Seit Monaten kämpfe ich, zu halbherzig, wie ich im Lauf der Zeit herausgefunden habe, gegen den Flohbefall bei meinen zwei Katzen; beide Freigänger. Das Beaphar Sopt On war ein Teil der "gesamten Flohbefall-Katastrophe" und ich möchte hiermit vor den Spot-On Tropfen warnen.
1. Fehler: Eigentlich habe ich mit Frontline (Spot On) ja nur gute Erfahrungen gemacht, aber dann habe ich auf meinen Bekannten gehört, der meinte, ich soll doch nur alle paar Monate Frontline verabreichen. Alle 4 Wochen fände er übertrieben. Das war der erste Fehler. Nach 2 Monaten ohne Frontline habe ich zum ersten Mal Flöhe festgestellt an den Felltigern. Eine riesen Prozedur an Reinigungsarbeiten nahm seinen Lauf.
Seit einer längeren Weile behandle ich dann wieder penibel nach exakt einem Monat mit Frontline und bei der Gelegenheit kam ich auf die absurde Idee einmal etwas Neues ausprobieren.
2. Fehler: Das "Neue" war dieses Spot On von Beaphar. Angeblich BIO - mit frischem hygienischem Effekt und Fellpflege.
Eine sehr blöde Idee, wie ich schon schnell feststellen musste.
Folge 1, der Behandlung mit Beaphar: Das Gegenteil von Fellpflege ist der Fall und das Zeug stinkt noch dazu heftig. Noch 1 Woche nach der Behandlung haben beide Katzen ganz fieses fettiges Fell im Genick! Sieht scheußlich aus, lässt sich durch Bürsten nicht entfernen. Gleich nach der Behandlung (ins Genick tropfen) stelle ich schon fest, dass die Flüssigkeit sich nicht so gut wie Frontline verteilt, bzw. die Haare der Katze fett werden. Die Katzen, die sich mit den Hinterläufen im Genick durchaus kratzen können verteilen die Flüssigkeit großflächig.
Kurz und schlecht: Das Mittel verursacht hässliche fette, strähnige Haare bei den Tieren. (Da meine beiden Felltiger Maine Coons sind, fällt das besonders auf. Sie haben nämlich besonders lange Haare.)
Folge 1.1 der Behandlung mit Beaphar: Das schicke rote Velours-Halsband meines Katers Kasimir färbt sich, - durch das Mittel im Nacken, und wo noch überall hin es sich verteilt hat - ab. Kasi hat noch wochenlange vorne nicht einen weißen Fleck am Hals, sondern sein Fell hat eine hellrosa Färbung. Armer Kater!
Folge 2, der Behandlung mit Beaphar: Der Super-GAU tritt ein. Zwei Wochen nach der Behandlung mit Beaphar stelle ich wieder Flöhe fest; und zwar massiv. Zuerst dachte ich ja noch, dass das Kratzen dem blöden Mittel im Genick geschuldet ist, aber falsch gedacht. Die Flöhe/ Haaarlinge oder wie auch immer die kleinen Biester sich nennen sind "back again"!
Kurz und schlecht: Das Mittel wirkt nicht!
Fazit: Beaphar kommt mir nicht mehr ins Haus.
Was nun?
Jetzt war natürlich guter Rat teuer. Als erste Maßnahme Frontline. Alle Decken/ Schlafmöglichkeiten desinfizieren, Flohschutzspray anwenden. Nach weiteren zwei Wochen noch einmal alles von vorne. Die Katzen haben zusätzlich zu Frontline auch noch Flohschutzbänder bekommen, sicher ist sicher!
Weitermachen werde ich auf Dauer gesehen erst einmal mit Frontline. Mit gut gemeinten Tipps in Sachen "weniger Chemie" bin ich vorsichtig. Flöhe rottet man nicht so schnell aus, das ist soweit klar. Die Biester überleben wahnsinnig lange (angeblich bis zu 1 Jahr ohne Blut) und hinterlassen ja ständig in regelmäßigen Abständen Nachkommen in Form von Eiern. Insofern ist ein kleiner Erfolg, damit meine ich ein paar Wochen ohne Flohbefall, noch keine Entwarnung.
Zusatztipps, die ich mittlerweile aufgeschnappt habe:
1) Flohband:
Flohband muss meistens eh abgeschnitten werden. Den Rest vom Flohband zerschnippsele ich in kleine Stücke und sauge diese Teile mit auf. Ansonsten wird von den Profis (Oh, was habe ich Internet-Foren gelesen!) angeraten, dass man Staubsaugerbeutel nach dem Saugen in Plastikbeuteln entsorgt (wer die Möglichkeit hat kann auch verbrennen). Die Sache ist nur, das wird ganz schön teuer. Die Flohbandschnippsel im Staubsaugerbeutel sollten auch ihren Dienst tun.
2) Liegeflächen/ Teppich, die man nicht waschen kann behandeln:
Essigessenz mit Wasser mischen (1 Teil Essigessenz/ 4 Teile Wasser) und Teppiche / Schlafstellen (die man nicht in der Waschmaschine reinigen kann) damit besprühen. Riecht nicht angenehm, das ist soweit klar. - Die brutale Alternative wäre eine chemische Keule namens FOGGER. Das ist eine Art Gesamt-Tötungsmaßnahme (eine Art Sprühnebel der im geschlossenen Raum alles überdeckt - und tötet) gegen alle Flöhe, und wenn man sich zu Gemüte führt, was das für Folgen hat und die Umstände (Wohnung 24h nicht beteten) wird auf jeden Fall nach Alternativen zu einem FOGGER suchen und diese zunächst probieren.
Solltet ihr also Freigänger haben, die gerne mit verlausten Igeln, freilaufenden Hasen oder anderem freilaufenden, total verlausten Getier, wie Mäusen, Ratten oder so, spielen, dann kann ich nur zur Achtsamkeit raten. Einmal die Flöhe in der Bude hat man sie mit ein paar Frontline-Kuren noch lange nicht platt gemacht.
Wer Stubentiger hat, die kaum nach draußen kommen, wird über Probleme wie diese wohl schmunzeln, bzw. diese Art Ungezieferbekämpfung nicht benötigen.
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Nur auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. ;-)