braver? Kein Bisschen. Rock'n'Roll? To the bone.