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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nachdem es ja lange gedauert hat bis etwas neues von Yann Martel erschienen ist, musste ich dieses Buch auf der Stelle haben - Life of Pi ist ja einfach genial.

Vorweg: die Genialität von Life of Pi wird in diesem Buch nicht erreicht. Das fiktive Theaterstück von einem Brüllaffen und Esel ist aber in vieler Hinsicht sehr lesenswert. Ich habe zwar etwas länger gebraucht, um in das Buch zu finden, aber dafür ist das Ende und die Nachwirkung umso größer.

Verraten werde ich nicht viel. Aber die Novelle bietet eine sehr neue Ansicht für viele Dinge (Holocaust, Leben, Liebe, Trauer, Horror und ...). Am Anfang versteht man noch nicht wo der Autor wirklich hin will - dies bleibt eigentlich bis zum Ende so. Meiner Meinung nach ist das aber so gewollt - Dieses Buch kann man einfach lesen, doch damit versteht man es nicht. Man muss den Gedanken und den Ansetzen folgen sowie die Gesamtheit der Ideen an- und überdenken. Alte, bekannte und allgemeine Dinge in neuer "schräger" Sichtweise zu erzählen und die Gedanken zu fördern --> das ist das Ziel dieses Buches!

Damit habe ich alles gesagt
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2012
auch ich habe mir das neue werk von martel aufgrund des lesegenusses von "life of pi" gekauft und war bis über die hälfte der lektüre etwas verwirrt und auch enttäuscht, und dachte mir dem autor geht es so wie seiner hauptfigur, dem schriftsteller henry, der das thema holocaust nicht ganz in einem "fiction"-werk zu fassen bekommt. auch vermisste ich den roten faden, den zusammenhang bzw den sinn der ganzen geschichte. ich dachte auch, dass mich das buch nicht besonders fesselt und ich es schnell vergessen werde. gegen ende ist dann doch ein gesamtkunstwerk daraus entstanden, das einen unglaublich sprachlos und schockiert zurücklässt. es verdichtet sich ungemein und überrascht den leser. schon aus diesem grund bin ich froh, das buch gelesen zu haben. ich bin aber immer noch zwiespältig bei der bewertung und ich glaube die lektüre wird mir noch einige gedanken bescheren...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2011
Auch ich habe natürlich beim Aufkleber "Life of Pi" sofort zugeschlagen - dieses Werk war einfach genial.

Mit Beatrice und Virgil betritt der Autor anderes Terrain in dem er eine Novelle verfasst, die durch die sehr präsenten Charaktere (wenn sie auch nur Figuren in einem Stück sind, dass eine der beiden Hauptfiguren verfasst) fast schon fabelähnlich ist.

Ich kann mich dabei meinem Vorrezensenten nicht anschließen - zumindest in meiner Ausgabe ist ein Vorwort enthalten, dass sich bereits auf die Beschäftigung mit dem Holocaust bezieht, daher war der Aha-Effekt gleich Null. Insgesamt ein mittelmäßiges Buch, dass ich nicht bereue gelesen zu haben, aber auch nicht weiterempfehlen werde.
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...und zwar mit starker autobiographischer Note, das ist dieses Buch, das seine eigene Entstehung thematisiert und das sich auf ungewöhnliche Weise den Schrecken des Holocausts nähert.

Henri, Yann Martels Alter Ego, hat fünf Jahre nach einem Welterfolg (nicht namentlich genannt, aber unschwer zu erahnen: "Life of Pi") zwei Bücher in einem geschrieben, die beide den Holocaust zum Thema haben: einen Roman und einen literaturkritischen Essay, die so zusammengebunden sein sollen, dass das Buch von der Vorder- und Rückseite aus zu lesen ist und sich die Teile in der Mitte treffen.

Er erleidet dann aber das Trauma seines Berufslebens, als ihm Thema und vor allem Konzept im Rahmen eines Abendessens von der geballten Macht seiner Verleger, eines Buchhändlers und eines Historikers vernichtend um die Ohren geschlagen werden. Er hängt die Schriftstellerei an den Nagel, zieht in eine europäische Metropole und widmet sich seinen Hobbys, seinem Hund Erasmus und der Beantwortung der nach wie vor eintrudelnden Fanpost der Leser seines Erfolgsromans. Deren einer bittet ihn um Hilfe bei einem eigenen Werk, und der Zufall will es, dass dieser, ein alter Tierpräparator, in der selben Stadt wohnt und seine Werkstatt im Rahmen eines Gassigangs mit Erasmus gut zu erreichen ist. Bei diesem Werk handelt es sich um ein allegorisches Stück mit zwei animalischen Protagonisten, Beatrice und Virgil, Eselin die eine, Brüllaffe der andere, und der Ort der Handlung, den die beiden mehr oder weniger ziellos durchwandern, ist, man lese und staune, ein gestreiftes Hemd im KZ-Design. Hm.

Es ist unschwer zu erraten, dass des Präparators Theaterstück die eine Hälfte von Yann Martels erstem Anlauf zu "Beatrice and Virgil" ist. Überdauert hat es in Form von Auszügen, die Henry bei seinen Besuchen in der Werkstatt nach und nach präsentiert werden, und die erahnen lassen, dass der Präparator bzw. sein Schöpfer ihren Beckett tief verinnerlicht haben. Und was ganz unschuldig damit beginnt, dass Virgil seiner Beatrice das Birnenhafte einer Birne so schön beschreibt, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft, entwickelt sich in einer Weise, die dem Leser am Ende das nackte Grauen unter die Haut treibt, und das ohne große Vorwarnung.

Yann Martel wollte den Beweis antreten, dass man sich dem Holocaust auch anders als wissenschaftlich oder biographisch nähern kann. Das ist ihm durchaus gelungen, und dem Leser werden Beatrice und Virgil als Vertreter der sechs Millionen unschuldigen Opfer noch lange im Gedächtnis bleiben. Allerdings bleibt die Figur des Tierpräparators ausgesprochen rätselhaft - man ahnt allenfalls, wo sie herkommt und was sie antreibt, kann es aber doch nicht festmachen, und dadurch bleibt der eigentliche "Schöpfer" der tierischen Hauptdarsteller zu vage. Auch das Hemd als Ort der Handlung hat es nicht unbedingt erleichtert, vor dem inneren Auge dieses Lesers ein dem Thema angemessenes "Bühnenbild" entstehen zu lassen. Trotzdem muss man dankbar sein, dass Yann Martel sich, im Gegensatz zu Henry, von der niederschmetternden Reaktion auf seinen Entwurf nicht hat entmutigen lassen.
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