Schon das Cover von BEAUFORT versprach einiges und ich wurde beim ersten aufschlagen des Buches von T. Cooper auch nicht enttäuscht. Die Geschichte des Eisbären BEAUFORT, welcher widerwillig und an und für sich auch unfreiwillig auszog um sein Glück zu suchen, erweist sich als eine wirklich böse Persiflage auf Hollywood und die moderne heutige Zeit. Auf Reichtum und Berühmtheit, auf Macht und Drogenkonsum, auf Sektenwahn und den allfälligen Absturz in Nichts für viele Berühmtheiten. BEAUFORT von T. Cooper verbindet gekonnt die aktuelle Umweltthematik mit dem Rummel um Stars und Sternchen.
Was brauch man schon im Eis? Zumindest Essen, also Robbenfleisch wäre nett und ein warmes Plätzchen zum schlafen. Doch was ist wenn es zu warm wird und das Eis schmilzt. Roben gibt es dann auch nicht mehr. Die Folge: BEAUFORT zieht aus in die Welt, treibt ab mittels Eisscholle und landet an in der Zivilisation.
Er arbeitet auf einem Schifftrawler, jobbt im Restaurant und wird für den Film entdeckt. Was kommen muss ist klar - BEAUFORT wird berühmt.
Doch was bringt es ihm? Sex, Freunde, schnelle Autos und tolle Angebote noch bessere Filme zu machen. Allerdings noch viel mehr, nämlich Groupies, Alkohol, Drogen und Selbstüberschätzung.
Am Ende steht er fast in der Gosse verfällt einer Sekte, ein steigt sozial immer schneller ab, bis er alle ehemaligen Freunde verliert und beleidigt hat.
Die Zeichnungen von Alex Petrowsky und die Übersetzung von Brigitte Jacobeit sind allesamt sehr gelungen, einen besonderen Dank auch für diese Arbeit.
T. Coopers Werk BEAUFORT ist eine gute und gekonnte Abrechnung mit all den berühmten und bekannten modernen Stars, mit ihren Eskapaden, den Peinlichkeiten und ihrem abgehobenen Getue. Es zeigt die Einfältigkeit, derer wir uns alle erwehren sollten, es zeigt aber auch die drohende Gefahr der globalen Erwärmung. Den Eisbären schmilzt das Eis unter dem Bärenhintern weg, was bleibt ihnen anderes übrig als den Weg in die Zivilisation anzutreten und berühmt zu werden.
Empfehlenswert!