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am 21. September 2005
Common, früher Common Sense, hat mit "Like Water For Chocolate" schon einen Klassiker geschaffen, doch viele Fans waren vom meiner Meinung nach großartigen Nachfolger "Electric Circus" enttäuscht, weil er die Genre-Grenzen eingerissen hat und nur noch am Rande mit Hip-Hop zu tun hatte. Mit seinem neuen Werk "Be" besinnt sich Common nun wieder auf seine Wurzeln, genauer gesagt seine Soul-Wurzeln. Jeder Track, jeder Beat enthält konzentrierten Soul, namlich Samples aus Soul-Klassikern und z.B. bei "Real People" auch ein im Studio eingespieltes Saxophon. Und diese Tatsache, dass endlich mal wieder ein Rap-Album echte Instrumente und liebevoll gemachte Beats (bis auf 2 Ausnahmen alles Kanye Wests Arbeit) statt clubtauglichen Synthies enthält, ist neben Commons großartig-relaxtem Flow, den gut ausgewählten Features und den intelligenten und nachdenklichen Texten auch der Grund, wieso dieses Album nicht bloß eines der besten im Jahr 2005, sondern ebenso ein Classic wie etwa Nas' "Illmatic" oder Pacs "All Eyez On Me" ist. Jeder Track versetzt den Zuhörer in eine positive Stimmung, schon angefangen beim Opener "Be", der mit der Bassgitarre zu Beginn eine (im Hip-Hop) für den Hörer einzigartige Stimmung vorruft, nämlich, dass man sich auch auf die Musik, nicht nur auf die Texte konzentriert. Anspieltipps sind "Go!", neben "The Corners" die erste Single, das wundervolle "Faithful", die schönste Liebeserklärung des Jahres "Love Is...", die straighte Hip-Hop-Nummer "The Food" mit Kanye West und "They Say" mit eben genanntem und John Legend. Die nicht genannten Titel sind aber ebenfalls alle ein Muss für jeden wahren Rap-Fan. Das Album ist auf jeden Fall ein Pflichtkauf, nicht nur für Common-Fans, sondern auch für Kanye-West-Fans (wegen seiner Beats und der 4 Features), Soul-Fans und jeden Rap-Hörer, der auch mal anderes als Nelly und 50 Cent hören will. Sie brauchen unbedingt dieses Album, es gehört in jede CD-Sammlung und wird wohl in spätestens 2 Jahren als Classic wie andere große Alben gehandelt werden. Also: Kaufen!
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am 30. Mai 2005
Common - Be
1. Be
Der Titeltrack stellt die Eröffnung dieses Albums. Der 2:40 Minuten Track ist nicht als eigenständiger Song konzipiert, sondern dient als Intro. Common erklärt hier den Titel des Albums. Kurz und knapp in den finalen Sätzen zusammengefasst als "Never looking back, or too far in front of me. The present is a gift, and I just wanna be!"
Den schönen melodischen Beat liefern Kanye West und Jay Dee.
2. Corners (with Kanye West & Last Poets)
In "Corners" wird kurz dargestellt, was "an der Ecke" so passiert. Also das Leben auf der Straße. Das es dabei nicht um einen Wohnblock in Bevery Hills geht, versteht sich bei Rap wohl von selbst. Der gesamplete Beat von Kanye gehört zu den schlechtesten, da etwas langweiligen, des Albums. Auch die Parts von den Lost Poets und Kanye passen irgendwie nicht zu Common. Ein kleiner Bruch im Fluss des Albums.
3. Go
Dieser Song knüpft wieder an "Be" an. Kanye liefert erneut einen sehr schönen Beat. Common reimt über eine Frau. Die Geschichte wird über zwei knappe Strophen erzählt, wodurch verhindert wird, dass der Song langweilig wird.
4. Faithful (with Bilal & John Legend)
Bilal und Common. Diese Kombination kennen wir schon mehrfach von "Electric circus", "Like water for chocolate" und "1st born second". Und so gut wie es dort geklappt hat, so gut harmonieren sie auch hier. Shootingstar John Legend ergänzt Bilal dazu noch sehr gut. Der Song ist der zweite Lovesong.
Der Beat kommt erneut von Kanye. Er passt zwar wieder sehr gut zu Thema und Reimen.
5. Testify
In diesem Fall wird ein Gerichtsfall behandelt. Dabei fällt der Kanye West Beat etwas negativ auf. Der rohe Beat ist durchgehend durchzogen von einem Sample, dass ihm eher schadet als hilft. Der Refrain wird ebenfalls von einem Sample gestellt: "Before you look my love away".
6. Love is
Und nun wenden wir uns wieder der Liebe zu. Es geht einfach darum, verliebt zu sein, und darum, was Liebe alles bedeuten kann. Der harmonische Beat kommt dieses Mal von Jay Dee.
7. Chi City
Track 7 des Albums, und nun wird Common etwas ernster. Inhaltlich gehört dieser Song zu den besten des Albums. Er behandelt das Leben in Chicago, Common's Heimatstadt.
Der Beat von Kayne enthält neben den obligatorischen Samples auch DJ-Elemente, was sehr gut zum Song passt.
8. The food (feat. Kanye West)
Hier geht es um das aufwachsen in den armen Gegenden der Städte, und natürlich damit verbunden um das aufziehen von Kindern unter diesen Bedingungen. Dabei soll gezeigt werden, dass Drogen verkaufen und Verbrechen nicht der einzige Weg aus diesem Leben sind. Inhaltlich erinnert dieser Track wohl am ehesten an die frühen Songs von Common. Kanye, der den Refrain singt, und Common passen stimmlich sehr gut zusammen, und harmonieren sehr gut. Der Beat ist natürlich von Kanye.
9. Real people
"I write freedom songs for the real people". Lyrisch ist dieser Song wohl absolut typisch für Common. Dieser Eindruck wird durch die Jazz-Elemente des Kanye West Beats nur noch verstärkt. Denn Jazz begleitete Common bis zum schwachen "Electric circus" schon immer. Ein sehr guter Track.
10. They say (with Kanye West & John Legend)
Sie sagen... doch sie lügen. Glaub nicht alles, was geredet wird, dürfte hier die Grundaussage sein. Raptechnisch ist dieser Track der Höhepunkt des Albums. John Legend liefert hier den Refrain. Lediglich Kanye enttäuscht (Nach "Corners" zum zweiten Mal) am Mic. Allerdings kann er dies mit dem Beat wieder ausgleichen. Denn dieser, mit schönem Klavier-Sample, überzeugt.
11. It's your world (Pop's Reprise)(with Bilal)
Beendet wird das Album mit einem weiteren Jay Dee Beat, und einem weiteren Bilal Refrain. Mit Pop's Reprise ist das gesprochene Outro des Tracks und des Albums gemeint. Dieses wird lediglich durch ein Klavier und Bongos untermalt. Ein sehr schöner Abschluss des Albums.
Gesamt:
Common ist also zurück. Und dieses "Zurück" kann gleich doppelt verstanden werden. Drei Jahre ist es her, dass "Electric circus" erschienen ist. Somit wurde es höchste Zeit für neues Material. Aber zugleich ist dieses Album eine Rückkehr zum alten Common. Dem Common vor dem enttäuschenden "Electric circus".
Erinnern wir uns kurz zurück: Mitte/Ende der Neunziger war Common der Rapper, der gemeinsam mit den beiden Rawkus Vorzeigerappern Mos Def und Talib Kweli, sowie den Roots den Begriff "Conscious MC" prägte. Die Alben "One day it'll all make sense" und "Like water for chocolate" werden heute zurecht als Hip-Hop Klassiker angesehen.
Dann kam 2002 das Album "Electric circus". Conscious war da nicht mehr viel, und auch die Beats passten irgendwie so gar nicht zu Common. Was folgte war eine kreative Pause. Teilweise erzwungen durch Label-Probleme. Kurzfristig war er bei seiner Suche nach einem neuen Zuhause fast bei Jay-Z's Roccafella Records gelandet, was dem Common-Fan einen argen Schrecken einjagte. Als dann offiziell wurde, dass Common bei Kanye West's Label unterschrieben hatte, war der Schrecken dann vielleicht noch größer. Common auf Beats von Kanye? Kann das gut gehen? In einer Zeit, in der Kanye einen Chart-tauglichen Beat nach dem anderen auf den Markt warf? Das passte irgendwie so gar nicht zu Common, oder?
Jetzt können wir diese Frage beantworten. Und zur Beruhigung von allen Common-Fans: Es passt sogar sehr gut.
Common und Kanye haben hier ein in sich harmonisches und abgeschlossenes Album geschaffen. Es umfasst "nur" 11 Songs. Für heutige Maßstäbe ist das nicht viel. Aber in diesem Fall ist das genau richtig. Denn hier hat jeder Track eine Bedeutung. Jeder Track ist ein Teil des Ganzen, und jeder Track hat seinen festen Platz in diesem Gesamtwerk. Würde man einen Track streichen, oder einen anderen dazwischen schieben, würde die Innere Harmonie des Albums verzerrt werden.
Das Album beginnt mit einer positiven Einstellung. Lebensfreude und die Liebe werden behandelt, und mit schönen melodischen Beats untermalt. In der zweiten Hälfte werden dann die ernsteren Themen behandelt. Musikalisch kommt es dabei nicht zum Stilbruch. Kanye schafft es sehr gut, mit seinen Beats einen Fluss in das Album zu bringen. Stilistisch sind es die typischen intelligenten, nachdenklichen und leicht politischen Texte, die Common eben auch schon in den Neunzigern auszeichneten.
So macht das Album Freude, doch bleibt dabei auf einem hohen und anspruchsvollen Niveau. Musikalisch ist es zwar deutlich Massenkompatibler als die alten Common Alben, aber dabei rutscht es an keinem Punkt in den Mainstream ab. Und dies ist Kanye mit Sicherheit zu Gute zu halten. Überhaupt liefert Kanye West hier Produktionen einer Klasse ab, wie er sie seit seinen ROC-Tagen nicht mehr erreicht hat.
Common ist also wieder da, und er ist so gut wie früher.
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am 25. Juli 2005
In Zeiten, in denen man von Gangstarap und den entsprechenden Videos (sofern denn noch Videos auf den Musiksendern zu sehen sind...) zugebombt wird, tut es so gut, ein Album von so einem MC auf den Ohren zu haben.

Zum Glück zeigt Common, dass HipHop so viel mehr zu bieten hat als schnödes Rumgepose...
Nach seinen sehr experimentellen Album "Electric Circus" hat nun auch Common seine alten Stärken wiederentdeckt und schließt mit diesem Album nahtlos an seine alten Stärken an. Natürlich kommen ihm hier die sehr entspannten Beats von Kanye West zu Gute.
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am 15. September 2006
Common kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Nach "Electric Circus", einer musikalischen Achterbahnfahrt, besinnt sich Common wieder auf das, was ihn ausmacht: Straigher Consciousness-Rap, wie wir ihn von früher gewohnt sind. Damit ist ihm mit "Be" zwar keine Weiterentwicklung gelungen, dennoch handelt es sich hier sicher um eines der Highlights des Jahres. Für die Produktion zeichnet sich Kanye West aus, der Common damit die perfekte Basis liefert.

"Be" ist zwar mit 11 Tracks und ca. 40 Minuten Spielzeit relativ kurz ausgefallen, jedoch überzeugt es (vielleicht gerade deswegen) durch die kompakte und homogene Atmosphäre, die dieses Album verbreitet. Besonders der Live-Track mit "Food" beweist, dass Common auch auf Bühnen ein Ohrenschmauss ist.
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am 16. August 2005
Die neue Scheibe "Be" von Common bestätigt mich in meiner These, dass es für ein Hip Hop Album das Beste ist, wenn so wenig Produzenten wie möglich daran mitwirken. Bei "Be" war das hauptsächlich Kanye West, bei zwei Tracks war Dilla an den Reglern. Allein aus diesen Namen kann man schon ablesen, was einen erwartet. Soulige, smoothe Beats auf durchgängig hohem Niveau ziehen sich wie ein roter Faden durch das komplette Album. Das mag vielleicht nicht das Innovativste sein, wie ein anderer hier schreibt, aber viele stehen nun mal genau auf diesen Sound. Und leider gibt es nicht mehr viele die dies so gekonnt hinbekommen.
Also, vor dem Kauf einfach überlegen: Wollt ihr Bounce-Tracks für den Club? Finger weg! Wollt ihr "innovative" Beats? Finger weg! Wollt ihr Gangsta-Lyrics? Finger weg!
Wer aber auf soulige Beats und durchgehend gute Rap-Lyrik steht, der sollte unbedingt zugreifen.
Einziger Wermutstropfen ist für mich die kurze Spieldauer von einer knappen Dreiviertelstunde. Mehr wäre wünschenswert, aber dafür gibt es dann auch kein Füllmaterial, so dass ich noch mal ein Auge zudrücke und gerne 5 Sterne vergebe!
PS: Bin auch schon auf das neue Kanye West Album gespannt. Hoffentlich wird es auch so "uninnovativ".
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am 4. September 2008
In Zeiten, in denen es im Rap fast nur noch darauf ankommt wie viel Geld und Frauen man hat oder wer der größere Gangster ist, ist es immer mal wieder schön etwas Bodenständiges, Ehrliches und Reales zu hören. Am Besten sieht man sich hierzu in der Conscious-Szene um, in der sich mit Common aus Chicago ein wahrer Meister seines Fachs befindet. Seine ersten Major-Alben waren nicht unbedingt mein Fall, doch als er zu Kanye West's Label GOOD Music wechselte war doch recht gespannt und auch voller Zuversicht. Sich das Album "Be" zuzulegen war definitiv kein Fehler, im Gegenteil. Mit Kanye hat Common genau den Producer, der wie für ihn geschaffen ist, denn seine melodischen und souligen Beats unterstreichen wunderbar die intelligenten Rhymes. Neben Kanye West steuerte auch J Dilla (R.I.P.) noch zwei Instrumentals bei, für die das Selbe gilt.
Schon der Introsong "Be" macht verdammt viel Freude auf das folgende Album. Dieser beginnt mit einer chilligen und einfach wunderbaren jazzigen Melodie, die schon ordentlich groovt, wenn Common zu rappen anfängt dann zum echten Ohrenschmaus wird. Auf "The Corner" wird Common von Kanye West und The Last Poets lyrisch unterstützt. Der Beat ist recht schlicht und hat einen gewissen Old School Touch, kommt daher nicht wirklich spektakulär rüber, aber passt gut zu Common's Flow, leider wirken seine Gäste hier eher Fehl am Platz, weshalb man den Track zu den schwächeren zählen kann. "Go" hingegen besticht wieder mit alten Tugenden. Das Instrumental ist eher ruhig, dennoch wunderbar und angenehm anzuhören und bekommt durch die Scratches seinen letzten Schliff. Common hier zuzuhören macht wieder einmal richtig Spaß, doch auch die Backgroundgesänge von John Mayer und Kanye fügen sich gut mit ein. Eines meiner Highlights findet man mit "Testify". Der tiefe Bass , die Snares, die Drum und das Klavier erzeugen tolle Klänge und eine schöne daraus resultierende Atmosphäre. Common rappt dazu mal etwas bissiger, was er auch echt gut drauf hat, doch besonders der inbrünstig gesungene Refrain hat es mir hier richtig angetan. Etwas flotter und auch wieder ein musikalischer Traum wäre "Chi-City", eine Hommage an die Heimatstadt, für die sich die beiden Chicagoer Common und Kanye West selbst übertroffen haben. Durch ein Trompetenspiel, das mit Scratches, Schlagzeug und ein paar Funk-Elementen gekreuzt wurde, entsteht ein unglaublich gutes Instrumental, was von einem Routinier wie Common natürlich ausgenutzt wird, doch auch Kanye's Gesang am Ende ist eine echte Wucht . "The Food" hat einen etwas dunkleren Klang, was auf den doch eher ernsten Inhalt mit dem Struggle der Straßen zu tun hat. Es wirkt jedoch nicht bedrückend, sondern eher positiv emotional. Klingt komisch, ist aber so. Das ist eben mehr als nur Musik, es ist echte Kunst. Wieder die etwas jazzige Richtung schlägt "Real People" ein. Ein enormes Aufgebot an akustischen Instrumenten sorgt für schöne Grooves und tolle Vibes, wozu Common's smoothe Stimme natürlich grandios passt. Man könnte fast meinen dieser Song entstamme Guru's "Jazzmatazz" Reihe. "They Say" versprüht nicht nur durch den Auftritt von John Legend einen souligen Flavor, man spürt einfach in jeder Sekunde der Laufzeit dass Common, Kanye und John hier ihre volle Leidenschaft hinein gesteckt haben. Den Abschluss von "Be" macht die J Dilla-Produktion "It's Your World". Auch dieser Track ist eher von der entspannten Sorte, bekommt aber durch Common's Verse und den schönen Gesang von Bilal und Lonnie Lynn im Chorus seine gewisse Dynamik und Emotion, sodass man sich wünscht, dass dieses Album noch ewig weitergeht, doch leider, leider schon endet.
In "Be" steckt wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde Kreativität, Seele und Liebe zur Musik. Egal ob Common's wie immer mehr als gelungene Texte oder die traumhaften Instrumentals von Kanye West und J Dilla, alles passt hier einfach perfekt und lässt ein smoothes und intelligentes Album entstehen, das man sich am Besten anhört, wenn man mal vom üblichen Chart Hip Hop abschalten will und einfach mal wieder was für Herz und Hirn braucht. Ein Werk wie dieses sollte eigentlich in jeder Rap-Sammlung zu finden sein, ist es jedoch leider nicht. Ich hoffe diese Rezension trägt dazu bei, dies zu ändern.
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am 25. September 2009
Nicht selten wird gesagt, Hip-Hop sei tot und seit Ende der 90er würde nichts besonderes mehr herauskommen...wie sehr man sich doch irren kann, denn 2005 war beispielsweise ein sehr starkes Jahr was denn Hip Hop angeht. Schuld daran trägt u. a. Common, der mit "Be" ein musikalisches Feuerwerk abliefert. Wer Commons frühere Werke liebt, der wird mit dieser CD einen neuen Stil entdecken und diesen auch akzeptieren müssen. Dass Common sich stets weiterentwickelt und gerne experimentiert, wissen die Fans spätestens seit "Electric Circus", dem Vorgänger zu "Be". Der Hauptgrund, weswegen dieses Album neuartig und auch einzigartig ist, ist der Produzent Kanye West. Man kann ihn mögen oder nicht (ich finde ihn schon ziemlich eingebildet und arrogant), man kann sagen, dass seine Stärken im rappen begrenzt sind, aber wenn er will, kann er meisterliche Produktionen abliefern, wie eben im vorliegenden Album. Und seine Produktionen sind so beeindruckend, dass man durchaus verstehen kann, dass Herr West von nicht wenigen als Ausnahme-Produzent und Beatbastler bezeichnet wird. Und kaum einer passt so gut zu seiner Musik wie eben Common (besser als z. B. ein Jay-Z, aber das ist Geschmacksache), der mit seiner angenehmen Stimme und ruhigen Art genau der richtige für diese schöne und innovative Musik ist.
Das Album ist nicht gerade das längste mit seinen 11 Stücken und knapp 43 Minuten, aber das soll überhaupt nichts heissen (erinnert ein bisschen an "Illmatic"). Jeder dieser 11 Tracks hat seine eigene Besonderheit und Stärke, vermitteln tun sie aber alle dasselbe, nämlich die Liebe zur Musik, wie Common selbst auch immer predigt. Die Songs sind jazzig, funkig und relaxt, oder, um es kurz und einfach auszudrücken, einfach schön. Hip Hop in dieser besonderen Form habe ich vorher noch nie zu hören bekommen und deswegen hat diese CD auch einen Klassikerstatus verdient. Begründet ist der Klassikerstatus auch dafür, dass die Musik wirklich zeitlos ist, sie hätte auch Anfang der 90er herauskommen können und wird wohl auch noch in der Zukunft viele Hörer glücklich machen.
Meine persönlichen Lieblingstracks auf dem Album sind "Love is...", welches in der Mitte der CD erscheint und, wenn man so will, das Herz von "Be" darstellt, denn kein anderes Lied aus dem Album vermittelt das Gefühl und die zentrale Aussage so genau wie eben dieser fantastische Song, dann das ebenfalls großartige "Chi-City", dass bei mir so eingeprägt ist, dass, wenn ich an Chicago denke, sofort die traumhafte Musik von diesem traumhaften Song in meinem Kopf aufkommt, und "It's Your World", ein Track, der mit einem königlichen Beat unterlegt wurde und einen passenden Abgang dieses großartigen Album abgibt.
Commons "Be" hat für mich ohne Frage seinen Platz in der Hip-Hop Geschichte gefunden und jeder, der gute Musik hören möchte, ob Hip Hop-Fan oder nicht, sollte unbedingt sich diese CD zulegen (zumal sie momentan auch für wenig Geld zu bekommen ist!).
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am 24. März 2006
Zurückblickend lässt sich wohl sagen:2005 war meiner Meinung nach nicht gerade ein berauschendes Jahr, was gute Alben-Releases angeht.Richtig überzeugend fand ich eigentlich nur Game's "Documentary" und vielleicht noch "Late Registration". Derjenige, welcher für letzteres verantwortlich ist, nämlich Mr. Kanye West, zeichnet sich hier für 9 der 11 (großartigen) Beats aus - und trägt somit erheblichen Anteil am Gelingen dieses absoluten Meisterwerks. Die zwei übrigen wurden vom kürzlich leider verstorbenen Dilla beigesteuert, nämlich "Love is" und "It's your World". Insgesamt ist das Album sehr soulig und melodiös gehalten -wie bei diesen beiden Producern auch nicht anders zu erwarten war - produktionstechnisch vielleicht das Beste, was seit Jahren releast wurde. Zwar besitze ich das Album noch nicht sehr lange, ich denke aber dass es bereits jetzt zu meinen absoluten Lieblingsalben zählt - ist wahrscheinlich sogar das einzige, wo mir ausnahmslos jeder Track hervorragend gefällt! Zwar liest man hier bei jeder zweiten Rezension zu jedem 08/15-Album, dass man es angeblich ohne zu skippen komplett durchhören könne - aber mal ernsthaft: Das trifft hier wirlich zu - das Album ist wie aus einem Guss, verbreitet eine sehr positive Stimmung, wobei die Atmosphäre ab und an auf ihre ganz spezielle Weise auch ins Melancholische abfällt ("The Corner" oder "Testify" beispielsweise).
Über Common's Skills, Flow und vor allem Lyrics braucht man, denke ich, keine Wort mehr zu verlieren - definitiv einer der besten MCs und Lyricist da draußen, seine Raps sind immer perfekt zu verstehen, er lässt meiner Meinung nach auch Kweli oder Mos Def weit hinter sich.
Besonders angetan hat es mir "Chi City", wo er mit dem heutigen Rap-Buiz aufräumt:
"The game need a makeover
My man retired, I'ma "Takeover"
Tell these halftime niggas, "Break's over"
I'm raw hustlas getcha bakin' soda
Too many rape the culture
Leave rappers with careers and their faith over
It's a war goin' on, you can't fake bein' a soldier"
Oder besonders gelungen:
" black figure, in the middle of chaos and gun fire
So many raps about rims, I'm surprised niggas ain't become tires"
Ich denke diese zwei Textstellen sagen schon mal alles über die lyrischen Fähigkeiten, die er hier wieder an den Tag legt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Geniale Raps, geniale Lyrics und die besten Kanye-Beats die von ihm auf einem Album zu finden sind - ohne Zweifel das Album des Jahres, aber nicht nur das: Für mich schon jetzt ein moderner Klassiker, eins der besten Alben der letzten zehn Jahre! Be!
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am 20. März 2006
"Be" ist der Titel von Common's nächstem Album, das nur 11 Tracks umfasst, aber trotz oder viel mehr gerade deshalb für mich jetzt schon ein Klassiker ist. Common's sonore Stimme untermalt seine aussagekräftigen und gut gereimten Verse dabei perfekt, doch ich will nicht verschweigen, dass neben Common ein weiterer Mann nicht unwesentlich an diesem Meisterwerk beteiligt ist: Kanye West.
Normalerweise würde man ja denken, dass die Beats zwar wichtig, aber im Vergleich zu den Texten im Hip Hop eher nebensächlich sind. Aber hier sind sie es, die den Unterschied zwischen einem sehr gutem Album und einem Klassiker machen. Kanye West versteht es perfekt, Common's Messages homogen, harmonisch und mit warmen Tönen zu unterstreichen und "Be" damit zu einem echten Kunstwerk werden zu lassen. Selten war Rap so atmosphärisch und stilvoll. Beeindruckend ist auch die positive, ausgeglichene Grundstimmung, die dieses Album verbreitet. Nur 11 Tracks, aber dafür ist auch kein Lückenfüller dabei, sondern ausschließlich Songs, die sich in ihrer fokussierten Gesamtheit zu einem Stück Rapgeschichte zusammenfügen.
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am 3. Juni 2013
Common...immer wieder ein Genuss aller Hip-Hop-Fans. Smoothe Beats und inhaltlich geniale Texte, wenig Moll-lastig. Perfekt sowohl für einen ausgeglichenen Start in den Tag, als auch für chillige Abende. Nebenbei auch ein guter Schauspieler und echter Sympathisant. Müsst ihr haben!
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