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Beacons of Ancestorship
 
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Beacons of Ancestorship

Tortoise Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (19. Juni 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Thrill Jockey (rough trade)
  • ASIN: B0024RICVQ
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 73.161 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. High Class Slim Came Floatin' In
2. Prepare Your Coffin
3. Northern Something
4. Gigantes
5. Penumbra
6. Yinxianghechengqi
7. The Fall Of Seven Diamonds Plus One
8. Minors
9. Monument Six One Thousand
10. De Chelly
11. Charteroak Foundation

Produktbeschreibungen

motor.de

In den Neunzigern als Mitbegründer des Post-Rock gefeiert, gehen Tortoise auch heute noch ungewöhnliche Wege und legen mit "Beacons Of Ancestorship" wieder mal ein Zeugnis ihrer verschrobenen Einzigartigkeit vor.

Gnadenlos experimentell - so kann man vielleicht im Kurzen die Musik von Tortoise bezeichnen. Der Sound der Instrumentalband aus Chicago besteht aus derart vielen Fragmenten, dass er sich bis heute nicht auf ein bestimmtes Genre einschränken lässt. Behelfen kann man sich da nur mit Aufzählungen: Electro, Jazz, Dub, Noise, Rock, Post-Rock; Tortoise sind das alles und irgendwie auch wieder nicht - ihre Vielseitgkeit entzieht sich jeder Festlegung. Auch "Beacons Of Ancestorship" ändert nichts an diesem Zustand.

Bereits der Opener "High Class Slim Came Floatin' In" macht klar, dass hier mit Hörgewohnheiten gebrochen wird: Bevor sich der allmählich einsetzende Groove der Eingängigkeit annähern kann, schlägt ein Break dazwischen, der in die nächste Soundfolge überleitet. Über acht Minuten spielen Tortoise dieses Spiel: Beats und Melodien kommen, um dann plötzlich zu verschwinden, tauchen wieder auf und tragen den Song durch verschiedene Phasen. Dieses Vorgehen findet sich häufig auf "Beacons Of Ancestorship": Trotz verschachtelter Arrangements und zahlreicher Tonspuren beinhaltet nahezu jeder Song eine Konstante - sei es ein Gitarrenriff, markante Loops, oder eine Synthie-Melodie - die immer mal wieder aufblitzt und den Song davor bewahrt, als Sammelsorium musikalischer Spielereien unterzugehen. Struktur ist also da - drumherumgebastelt wird dennoch hemmunglos.

Bei "Gigantes" überraschen Tortoise mit lateinamerikanischen Klängen, während "Northern Something" mit treibenden Beats und verzerrten Sounds aufwartet, welche regelmäßigen Clubgängern von Acts wie Justice oder Digitalism bekannt sein dürften.
"Yinxianghechengqi" - der Titel ist ebenso eingängig wie das Stück selbst - lebt vor allem von Bass und schepperndem Schlagzeug, bis es nach einem abruptem Break unter verhallenden Effekten ausklingt.
Die Songs der zweiten Albumhälfte sind deutlich ruhiger und harmonischer arrangiert. "The Fall Of Seven Diamonds Plus One" erzeugt gar eine Atmospäre, in der es nicht fern liegt, an Western-typische Sonnenuntergänge zu denken. "Charteroak Foundation" entlässt den Hörer schließlich mit eingängigem Gitarrenriff über einem zunächst immer dichter werdenden und dann wieder nachlassenden Klangspektrum.

"Beacons Of Ancestorship beginnt überdreht und vertrackt, endet aber überraschend eingängig. Dennoch wirken die Songs stellenweise wie eine reine Ansammlung von Sound-Kuriositäten, auf die man sich bewusst einlassen muss.
Liebhaber der Band werden ihre Freude am Erschließen der Platte haben - alle Anderen dürfen gern weiterhin Musik hören, die Gesang und einen Chorus hat.

Kurzbeschreibung

"Beacons of Ancestorship sees the long awaited return of one of American rock's guiding lights." - ClashMusic

Fünf Jahre lang war es still um TORTOISE - nun ist die Band aus Chicago mit ihrem neuen und sechsten Studioalbum zurück. "Beacons Of Ancestorship" nennt sich ihr neues Meisterwerk und alle elf Songs wurden im bandeigenem Soma Studio in Chicago aufgenommen. Unter allen Bands der letzten 20 Jahre ist TORTOISE fast die einzige, für die es keine Metaphern oder Analogien gibt. Ihr Sound klingt einfach nur nach ihnen selbst - nach TORTOISE - und nach keiner anderen Band. Sie waren eine der ersten amerikanischen Indie-Rock-Bands, die Krautrock, Dub, Minimalismus, Techno, Elektro und Jazz in ihre Musik eingearbeitet haben, anstatt auf die damals gängigen Stilrichtungen der Rockmusik zu setzen. Typisch für den Klang der Band ist der oft collagenartige Umgang mit verschiedenen stilistischen Elementen und deren Verfremdung im Studio. Die fast vollständig instrumentale Musik von TORTOISE entzieht sich also aufgrund ihrer vielfältigen Einflüsse einer einfachen Kategorisierung. Auch "Beacons Of Ancestorship" ist da dieses Mal nicht anders, als seine Vorgänger - mit Elementen aus Techno, Punk, Electro, Lo-Fi Noise, Cut-Up Beats, harten Synths und traurigen, elegischen Klageliedern. Und wie man hört funktionieren solche Kompositionen wie "High Class Slim came Floatin`In" einfach: ein acht-minütiger Track mit spielerischen Bezügen aus der Welt des ekstatischen Rave und der Dance Kultur, mit einer seltsam ambivalenten, mehrteiligen Suite Überlagerung mit roboterhaften, nach maschinenklingenden Melodien die zu verschiedenen Zeiten starten und stoppen bevor der Song sich auflöst. Zum neuen Album wird es natürlich eine Welt-Tournee von TORTOISE geben mit Zwischenstopps auch in Deutschland.

Die CD Version wird als eine hochwertige 4 Elementen-Mini-LP Hülle angeboten.


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tortoise, Tortoise, Tortoise ..., 17. Juli 2009
Von 
Tortoise spielen musikalisch seit jeher in ihrer eigenen Liga - nur seit "Beacons of Ancestorship" ist dies nicht mehr nur eine bloße Aussage hinsichtlich der Nicht-Kategorisierbarkeit ihrer Musik, sondern innerster Ausdruck der Musik selbst. (Ich kann für mich nicht nachvollziehen, warum Tortoise das Genre des "Post-Rock" (?) erfunden haben sollen, wenn "Post-Rock" nicht bedeutet: den Kategorien prinzipiell enthoben, was es aber nicht tut.) Sie machen das, was sie bisher gemacht haben, nur noch differenzierter: wird's 'ravig'(!)-elektronisch, dann bitte gleich gescheit und mit pop-trashigen Synths (!)(höre "High Class Slim Came Floatin' In", "Northern Something"); wird's wild und (punk-)rockig, dann aber bitte gleich mit voll-aufgerissener Distortion (höre "Yinxianghechengqi"); wird's rhythmisch komplex, dann bitte "Charteroak Foundation"; wird's jazzig nach Tortois'schen Regeln, dann "Monument Six One Thousand"; auch 'traditionell' geht's, wie man "The Fall Of Seven Diamonds Plus One" anhört und sich dabei an die "TNT"-Ära zurückerinnert etc. Und das alles flockig locker, mit spürbarer Leichtigkeit durchgemischt und noch vieles mehr, das ist "Beacons of ancestorship".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Durchwachsen aber gut!, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Beacons of Ancestorship (Audio CD)
Tortoise-Alben brauchen immer eine gewisse Zeit, bis man sie liebt (außer vielleicht TNT - nach wie vor das beste Tortoise-Album). Aber nach etlichen Rotationen auf dem CD-Teller muss ich sagen, dass dieses Album zu ihren besten gehört. Ich stimme zwar einem Vorredner zu, dass das Album nach hinten hinaus etwas abflacht. Doch dafür sind die ersten Stücke so stark, dass es für mich trotzdem für eine 5-Sterne-Wertung reicht. Allein der Opener grooved wie Hölle und bringt eine so typisch eigenartige tortoisige Bassline, dass es eine Freude ist!

Einer meiner Favoriten ist auch das nur knapp über eine Minute lange "Penumbra": mit einem einfachen technischen Kniff schaffen Tortoise eine metrisch komplexe Tempostruktur, die nach dem Hören nur die Assoziation "Was war denn das?" zurücklässt. Und solche Überraschungsmomente sind in der "populären" Musik leider viel zu selten geworden!
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Oldfield oder doch eher Tangerine Dream?, 25. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Beacons of Ancestorship (Audio CD)
Wer schon länger Musik hört, für den klingt beacons wie eine extremere oder Zerr- Version der experimentelleren Seite von Mike Oldfield, Tangerine Dream und einigen anderen weniger bekannten 70er Bands, wobei die Tiefe zumindest des ersten nicht erreicht wird. Die heute unverzichtbaren, aber eher unverbunden bis unpassend neben den Tracks stehenden drums ändern daran auch nichts, machen das ganze weder neuer noch kreativer. Ein zwei interessante Tracks sind dabei, etwa northern something, prepare your coffin oder charteroak foundation. Kaufempfehlung jedoch nur für hartnäckige Fans.
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