WASCHERGEBNIS: Am Waschergebnis gibt es nichts auszusetzen. Es sind alle gängigen Waschprogramme vorhanden. Für Allergiker und gegen Waschmittelrückstände bietet die Maschiene eine "Extra Spülen"-Taste. Die geringe Restfeuchte durch das Schleudern mit 1400 UpM ist ein echter Gewinn. 5 kg Zuladung sind für den kleinen Haushalt völlig ausreichend, zumal auch bei größeren Trommeln je nach Waschprogramm die maximale Zuladung deutlich geringer ist.
BEDIENUNG: Die Tür läßt sich geschmeidig öffnen und schließen, die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt, der Drehregler macht einen wertigen Eindruck; Allein das Herausziehen der Waschmittelschublade erfordert etwas Geschick. Zum Waschen braucht man nur den Programmwähler drehen und den Startknopf zu drücken. Komplizierte Menus oder nervige Raumschiff-Enterprise-Beschallung sucht man hier vergeblich.
VERBRAUCH: Die Verbrauchswerte sind auf der Höhe der Zeit und ergeben z.B. für einen Single hochgerecht auf 10 Jahre folgende Verbrauchskosten:
10 Jahre x 50 Maschinen / Jahr x 50 Liter / Maschine x 3 Euro / Kubikmeter
= 25 Kubikmter x 3 Euro / Kubikmeter = 75 Euro für Wasser.
10 Jahre x 50 Maschinen / Jahr x 1 kWh / Maschine x 30 ct / kWh
= 500 kWh x 30 ct / kWh = 150 Euro für Strom.
Daran erkennt man, dass ein 10- oder 20-Prozent geringerer Verbrauch zumindest für Wenignutzer kein Argument für eine wesentlich teurere Maschine darstellt.
AQUASTOP: Die Maschine besitzt kein Aquastop - zumindest im Gemeinschaftswaschkeller eher ein Vorteil. Wenn man die Maschine nicht benutzt, kann man sie ausstecken. Und das Wasser kann man in dieser Zeit zur Sicherheit einfach abdrehen. Wenn die Maschine vom Nachbarn ausläuft, dann muss man auch keinen Techniker rufen, der den Aquastop der eigenen Maschien deaktiviert.
VERARBEITUNG: Das Gerät besitzt eine Edelstahltrommel mit Kunstoffrippen. Dies hat zwar den Vorteil, dass man durch Entfernen einer solchen Rippe ggf. die berühmte verlorne Socke wieder aus dem Bottich bekommt. Es ist allerdings fraglich, wie lange die Rippen den hohen Kräften beim Schleudern standhalten. Dämmatten sind keine vorhanden, weshalb die Maschine vielleicht ein bisschen lauter als andere Geräte ist. Andereseits könnte man diese bei Bedarf ohne großen Aufwand selbst nachrüsten. Das entfernen der Transportsicherungen ist etwas fummelig. Im Vergleich zu anderen Maschinen aus dieser Preisklasse macht dieses Gerät dennoch einen sehr soliden Eindruck. Serviceklappe und Rückwand lassen sich mit gewöhnlichen Sechskantschraubern einfach entfernen, was angenehm bei etwaigem Reparaturbedarf ist. Aufgrund der Popularität dieser Baureihe, kann man hoffen ggf. günstig an Ersatzteile zu kommen.
PREIS: Da sich die Lebensdauer einer Maschine nicht vorhersagen läßt, kann man das Ausfallrisiko eigentlich nur über den Preis minimieren. Ein Techniker verlang ja nur fürs Schauen schon fast 100 Euro. Je nach Reparatur kommen dann nochmal 50 bis 300 Euro dazu. Wer also nicht in 20 Jahren wie zu Omas Zeiten waschen will, oder eben Mal 1000,- oder 1500,- Euro ausgeben will, damit sich eine Reparatur auch wirklich lohnt, der kann mit dieser Maschine eigentlich nicht viel falsch machen. Schlimmstenfalls muss man sich in 5 Jahren wieder eine neue Maschine kaufen. Sollte sie aber 10 Jahre oder mehr halten, dann fährt man wirklich extrem günstig.
FAZIT: Wer auf Design und Image einer Miele- oder Siemens-Maschine verzichten kann, bekommt mit der Bauknecht WA Care 34 für einen Bruchteil des Preises ein ordentliches Produkt, das allen Anforderungen von Wenignutzern mit Waschkeller gewachsen ist.