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Baudolino
 
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Baudolino [Gebundene Ausgabe]

Umberto Eco
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (126 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eco ist mit seinem neuen Roman Baudolino ins Mittelalter zurückgekehrt: nicht ins 14. Jahrhundert der ebenso gelehrten wie durchtriebenen Mönche aus Ecos Welterfolg Der Name der Rose, sondern ins 12. Jahrhundert. Er erzählt die Geschichte des (fiktiven) Bauernsohns Baudolino aus dem Piemont, der um 1155 als Kind von Kaiser Friedrich Barbarossa aufgelesen wird und in den folgenden 50 Jahren überall dabei ist, wo Geschichte gemacht wird: Die historischen Ereignisse von Barbarossas Kämpfen gegen die aufständischen Städte der "Lega Lombarda" bis zu seinem Kreuzzug ins Heilige Land dienen Eco dazu, mit leichter Hand in die politischen und geistesgeschichtlichen Hintergründe dieser Epoche einzuführen, und ermöglichen ihm, originelle Antworten auf bisher ungelöste Fragen der Geschichtsschreibung zu geben.

Dabei entpuppt sich Baudolinos Lebensgeschichte, die er im Jahre 1204 selbst einem Geschichtsschreiber erzählt, als die blanke Lüge. Baudolino ist ein Hochstapler, ein Schelm, ein schlitzohriger Aufschneider -- das bestreitet er auch gar nicht. Denn mit seiner Fähigkeit, haarsträubende Geschichten zur Wahrheit zu erklären, will er selber in die Weltgeschichte eingegriffen haben: Er will die Stadt Alessandria erst erbaut und dann gerettet haben; er will aus taktischen Gründen die Heiligsprechung Karls des Großen erwirkt haben; er will eine einfache hölzerne Trinkschale zum Heiligen Gral erklärt und damit Barbarossa zum Kreuzzug veranlasst haben. Dass Baudolinos Berichte von seinen ruhmreichen Tricks, Intrigen und Lügen mit Vorsicht zu genießen sind, ist klar -- ein Lügner lügt auch dann, wenn er von seinen Lügen erzählt.

Wie Eco diesen Hochstapler hemmungslos in die Geschehnisse des 12. Jahrhunderts hineinflickt, ist schon ein Vergnügen -- nicht nur Mediävisten werden auf jeder Seite etwas entdecken, was ihnen Entzückensschreie entlocken wird. Da stört es nur ein wenig, dass dieser groß angelegte Schelmenroman hin und wieder etwas episodenhaft und konstruiert erscheint. Für echte Eco-Fans ist Baudolino jedenfalls ein Muss. --Christoph Nettersheim

Amazon.de-Hörbuchrezension

Opulenter kann ein Hörspiel kaum mehr aufbereitet sein. Nicht weniger als 34 Sprecher, darunter Bühnen- und Fernsehhochkaräter wie Michael Mendl als Kaiser Barbarossa, Peter Fricke, Irina Wanka (Der Sandmann), Friedrich Karl Praetorius sowie der aus Geißendörfers Zauberberg-Verfilmung bekannte Christoph Eichhorn, machen Umberto Ecos Kreuzzugsroman zum Hörgenuss.

Erzählt wird die im 12. Jahrhundert angesiedelte Geschichte des Galgenstricks Baudolino, einer Art mittelalterlicher Oskar Matzerath, der, von Kaiser Friedrich I. Barbarossa adoptiert, diesen bis zu seinem rätselhaften Tod im Fluss begleitet. Baudolino dreht auf derart Schwindel erregende Weise am Rad der Geschichte, bis Dichtung und Wahrheit im Bericht des Lügenschelms nicht mehr auseinander zu halten sind. Für Umberto Eco ein rechtes Erzählfest, wie man sich denken kann.

Die Soundeffekte-Abteilung arbeitet auf Hochtouren. Untermalt wird das Spektakel von den cineastischen Breitwandklängen des SWR-Rundfunkorchesters Kaiserslautern. So erhält das Ganze einen Hauch von Hollywood. Ein kleiner Wermutstropfen vielleicht, hätte man sich doch eine zeitgenössische Musik auf historischen Instrumenten als stimmungsdienlicher denken können. Dennoch ein grandioses mittelalterliches Audioabenteuer! --Ravi Unger

Hörspiel, 5 CDs, Gesamtlaufzeit ca. 369 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Mit dem gleichen nimmersatten Gestus mixt Eco auch in "Baudolino" Erfundenes und abendländische Geschichte, gibt schlitzohrige Antworten auf nie geklärte historische Rätsel und spickt das Ganze mit Zitaten aus der Weltliteratur, als Futter für die klugen Leser und Schnitzeljagdliebhaber ... intellektuelle Kugelblitze ... In keinem anderen westeuropäischen Land gibt es eine vergleichbare publizistische Stimme, sein Witz, sein bon sens, sein Gespür" Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung, 03.09.2001

"Er ist wieder da: Umberto Eco. 21 Jahre nach Der Name der Rose ist er erneut dort angekommen, wo er sich am besten auskennt: im Mittelalter." ARD, Kulturweltspiegel "... wie immer: kluge Unterhaltung." ZDF, Aspekte "Eco verknüpft historische Fakten des 12. Jahrhunderts, Fabelwesen, saftige Liebesromanzen, aktuelle Politik und Glaubensfragen zu einem sprühenden Feuerwerk." Welt am Sonntag "Phantastische Erfindungen - wie etwa Baudolinos Erlebnisse auf der Reise ins märchenhafte Königreich des Priesters Johannes - und historische Tatsachen sind in dem Roman wie Pizzateig verknetet. Epochale Grundkonflikte des Mittelalters (...) vermittelt Eco mit leichter Hand." Der Spiegel, 13.08.01 "Sein schönster und auf jeden Fall sein liebenswertester Roman. (...) Ein Schelmenroman, wie man ihn sich praller, einfallsreicher undkurzweiliger nicht wünschen kann. (...) Unbedingt lesenswert, ungelogen." Thomas Meyerhöfer, Bayern 2 Radio "Umberto Ecos Roman ist ein wunderlicher Mix aus Historie und Fantasie, Gelehrsamkeit und Kinderei." Martin Ebel, Stuttgarter Zeitung "Eco tischt nicht nur ein schön ausgeschmücktes, fantastisches, unterhaltsames oder spannendes Lügenmärchen auf. Er errichtet ein Lügengebäude gigantischen Ausmaßes und kompliziertester Architektur, lockt den Leser mit treuherzigem Augenaufschlag hinein und freut sich diebisch, wenn der, sich vorsichtig vorantastend, Wände oder Säulen beklopft, ob sie echt oder aus Pappe seien." Eckhard Fuhr, Die Welt, 01.09.2001 "...noch nie hat Eco so entspannt und vergnüglich gelogen, pardon, erzählt, noch nie die Imagination so ungeniert in die Historie collagiert." Rupert Ascher, Die Presse, 08.09.2001

Kurzbeschreibung

Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches - erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Als 13jähriger begegnet er Kaiser Barbarossa, der Gefallen an ihm findet und ihn daraufhin adoptiert. Am Hofe nimmt sich der naseweise Bauernsohn dann vor allem einen Rat seines Lehrmeisters Otto von Freising zu Herzen: »Willst du ein Mann der Schrift werden, so mußt du auch lügen und Geschichten erfinden können.« Gesagt, getan? Was ist nun wahr und was gelogen von dem, was Baudolino erzählt? Seinem abenteuerlichen Lebensbericht zufolge studiert er in Paris Semiotik, den Rotwein und die Frauen, begleitet den Kaiser auf seinen Feldzügen gegen die oberitalienischen Städte und auch auf dem Kreuzzug ins Heilige Land. Ganz nebenbei lenkt er mit seinen aberwitzigen Ideen auch noch den Lauf der Weltgeschichte, ob nun bei der Heiligsprechung Karls des Großen oder bei der Erfindung der Legende der Heiligen Drei Könige. Alles hat Baudolino miterlebt, doch ein Geheimnis kennt nur er allein: Barbarossa, der angeblich im Fluß ertrank, ist bereits in der Nacht zuvor ums Leben gekommen. War es ein Unfall? Herzversagen? Nein, Mord! behauptet Baudolino, der auch ahnt, wer der Mörder sein könnte ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

»Ein herrliches Buch, das nun als erschwingliches Paperback im Handel erschienen ist.« Fritz

»Ein ungemein unterhaltsamer Schelmen- und Bildungsroman, voller Witz und Burlesken, eine herrliche Summe italienischen Lebens zwischen Stadtrepubliken, Papst und Kaiser ist ihm gelungen. Kalte Machtpolitik, saftige Erotik, pralle Lebensfreude – Eco lebt seine ganze Lust am Fabulieren und Träumen aus. Kurz: ein prächtiger Lesestoff.« Stephan Sattler im ›Focus‹

»… wie immer: kluge Unterhaltung.« ZDF, Aspekte

»Eco verknüpft historische Fakten des 12. Jahrhunderts, Fabelwesen, saftige Liebesromanzen, aktuelle Politik und Glaubensfragen zu einem sprühenden Feuerwerk.« Welt am Sonntag

»Phantastische Erfindungen – wie etwa Baudolinos Erlebnisse auf der Reise ins märchenhafte Königreich des Priesters Johannes – und historische Tatsachen sind in dem Roman wie Pizzateig verknetet. Epochale Grundkonflikte des Mittelalters […] vermittelt Eco mit leichter Hand – und für die Feinschmecker unter seinen Lesern hat er das 600-Seiten-Werk wieder reichlich mit Anspielungen auf alte und neue Dichter durchwirkt.« Der Spiegel

»Sein schönster und auf jeden Fall sein liebenswertester Roman. […] Ein Schelmenroman, wie man ihn sich praller, einfallsreicher und kurzweiliger nicht wünschen kann. […] Unbedingt lesenswert, ungelogen.« Thomas Meyerhöfer im Bayern 2 Radio

»Schön ist sie zweifellos, diese Geschichte. Raffiniert ist sie ebenfalls. Wieder ist es Eco gelungen, […] sein Publikum auf zwei Ebenen zu packen. Denn ›Baudolino‹ ist einerseits ein Abenteuerroman, eine prallvolle Chronik, schlicht, ja manchmal ernüchternd simpel erzählt und naiv zu konsumieren. Es ist aber auch eine anspielungsgespickte Bildungsshow, ein Hauptspaß für die gebildeten Stände. […] Ecos vierter Roman – wieder glänzend übersetzt von Burkhart Kroeber – ist ein wunderlicher Mix aus Historie und Fantasie, Gelehrsamkeit und Kinderei.« Martin Ebel in der ›Stuttgarter Zeitung‹

»Eine hinreißende Romanfiktion […], ein Werk der unterhaltsamsten Gelehrsamkeit […], ein rasant phantastischer Hypertext, der zahllose gelöste und ungelöste Rätsel des Mittelalters miteinander verlinkt.« Manfred Schneider in ›Literaturen‹ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren, lebt in Mailand und lehrt Semiotik an der Universität Bologna. Er verfaßte zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der ästhetik des Mittelalters. »Der Name der Rose« (dt. 1982) machte Eco weltberühmt. Seine wissenschaftliche Laufbahn machte ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der Semiotik weltweit. Seine Leistungen wurden inzwischen mit nicht weniger als 17 Ehrendoktorwürden aus aller Welt honoriert. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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