Seinen fulminanten Einstieg als Nachwuchsautor und das auch noch aus deutschen Landen gibt dabei Arous Broken, der mit der ersten Geisterbärentrilogie die seit langem beste Geschichte im mittlerweile mehr als 20 Jahr alten Science Fiction Universum geschrieben hat. Zur Story: Im Jahre 3053 herrscht Waffenstillstand in dem von Menschen besiedeltem Weltraum. Seit der Schlacht von Tukayyid sehen sich junge MechKrieger der Clans jeder Möglichkeit beraubt, ihr Können zu beweisen und Ehre zu erringen. Das Ein und Alles für Clankrieger, deren künstlich erzeugte Existenz nur auf ein Ziel hin geschaffen wurde, zu kämpfen. Dies gilt auch für den Protagonisten der Bücher ("
Bear-Zyklus 01. Katze unter Bären: BattleTech-Roman" Bd.1, weitere siehe Text), George, der eigentlich von den Novakatzen stammt und gar kein Geisterbär ist. Doch als er plötzlich einem übermächtigen Gegner gegenübersteht und ihn wider Erwarten besiegt, nehmen ihn die Geisterbären als Leibeigenen gefangen. George wird sogar in den elitären 371sten Sturmsternhaufen, einer Einheit Mechkrieger, aufgenommen, der in die Innere Sphäre aufbricht, der Teil der Galaxis, der von normalen Menschen, sprich uns" in tausend Jahren bewohnt wird. Der Tod seines Vorgängers befördert George Geisterbär in Band 2 ("
Bear-Zyklus 2/3. Clanwächter: Classic Battletech Nr. 12") und ein Jahr später, aber früher als erwartet, zum Offizier, er ist nun Sterncommander". Die Ausbildung neuer MechKrieger hält ihn zwischen Gefechten gegen Söldner aus der Inneren Sphäre auf Trab. Dennoch beginnt er sich zu fragen, was diese Gegner zu derart selbstmörderischen Angriffen veranlasst. Als er Nachforschungen anstellt, gerät er überraschend mit dem Geheimdienst, der Clanwache, aneinander. "
Bear-Zylus: Mission Kiamba: BattleTech-Roman Bear-Zyklus: Bd 3" (Bear-Zyklus 3) ist Georges erster intensiver Kontakt mit der Inneren Sphäre. Die Doom Angels, die George am Ende des dritten Romans gefangen genommen haben, sind für Ihn ein seltsamer Clan. Er muss lernen, unter Menschen zu leben, für die die Clankultur etwas abstoßend Fremdes ist, und dass das, was ihn unter Geisterbären stark gemacht hat, hier als Schwäche gelten kann. Zusammen mit Ihnen strandet er auf Kiamba, Mitten in der Nebelparder Besatzungszone. Wie er mit seinem neuen Milieu zurecht kommt, und wie die Söldner unter Ausnutzungs von Georges Diensten" die Situati on auf Kiamba meistern (oder eben auch nicht), erzählt der dritte Band. Soviel zur Geschichte der drei Bände des Bear-Zyklus.
Fazit: Die Bücher sind dabei ein echter Lichtblick im Battletech Universum. Gab es zuletzt den ein oder anderen inhaltlich nicht so gelungenen Roman, schafft es Arous Brocken, der übrigens das ganze nur als Hobbyautor betreibt, sofort die Atmosphäre der in den 90er erschienenen Buchreihe wieder aufl eben zu lassen. Dass er sich dabei eines Kniffes bedient und eine Kampfeinheit in diesem ja bereits sehr detailliert beschrieben Science-Fiction Universum neu erfindet, ist schlau. So schafft er sich viele Erzählfreiheiten und nutzt diese geschickt, um die Geschichte von George, dem künstlich gezeugten Krieger, seinen Werdegang und seinen Inneren Kampf spannend und überzeugend darzustellen.
Gerade für Actionfans bietet Brocken auch sehr detaillierte Beschreibungen der Mechkämpfe, die den Vergleich mit den alten Büchern sogar zum Teil übertreffen. Sehr schön kommt dabei die detailreiche Beschreibung der Mechsteuerung und der Unterschiede verschiedener Mechtypen rüber. Die Story selbst nimmt dabei immer mehr Fahrt auf, und so wird in Buch 2 zum Beispiel in Sprüngen von Gegenwart und Vergangenheit berichtet, was als erzähltechnischer Kunstgriff für noch mehr Spannung sorgt. Kurz gesagt, alle Bände sind vergnüglich zu lesende Bücher für Fans von Bier&Brezel Science Fiction und eignen sich seit langem endlich auch wieder für Einsteiger ins Battletech-Universum. Deshalb verdiente fünf Punkte!