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Beaufort [Blu-ray]

Alon Aboutboul , Adi Adouan , Joseph Cedar    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Alon Aboutboul, Adi Adouan, Yaakov Ahimeir, Guy Apriat, Avi Ayoun
  • Regisseur(e): Joseph Cedar
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Hebräisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 14. Februar 2011
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 131 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004H3YSUY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.520 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Beaufort ist ein israelisches Kriegsdrama aus dem Jahre 2007. Es erzählt die Geschichte der letzten israelischen Militäreinheit, die vor dem Abzug aus dem Südlibanon in 2000 dort stationiert war. Regisseur Joseph Cedar schrieb auch das Drehbuch. Als Vorlage diente der gleichnamige Bestseller von Ron Lesham. Der Film war Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale 2007 und erhielt dort einen Silbernen Bären für die „Beste Regie“. 2008 wurde er für den Oscar als „bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Die erste israelische Nominierung seit 1984.

Der Film spielt auf der Festung Beaufort. 1982, während des Libanon-Krieges, hatte die israelische Armee den Berg der legendären Festung im Süden des Landes erobert. Erst nach massiven öffentlichen Protesten war sie im Jahre 2000 zum Rückzug angetreten. Der Film handelt vom Leben der Soldaten, die die letzten Tage vor ihrer Heimkehr auf Beaufort verbringen. Angst bestimmt ihren Alltag. Ihr Kommandant ist der erst 22 Jahre alte Liraz Liberti (Oshri Cohen). Er versucht so gut es geht, seine nicht weniger jungen Kameraden vor den Angriffen der Hisbollah zu schützen. Aber Krieg ist unbeherrschbar. Das erste Opfer lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Minen-Entschärfer Ziv (Ohad Knoller), dessen Onkel bereits bei der Besetzung des Berges gefallen war, wird getötet. Doch der Einheit ist es aus politischen Gründen verboten, sich zu verteidigen. Unter anderem um weitere Opfer zu verhindern. Die Hisbollah verstärkt ihren Beschuss auf die Festung. Sie will den Abzug der israelischen Soldaten als den Rückzug einer geschlagenen Armee aussehen lassen. Also geht das Töten weiter – und Liraz kann nichts dagegen tun. Die Sinnlosigkeit der andauernden Stationierung der Truppe in Beaufort wird immer deutlicher. Doch dann kommt endlich der letzte Befehl.

Beaufort ist die Geschichte eines jungen Kommandanten und seiner Truppe kurz vor dem Abzug aus dem Kriegsgebiet. Der Film erzählt 125 Minuten lang von Soldaten, die wie alle anderen Menschen auch hoffen und bangen, lieben und hassen. Die große Politik bleibt außen vor, es geht um verletzte Seelen. Darum, dass jedes menschliche Leben kostbar und schützenswert ist. Die Kriegsparabel ist angesiedelt in einem jahrhundertealten Fort, dessen dicke Mauern die Angst schon so vieler verschiedener Gegner aufgesaugt haben. Regisseur Joseph Cedar geht es nicht um Heldengeschichten, sondern um die Klage über einen scheinbar unlösbaren Konflikt, der solch unsinnige Unternehmen erst möglich macht. Um Familien, die ihre Söhne nicht schützen können. Um ein Land, das seine Soldaten opfert. Nach wie vor. Beaufort ist kein Film über einen Krieg, sondern ein Film gegen alle Kriege. Mit eindrucksvollen Bildern und einer starken Sprache.

Joseph Cedar wurde 1968 in New York City, USA, geboren. Der Drehbuchautor und Regisseur wuchs in Israel auf. Seine Eltern waren 1974 dorthin ausgewandert. Cedar studierte in Israel Philosophie und Theatergeschichte. Sein Filmdebüt gab er 2001 mit dem preisgekrönten Time of Favor . Seit seinem zweiten Spielfilm Campfire, der 2005 der offizielle Kandidat Israels für eine Oscar-Nominierung war, gilt Cedar als einer der renommiertesten israelischen Filmregisseure.

Beaufort
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Beaufort

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1982 eroberte die israelische Armee unter hohen Verlusten die im 13. Jahrhundert im Südlibanon errichtete Kreuzfahrerfestung Beaufort. Achtzehn Jahre später nun soll Beaufort geräumt werden, doch das ist leichter gesagt als getan, liegt die bewaffnete Exklave doch auf feindlichem Boden unter permanentem Granatenbeschuss der Hisbollah und kann nur über verminte Straßen erreicht werden. Unter den Soldaten, fast sämtlich junges Gemüse mit einem Kommandanten von 22 Lenzen, wechselt die Stimmung zwischen Wut, Erleichterung und begründeter Nervosität.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Huebner TOP 1000 REZENSENT
Format:Blu-ray
1982 wurde die alte Kreuzfahrerfestung Burg Beaufort von Einheiten der isrealischen Golani-Brigade im Kampf eingenommen und in der Folge besetzt. Der Film erzählt das Ende dieser Besetzunggeschichte.

Im März 2000 räumte Israel die "Sicherheitszone" im Süden des Libanon und damit auch die Burg Beaufort. Ein Zug hält den Außenposten besetzt, ständig unter Beschuss durch Granatwerfer der Hisbollah.

Der Film ist super. Er hat keine Gefechtsszenen, der Krieg beschränkt sich auf den ständigen Beschuss mit Granaten oder Raketen. Den Feind bekommen die Soldaten nie zu sehen. Also wartet man ab, steht Wache, vertreibt die Langeweile. Trotz der anstehenden Räumung gibt es Verluste, aber man erfüllt seine Pflicht, von der die meisten gar keine Erklärung finden.

Die jungen Soldaten sind zwischen 19-20 Jahre alt, der Kommandeur der kleinen Truppe ist nur wenig älter. Er bleibt mit 12 Soldaten in der Festung, um die Stellungen zu sprengen.

Der Film kommt sehr gut ohne große Ballereien aus, was auch historisch falsch wäre. Er lebt durch die Entwicklung der Soldaten, des Oberleutnants, der Situation.

Toll auch die Bauten. Das Stellungssystem, die Bunker wurden 2000 gesprengt, so musste für den Film alles auf einem ähnlichen Berg neu aufgebaut werden. Im Making of wird dieses schön gezeigt. Der Aufwand hat sich gelohnt, die Enge, der Irrgarten kommt eindrucksvoll zur Geltung. Die Ausstattung der Soldaten und der Fahrzeuge ist Dank der Unterstützung durch die israelische Armee perfekt.

Obwohl ein israelischer Film und durch Unterstützung der IDF gedreht ist es sicher kein Propagandafilm. Er ist erstaunlich kritisch, was die Besetzung des Südlibanons betrifft.

Fazit: Sehenswerter Film zu einem Thema, welches so gut wie nicht behandelt wurde in der Vergangenheit. Aber in der jüngsten Zeit wuirde uach dieses Thema entdeckt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warten auf den Rückzug 2. Januar 2012
Von Cowboy
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Nachdem die Golani-Brigade im Libanonkrieg 1982 die alte Kreuzfahrerfestung Beaufort (sprich: Bofor) eingenommen hatte, besetzten die Israelischen Streitkräfte diesen Punkt bis zu ihrem Abzug im Jahre 2000. Die Burg wurde nach und nach zu einem komplexen Bunkersystem ausgebaut und diente als Stützpunkt in der neu geschaffenen Schutzzone im Südlibanon, um den Raketenbeschuss auf Nordisrael einzudämmen.
Der Film beginnt wenige Wochen vor dem Rückzug aus der Festung Beaufort. Obwohl kein genauer Abzugstermin bekannt ist, wandert das Gespenst Rückzug immer mit den Soldaten. Jeder weiss, das dieser Posten über kurz oder lang aufgegeben wird, doch bis dieses geschieht, ist die Stellung zu halten.
Die jungen Soldaten verbringen ihre Zeit in dem Bunkersystem, kämpfen gegen die Langeweile, halten wechselnd Wache und verlassen die Festung fast gar nicht mehr. Der Film plätschert vor sich hin, die Trübsinnigkeit wird durch sehr wenig, und dann auch noch sehr leise, Hintergrundmusik untermalt. Selbst der ständige Mörser- und Granatbeschuss der Hisbollah wird von den Israelis nicht allzu ernst genommen. Das typischen "Plop" der Mörserabschüsse wird vom Überwachungszentrum mit einem recht gelangweilten "Abschuss, Abschuss" und "Achtung Einschlag" kommentiert. Erst als die Hisbollah Bunkerabschnitt Grün mit TOW-Raketen unter Beschuss nimmt, kommt ein wenig Action in den Film und die Soldaten werden notgedrungen aus ihrer Lethargie gerissen.

"Beaufort" ist kein Kruiegsfilm im Stil von "James Ryan", "Stalingrad" oder "Hamburger Hill". Im ganzen Film sieht man nicht einmal den Feind. Außer dem ständigen Beschuss, kommt es zu keinerlei anderen Kampfhandlungen. Der Film lebt von seinem Realismus, der relativ soliden, schauspielerischen Leistung, der guten Kulisse und natürlich von der Originalausrüstung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), die diesen Film technisch unterstützten. Trotz allem haben wir hier keinen Hurrapatriotismus auf die IDF, im Gegenteil, kommt dieser Film doch recht kritisch an. Gezeigt werden Soldaten, die sich aus politischen Gründen nur eingraben dürfen, ohne die Abschussstellen der Hisbollahraketen und Mörser anzugreifen. Der Dauerbeschuss und das ewige warten auf den letzten Befehl, Rückzug und Sprengung der Festung, zerren an den Nerven der 19- 20 jährigen Rekruten.

Der Film hat einige Längen, vermag dennoch gut zu unterhalten. Ich schwankte mit der Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen, entschied mich dann jedoch für 4, auch aufgrund des recht gelungenen Bonusmaterials und des günstigen Preises.

Specials: Making Of (gelungen, mit interessanten Interviews und Aufnahmen vom Nachbau der Bunkeranlagen.)
Deleted Scenes (auf Hebräisch mit Dt. Untertiteln, leider kein Audiokommentar, weswegen auf diese
Szenen verzichtet wurde. Einige sehr schöne Aufnahmen, die ich mir im Film gewünscht hätte.)
Trailer
Bildergalerie

Fazit: Gelungener Kriegsfilm über den Grenzkonflikt im Libanon. Leider einige Längen, Schauspielerisch okay, Ausrüstung top, Effekte wie Explosionen sind handgemacht und sehenswert. Kein Actiongeladener Kriegsfilm, eher melancholisch und teilweise zäh. Dennoch sehenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen KEIN Actionfilm 2. Januar 2012
Von Christian
Format:DVD
Hallo,

ich habe den Film gekauft, nachdem ich selbst in Israel war und einen ähnlichen Bunker auf einem Berg im Golan besichtigt habe.
Der Film ist nicht, wie es das Cover verspricht ein Actionfilm, sondern ein Kriegsfilm, der die Beklemmung im Bunker und die Machtlosigkeit des einzelnen Soldaten zeigt. Die Sinnlosigkeit des Krieges und die oft menschenverachtenden Entscheidungen aus der Politik und den oberen Hierarchieebenen werden deutlich gemacht wenn beispielsweise ein Soldat beim Versuch eine Mine zu entschärfen stirbt, nur weil man sie für Untersuchungen intakt bergen wollte.
Kontakt mit "dem Feind" entsteht nur durch einschlagende Granaten, ein Feuergefecht oder gar Kämpfe von Mann zu Mann gibt es nicht.
Insgesamt ein durchschnittlicher Kriegsfilm über einen Konflikt, der viel zu wenig beachte wurde und wird, der mich aber zu keiner Zeit gepackt hat.
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