Der Autor ist Beagle-Züchter und Richter auf Rassehundausstellungen. Deshalb liegt sein Schwerpunkt wohl auf dem Standard des Beagle. Er beschreibt, warum ein Beagle genauso aussehen und sich verhalten soll: All dies liegt in seiner jagdlichen Vergangenheit begründet, die eine hohe körperliche und psychische Leistungsfähigkeit von diesem Meutehund forderte.
Diese Vergangenheit bringt Eberhardt dem Leser durch historische Anekdoten, Gemälde und Literatur-Zitate näher. Die Beaglezucht in Europa und Übersee wird ebenfalls beschrieben: Woher stammen die Zuchttiere, wo liegt der züchterische Schwerpunkt, wie sind die nationalen Unterschiede begründet.
Ausführlich widmet er sich auch erblich bedingten Krankheiten des Beagles, die jeder Züchter kennen und durch gute Zuchtwahl hintanhalten sollte.
Eher wenig Information erhält man, wenn man nach praktischen Rezepten für das Zusammenleben mit seinem Beagle sucht. Die Kapitel Pflege und Erziehung sind eher knapp gehalten.
Insgesamt ein Buch, das nicht nur an der Oberfläche kratzt sondern tief in die Materie "Beagle" eindringt - man spürt die jahrelange Erfahrung des Autors mit dieser Rasse. Keine der 08/15 Rassebeschreibungen, wie sie oft bis auf die Fotos austauschbar zu finden sind, sondern ein tiefer Blick in die Entstehungsgeschichte und momentane Situation der Hunderasse "Beagle".