Kurzbeschreibung
Bergkönigin
Nach dem Ersten Weltkrieg benötigte die Preußische Staatsbahn eine schwere Tenderlok für den Personen- und Güterverkehr im Mittelgebirge. Die Firma Borsig lieferte 1922 die ersten Exemplare der als T 20 bezeichneten Type. Die 1´E1´-Maschinen sorgten ob ihrer Zugkraft in der Fachwelt für Aufsehen. Bis 1924 stellte die Reichsbahn 45 Maschinen in Dienst, die ab 1925 als BR 95 bezeichnet wurden. Auf den Steilstrecken des Thüringer Waldes, im Frankenwald und auf der Geislinger Steige zeigte die respektvoll als "Bergkönigin" bezeichnete T 20, was sie konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieben 14 Loks bei der Deutschen Bundesbahn, die die Maschinen 1958 ausmusterte. Die Deutsche Reichsbahn setzte die BR 95, nun mit Ölhauptfeuerung, bis 1981 ein. Fünf Maschinen blieben als Museumsloks bis heute erhalten.
Über den Autor
Ulrich Walluhn, Jahrgang 1959, ist von Beruf EDV-Techniker. Seit Kindertagen interessiert er sich für die Eisenbahn, vor allem für Dampfloks. Bekannt wurde er durch Veröffentlichungen in verschiedenen Fachzeitschriften.