"Der Superaufreißer" klingt nach zotenhafter, platter Comedy und zeigt wieder einmal, wie irreführend und schlecht deutsche Titel sein können. Denn es wäre schade, wenn man sich deswegen von dem Film fernhalten würde.
Dieser Film ist originell und bietet viel mehr als die meisten Romantic Comedys nach 08/15-Muster.
Der Plot: Es gibt viele Filme, in der die weibliche Hauptrolle kurz davor ist, den Falschen zu heiraten. "Ein netter Kerl, aber nicht der Richtige. Alle wissen, dass es nicht der Richtige ist, nur der Betreffende selbst nicht". Kurz vor der Hochzeit kommt noch der Held des Films und bewahrt die Braut vor dem schlimmsten Fehler ihres Lebens. Derjenige, der kurz vor der Hochzeit den Kürzeren zieht, wird "Baxter" genannt. Dazu verdammt, der Verlierer zu sein. Und dieser Film befasst sich einmal mit dem Leben und dem Schicksal eines solchen armen Kerls, der alles daransetzt, seine große Liebe zu heiraten - und dabei völlig aus den Augen verliert, wer wirklich für ihn bestimmt ist.
Die nahezu niedliche Unbeholfenheit, die dieser "Baxter" Elliot (Michael Showalter, der auch Regie geführt hat) an den Tag legt, bietet viel Slapstick, viel Wortwitz und eine schräge Handlung. Wer Platitüden oder Fäkalwitze sucht, ist mit diesem Film falsch bedient. "Baxter" ist der etwas andere Liebesfilm, der aber ebenso viel Potenzial zum Lachen und Seufzen bietet. Ein Geheimtipp!