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Fünf Jahre lang war es still um TORTOISE - nun ist die Band aus Chicago mit ihrem neuen und sechsten Studioalbum zurück. "Beacons Of Ancestorship" nennt sich ihr neues Meisterwerk und alle elf Songs wurden im bandeigenem Soma Studio in Chicago aufgenommen. Unter allen Bands der letzten 20 Jahre ist TORTOISE fast die einzige, für die es keine Metaphern oder Analogien gibt. Ihr Sound klingt einfach nur nach ihnen selbst - nach TORTOISE - und nach keiner anderen Band. Sie waren eine der ersten amerikanischen Indie-Rock-Bands, die Krautrock, Dub, Minimalismus, Techno, Elektro und Jazz in ihre Musik eingearbeitet haben, anstatt auf die damals gängigen Stilrichtungen der Rockmusik zu setzen. Typisch für den Klang der Band ist der oft collagenartige Umgang mit verschiedenen stilistischen Elementen und deren Verfremdung im Studio. Die fast vollständig instrumentale Musik von TORTOISE entzieht sich also aufgrund ihrer vielfältigen Einflüsse einer einfachen Kategorisierung. Auch "Beacons Of Ancestorship" ist da dieses Mal nicht anders, als seine Vorgänger - mit Elementen aus Techno, Punk, Electro, Lo-Fi Noise, Cut-Up Beats, harten Synths und traurigen, elegischen Klageliedern. Und wie man hört funktionieren solche Kompositionen wie "High Class Slim came Floatin`In" einfach: ein acht-minütiger Track mit spielerischen Bezügen aus der Welt des ekstatischen Rave und der Dance Kultur, mit einer seltsam ambivalenten, mehrteiligen Suite Überlagerung mit roboterhaften, nach maschinenklingenden Melodien die zu verschiedenen Zeiten starten und stoppen bevor der Song sich auflöst. Zum neuen Album wird es natürlich eine Welt-Tournee von TORTOISE geben mit Zwischenstopps auch in Deutschland.
Die CD Version wird als eine hochwertige 4 Elementen-Mini-LP Hülle angeboten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tortoise, Tortoise, Tortoise ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Beacons of Ancestorship-Ltd [Vinyl LP] (Vinyl)
Tortoise spielen musikalisch seit jeher in ihrer eigenen Liga - nur seit "Beacons of Ancestorship" ist dies nicht mehr nur eine bloße Aussage hinsichtlich der Nicht-Kategorisierbarkeit ihrer Musik, sondern innerster Ausdruck der Musik selbst. (Ich kann für mich nicht nachvollziehen, warum Tortoise das Genre des "Post-Rock" (?) erfunden haben sollen, wenn "Post-Rock" nicht bedeutet: den Kategorien prinzipiell enthoben, was es aber nicht tut.) Sie machen das, was sie bisher gemacht haben, nur noch differenzierter: wird's 'ravig'(!)-elektronisch, dann bitte gleich gescheit und mit pop-trashigen Synths (!)(höre "High Class Slim Came Floatin' In", "Northern Something"); wird's wild und (punk-)rockig, dann aber bitte gleich mit voll-aufgerissener Distortion (höre "Yinxianghechengqi"); wird's rhythmisch komplex, dann bitte "Charteroak Foundation"; wird's jazzig nach Tortois'schen Regeln, dann "Monument Six One Thousand"; auch 'traditionell' geht's, wie man "The Fall Of Seven Diamonds Plus One" anhört und sich dabei an die "TNT"-Ära zurückerinnert etc. Und das alles flockig locker, mit spürbarer Leichtigkeit durchgemischt und noch vieles mehr, das ist "Beacons of ancestorship".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Durchwachsen aber gut!,
Rezension bezieht sich auf: Beacons of Ancestorship (Audio CD)
Tortoise-Alben brauchen immer eine gewisse Zeit, bis man sie liebt (außer vielleicht TNT - nach wie vor das beste Tortoise-Album). Aber nach etlichen Rotationen auf dem CD-Teller muss ich sagen, dass dieses Album zu ihren besten gehört. Ich stimme zwar einem Vorredner zu, dass das Album nach hinten hinaus etwas abflacht. Doch dafür sind die ersten Stücke so stark, dass es für mich trotzdem für eine 5-Sterne-Wertung reicht. Allein der Opener grooved wie Hölle und bringt eine so typisch eigenartige tortoisige Bassline, dass es eine Freude ist!Einer meiner Favoriten ist auch das nur knapp über eine Minute lange "Penumbra": mit einem einfachen technischen Kniff schaffen Tortoise eine metrisch komplexe Tempostruktur, die nach dem Hören nur die Assoziation "Was war denn das?" zurücklässt. Und solche Überraschungsmomente sind in der "populären" Musik leider viel zu selten geworden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Oldfield oder doch eher Tangerine Dream?,
Rezension bezieht sich auf: Beacons of Ancestorship (Audio CD)
Wer schon länger Musik hört, für den klingt beacons wie eine extremere oder Zerr- Version der experimentelleren Seite von Mike Oldfield, Tangerine Dream und einigen anderen weniger bekannten 70er Bands, wobei die Tiefe zumindest des ersten nicht erreicht wird. Die heute unverzichtbaren, aber eher unverbunden bis unpassend neben den Tracks stehenden drums ändern daran auch nichts, machen das ganze weder neuer noch kreativer. Ein zwei interessante Tracks sind dabei, etwa northern something, prepare your coffin oder charteroak foundation. Kaufempfehlung jedoch nur für hartnäckige Fans.
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