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Bauhaus-Frauen - Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design
 
 
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Bauhaus-Frauen - Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design [Gebundene Ausgabe]

Ulrike Müller
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag GmbH; Auflage: 1 (24. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938045361
  • ISBN-13: 978-3938045367
  • Größe und/oder Gewicht: 27,6 x 21,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.878 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrike Müller
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Nur wenige sind bekannt, darum ist das ein richtig wichtiges Buch, mehr über das Bauhaus und mehr über die weibliche künstlerische Kraft an und in ihm zu erfahren. (weltexpress.info (05.01.2011))

Kurzbeschreibung

Das 1919 gegründete Staatliche Bauhaus ein Anziehungspunkt für junge, unkonventionelle Frauen! Architektinnen, Bildhauerinnen, Keramikerinnen, Möbelgestalterinnen wollten sie werden, später auch Fotografinnen. Versprochen hatte der Gründer Walter Gropius »absolute Gleichberechtigung«, schickte die Studentinnen aber zunächst nur in die Textilwerkstätten. Doch Weben reichte ihnen nicht, auch wenn sie es mit Leidenschaft taten. Gegen den Widerstand einiger Bauhausmeister brachen sie in die Domänen ihrer männlichen Kommilitonen ein und schufen auch hier Herausragendes. Ihre Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, dass modernes Bauhaus-Design im 20. Jahrhundert die Welt eroberte. Ulrike Müller würdigt mit diesem Buch erstmals die Leistung der Frauen am Bauhaus in allen gestalterischen Bereichen und stellt in ihren Porträts Leben und Schaffen von 20 Studentinnen, Lehrerinnen und Meisterinnen vor.

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Einleitungssatz
Die Geschichte der Malerei, Bildhauerei, Architektur und Fotografie, des Kunsthandwerks und Designs im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ist auch die Geschichte weiblicher Aufbruche in der Kunst. Lesen Sie die erste Seite
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Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Stichwortverzeichnis | Rückseite
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Buch von Ulrike Müller ist eine weitere wichtige Veröffentlichung des Elisabeth Sandmann Verlags mit dem Ziel, bislang eher unbekannt gebliebene Frauen und ihr künstlerisches Werk ans Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und ihnen damit den ihnen zukommenden Stellenwert und die entsprechende Würdigung zu geben.

Ging es in dem ebenfalls 2009 erschienenen Buch von Katja Behling um die "Malweiber" um 1900, einer Gruppe von lange verkannten Künstlerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in ihrer Gesamtheit künstlerisch und gesellschaftlich bedeutende Durchbrüche erzielt haben, aber dennoch von der Kunstgeschichte über eine lange Zeit verkannt und übersehen wurden, befasst sich Ulrike Müller mit den Frauen, die etwa 20 bis 30 Jahre später nach der Gründung des Staatlichen Bauhauses in dessen verschiedene Werkstätten strömten, sich um die Aufnahme einer Ausbildung dort bewarben und von den Bauhaus-Männern, insbesondere von Gropius, sehr argwöhnisch beäugt wurden. Dieser befürchtete nämlich, dass seine Schule mit weiblichem Kunsthandwerk in Verbindung gebracht werden könnte, und versuchte die Frauen in die Weberei abzuschieben.
"Ihr Eindringen in andere Bereiche setzte ein großes Selbstbewusstsein voraus, zudem mussten sie in ihrer Arbeit besser sein als ihre männlichen Kollegen", beschreibt Ulrike Müller eine Situation, die Frauen auch heute noch so erleben.

Und so gerieten die unzähligen Werke dieser Bauhaus -Frauen, Weberinnen, Keramikerinnen, Bühnenbildnerinnen, Architektinnen, Fotografinnen, Möbel- und Metalldesignerinnen in Vergessenheit, Werke von einer außergewöhnlich große künstlerischen Kraft und Qualität.

Ulrike Müller und der Sandmann Verlag haben sie aus der Versenkung hervorgeholt, und sie an den Platz gestellt, der ihnen gebührt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius ins Leben gerufen. Sein Ziel war es, Kunst und Handwerk sinnvoll zu verbinden. Ulrike Schüler stellt in ihrem Buch unter Mitarbeit von Ingrid Radewaldt und Sandra Kemker die damaligen Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design vor. Anhand zahlreicher Fotos hat man Gelegenheit, auch einen visuellen Eindruck von den Damen und ihrem kunsthandwerklichen Schaffen zu erhalten.

Im Staatlichen Bauhaus gab es 1919 im ersten Semester mehr weibliche als männliche Studenten und im Rückblick kann konstatiert werden, dass das Bauhaus einen wesentlichen Teil seines innovatorischen Potenzials Frauen zu verdanken hat. Im Buch lernt man Pädagoginnen, Gestalterinnen und Künstlerinnen kennen, die am Bauhaus studierten, lehrten oder als Ehefrau der Baumeister ein eigenständiges Profil entwickelten, aber auch die Ideen und Werke des Bauhaus der Welt zugänglich machten.

Wie man bereits der Einleitung entnehmen kann, hatte sich die künstlerische Avantgarde aus der Opposition gegen das frostige, zugeknöpfte, autoritäre Klima im deutschen Kaiserreich zu Beginn des 20. Jahrhundert entwickelt. Angestrebt wurde die Reform des gesamten Lebens, konkret Echtheit, Einfachheit, Natürlichkeit und Ganzheit. Gerüttelt wurde an der Prüderie, den Konventionen, der bürokratischen Ordnung und den Klassenschranken des Kaiserreichs und die Frauen, die ein Teil dieser jungen Wilden waren, entdeckten die Sinnlichkeit ihres Körpers sowie die Lust an Selbstinszenierung, aber auch an Selbstdarstellung, (vgl.: S.7).

Man liest, dass noch im 19. Jahrhundert die Frauen in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen keinen Zugang zu Kunstakademien hatten und die Großherzogliche-Sächsische Kunsthochschule in Weimar zu den wenigen Akademien zählte, an denen bereits vor der Gründung der Weimarer Republik weibliche Studierende aufgenommen wurden. Die Mehrzahl der Bauhausfrauen, auch Ausnahmekünstlerinnen wie Gunta Stölzl, stellten allerdings das traditionelle Frauenbild nicht in Frage, gleichwohl widersprachen sie ihm durch ihr konkretes Handeln, (vgl: S.10).

Das Buch befasst sich zunächst mit den Lehrerinnen und studierenden der ersten Stunde und hier speziell mit Gertrud Grunow, Helene Börner, die einzige Bauhausmeisterin, wie auch Ida Kerkovius und lernt Arbeiten der Damen kennen. Thematisiert werden in der Folge die Künstlerinnen der Weberei und hier allen voran Gunta Stölzl, die Keramikerinnen, Mehrfachbegabte in Malerei, Grafik, Bildhauerei und Bühnenarbeit, Innenarchitektinnen, Möbel-, Spielzeug- und Metallgestalterinnen sowie Meisterinnen der Fotographie und der Tagebuchnotiz.

Mich beeindruckt besonders das Leben und Schaffen von Gunta Stölzl (1897-1983), die eine der erfolgreichsten Bauhausfrauen war. In ihrer Bewerbungsmappe, die sie 1919, Walter Gropius, dem Leiter des Bauhaus vorlegte, befanden sich auch Zeichnungen, in erster Linie aus der Zeit als Rotkreuzschwester im 1. Weltkrieg. Diese Zeichnungen dokumentierten u.a. Trauer und Betroffenheit über die Zerstörungen und Grausamkeiten des Krieges, (vgl.: S.43)

Mit Marcel Breuer, einem der ideenreichsten Studenten aus der Tischlerei, erarbeitete sie Bespannungen für Sitzmöbel, zunächst in freier abstrakter Weberei, später mit strengen Gurten in wenigen Farben. Diese Arbeiten sollen der Anfang einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Weberei und Tischlerei gewesen sein, in deren Folge Bespannstoffe für moderne Latten-und Stahlrohrstühle entwickelt wurden, (vgl.: S.46). Über die Weiterentwicklung dieser Bauhausfrau erfährt man im Buch viel Wissenwertes, aber nicht nur über sie, sondern- wie schon angedeutet- über viele andere Damen, deren künstlerische Ausdruckskraft wirklich beeindruckt.

Die Porträts sind gut getroffen und spannend zu lesen. Mein Augenmerk gilt immer wieder den Exponaten von Marianne Brandt, deren Tee-Extraktkännchen, aber auch ihr Sahnegießer das gewisse, leicht exzentrische Etwas haben, das ich sehr reizvoll finde, (siehe Seite 122).

Dieses Buch empfehle ich gerne der vielen Sachinformationen wegen, aber auch aufgrund der aufschlussreichen Fotos.
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