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Bayreuth 1

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Witt Audio CD
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Incl.: Die Flut, Ich Lauf !

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Als Joachim Witts erstes Album seit fünf Jahren, Bayreuth I, beinahe zeitgleich mit Rammsteins Zweitwerk Sehnsucht im Frühjahr '98 auf den Markt kam und ein grandioser Überraschungserfolg wurde, warfen die Medien die beiden Projekte kurzerhand in einen großen Topf, prägten dafür den Begriff Neue Deutsche Härte und faselten was von faschistischer Ästhetik und Nationalgefühl. Was zumindest im Falle von Witt völliger Humbug ist, alleine künstlerisch: sollte Sehnsucht der Manta unter einheimischen Hardcore-Platten sein, so ist Bayreuth I deren Jaguar XS. Denn Rammstein wie Witt berufen sich in ihren Stücken auf Industrial, Electro und Mystik, textlich dreht sich alles um bedeutungsschwangere Romantik, wüsten Sex und Todessehnsucht. Doch während die Rammstein-Beats einfach nur wild knallen, sind sie bei Witt der Herzschlag einer sensiblen, deformierten Seele. Und die gehört bei dem 1949 geborenen Hamburger nun wirklich nicht ins rechte Polit-Spektrum. Witt ist vielmehr ein Dada-Original, der seit Beginn seiner über 20jährigen Musikerkarriere rhythmisch stets auf der Höhe der Zeit war und textlich ein provokanter Wortakrobat, der mit einer Handvoll Verben die schmale Gratwanderung zwischen Ironie, Sehnsucht, Exzess und den sogenannten großen Gefühlen des Lebens kongenial meisterte. Mit Bayreuth I war der König des Neo-Romantischen jedenfalls definitiv am Gipfel seines Schaffens angekommen. Das Publikum dankte es ihm und kaufte -- überraschend genug und wohlverdient. --Michael Fuchs-Gamböck

Rezension

Diabolisch gerrolltes R, düster dräuende Klanggewitter - rotiert nicht zufällig Rammstein im Player? Irrtum: Joachim Witt, der "Goldene Reiter" der NDW, steigt nach langer Pause wieder in den Sattel. Gen "Bayreuth" geht der Ritt, mit wuchtigen Drum & Bass- und Industrial-Ryhthmen und kryptischen Texten. Aber ist dieser Trip zwischen Gothic-Wave und Wagner-Kitsch nicht bloß ein bizarrer Maskenball? Doch Witt hütete sich, seine fraglos imposanten Songs ("Die Flut", "Wintermärz") gänzlich der Ironie preiszugeben - was die Sache nicht leichter macht.

© Stereoplay -- Stereoplay

Nach den MCDs »Das Geht Tief« und »Die Flut« liegt nun also JOACHIM WITTs erste Veröffentlichung nach fünf Jahren vor, und was meinereiner besonders ob der erstgenannten MCD vermutete, ist Wahrheit geworden: Die Ikone des intelligenten Teils der NDW hat ihre Wortakrobatik heuer gänzlich in jene Industrial-Metal-Electro-Mixtur gepackt, die man gerne als »Neue Deutsche Härte« bezeichnet, und dürfte damit wohl endlich wieder eine richtig breite Öffentlichkeit erreichen. Daß dabei Überbetonung, rollende Rs und vor allem teutonische Stringenz zum Tragen kommen, dazu mag sich jeder seine eigene Meinung bilden. Unbestritten ist jedoch die Tatsache, daß »Bayreuth I« ihre bemühte Bedeutungsschwere nicht aus Klischeeabfalleimern zusammenklaubt, sondern mit Hintergründigkeit in den Emotionen ihres Protagonisten wühlt und sich dadurch von den Produktionen ähnlicher Färbung weit entfernt. JOACHIM WITT scheint für sich genau den richtigen musikalischen Ausdruck gefunden zu haben, und deshalb ist es auch müßig, über Trends und anvisierte Auditorien zu sinnieren.

Ralf Jesek / © Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de -- INTRO

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