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Bau und Leben der Rhinogradentia
 
 
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Bau und Leben der Rhinogradentia [Taschenbuch]

Harald Stümpke
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: Neuauflage. (21. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827418402
  • ISBN-13: 978-3827418401
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Gerolf Steiner
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Naslinge sehen nicht nur eigenartig aus. Sie zeigen auchVerhaltensweisen, die im Tierreich sonst nicht bekannt sind. (...) Leider ist diese interessante Tiergruppe bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts ausgestorben – lange, bevor alle Details ihrer Biologie erforscht waren. Das Südsee-ArchipelHeieiei, auf dessen Inseln die Naslinge lebten, versank in Folge atomarer Sprengversuche im Meer – und mit ihm all seine Bewohner. „Alles Unsinn“, denken Sie jetzt? Richtig! Aber das Fachbuch über die Naslinge gibt es wirklich. In vielen Universitäten gehört es am 1. April zum Standardrepertoire der Zoologie-Vorlesung. Schleswig-Holstein Journal, September 2010 In genialer Weise ist zoologisches Wissen darin verarbeitet, alle erdachten Rhinogradentia haben Merkmale, die irgendwo im Tierreich verwirklicht sind. So ist ein Werk entstanden, das man mit Vergnügen lesen und betrachten kann, denn die Abbildungen allein sind schon sehenswert. Rhein-Neckar-Zeitung Der Autor gibt nach einer knappen, jedoch präzisen Einleitung über die geographischen und kulturhistorischen Gegebenheiten des Hi-Iay-Atolls zunächst einen allgemeine Überblick über die Ordnung der Naslinge, bevor er im Hauptteil seiner zoologischen Beobrachtungen die einzelnen Gruppen der Naslinge beschreibt. Gerade an einem nasskalten Abend im Herbst oder Winter kann sich der "von tierischem Ernst" gestresste Zoologe mit dieser köstlichen Lektüre auf unvergessliche Wese für zwei Stunden schmunzelnd und lachend am häuslichen Kamin erwärmen. Der Mikrobiologe Das Buch muß man gelesen haben, denn wie sonst will man kompetent über die Einnasen und Vielnasen und ihre vielen Untergruppierungen mitreden können? Ohne die guten Abbildungen und Farbtafeln von G. Steiner gesehen zu haben, hätte man ja gar keine klare Vorstellung von diesen Naslingen, einer Ordnung mit insgesamt 14 famielen und 189 Arten, (...). Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Der Autor nimmt hier in aberwitziger Weise sein eigenes Metier - die zoologische Systematik - liebevoll aufs Korn. Trotz der sich selbst nicht ganz ernst nehmenden Grundidee, kuriose Fabelwesen in einer wissenschaftlichen Monographie abzuhandeln, wird das Buch in seiner Form dem strengen, trockenen Stil eines primärwissenschaftlichen Werkes durchaus gerecht - und gerade dies macht den Reiz dieser amüsanten Lektüre aus. Faszinierend ist, daß bei aller überspitzter, karikierender Darstellung dieser Tiergruppe keinerlei logischer Fehler vorkommen. amazon.de Wenn ein Biologe am häuslichen Kamin sich vom "tierischen Ernst" der Zoologie ausruhen und zwei Stunden schmunzeln will, dann lese er diese kleine Köstlichkeit. Naturwissenschaften

Kurzbeschreibung

Die kurzweilige Beschreibung des außergewöhnlichen Lebens der Naslinge ist seit ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1957 ein Klassiker unter den biologischen Wissenschaftspersiflagen- Die Neuauflage enthält jetzt farbige Tafeln und Register; ...Wenn ein Biologe am häuslichen Kamin sich vom tierischen Ernst" der Zoologie ausruhen und zwei Stunden schmunzeln will, dann lese er diese kleine Köstlichkeit." (Die Naturwissenschaften) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Bau und Leben der Rhinogradentia" stellt eine der Fachwelt bisher unbekannte, höchst sonderbare Ordnung der Säuger vor: Die Naslinge, herrlich absurd erscheinende Lebensformen mit zu Fortbewegungsorganen evoluierten Nasen, aus Ohrmuscheln hervorgegangenen Flügeln und dergleichen mehr. Der Autor nimmt hier in aberwitziger Weise sein eigenes Metier - die zoologische Systematik - liebevoll aufs Korn. Trotz der sich selbst nicht ganz ernst nehmenden Grundidee, kuriose Fabelwesen in einer wissenschaftlichen Monographie abzuhandeln, wird das Buch in seiner Form dem strengen, trockenen Stil eines primärwissenschaftlichen Werkes durchaus gerecht - und gerade dies macht den Reiz dieser amüsanten Lektüre aus. Faszinierend ist, daß bei aller überspitzter, karikierender Darstellung dieser Tiergruppe keinerlei logische Fehler vorkommen: Der Leser, auch der fachlich erfahrene, wird dem Autor zugestehen müssen, daß die Existenz dieser Lebewesen tatsächlich möglich - wenn auch nicht gerade wahrscheinlich - wäre. Zudem werden auch nachvollziehbare und plausible Erklärungen geliefert, warum die Fachwelt ausgerechnet von den so sonderbaren und hochspezialisierten Rhinogradentia noch nie gehört hat und wohl nie mehr hören wird. Die Angaben zur Phylogenie, Morphologie und Ökologie der Naslinge enthalten eine Fülle von kurios-phantasievollen Details nebst wissenschaftlich fundierten Erklärungsansätzen. So sind beispielsweise die dominierenden Insekten des Hi-Iay-(gesprochen "Heieiei")Archipels sechsflügelige Hexapteren, die von der im Paläozoikum häufigen Ordnung Palaeodictyoptera abgeleitet werden, bei welchen es tatsächlich eine Tendenz zur Ausbildung flügelähnlicher Gebilde an der Vorderbrust (sogenannte Paranotallappen) gab. Gerade diese Detailtreue spricht auch erfahrene Spezialisten an und animiert dazu, spezielle Zoologie nicht nur mit dem allzu ernsten Auge der deskriptiven Wissenschaft zu betrachten. Die liebevollen zeichnerischen Darstellungen wirken wie eine Synthese aus wissenschaftlichen Tuschezeichnungen, wie sie in zoologischen Monographien üblich sind, und verniedlichendem Comic-Strip. Die Angaben zur Stammesgeschichte und Systematik der Rhinogradentia sind so anschaulich, daß sie als Modell zur Erstellung eines Kladogramms bei der Bearbeitung des Themas Evolution im Biologieunterricht an Schulen dienen können - wie dies verschiedentlich auch schon vorkommt. Darüber hinaus genießt dieses erfrischende Büchlein schon seit Jahrzehnten Kultstatus unter solchen Berufs- und Hobbyzoologen, die noch über das etwas erbsenzählerische Procedere in der Spezialliteratur schmunzeln können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uwe-Jens Has TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.
Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum erstenmal ans Licht.
Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobem.

Soweit Christian Morgenstern. Daraus hat nun der Biologe Gerolf Steiner
unter dem nom de plume 'Professor Dr.Harald Stümpke' einen wissenschaftlichen Scherz
nach allen Regeln der Kunst gemacht. Betonung auf Scherz. Er erfindet eine Gattung der
Nasobeme, 'bema', griech. heisst Schreiten, also Nasenschreitlinge, die auf abenteuerliche
Weise in der Gegend von Hawaii leben und untergehen. Viele Zeichnungen tragen zum Vergnügen
bei. Wer ein bisschen Latein kann hat noch mehr Spass daran.
'Mangelhaft' im Abschlusszeugnis reicht aber aus, wie ich aus eigener Erfahrung versichere.
(Mein Lateinlehrer: 'Meine Herren, die fünf ist eine positive Note, sie muss erarbeitet werden.')

Dass die Sache wirklich Hand und Fuß und Nase hat, zeigt ein Blick auf die Namen im Literatur-
verzeichnis:
Bitbrain, Bleedkoop, 'Das Nasobemproblem',
Combinatore, D' Epp, Deuterich, 'Ein hölzerner Suppenlöffel von Haidadaifi', Mayer-Meier, Naquedai, Spasman,..

Drei Textauszüge:

'In Gefangenschaft ist das Flugohr nicht zu halten, weil es stets schreckhaft bleibt und bei
seinen wilden Sprüngen und Flugversuchen sich den Steiß wundstößt und bald an sich daraus
ergebenden Infektionen eingeht.'

' Die Nasenrinne wächst von proximal nach distal zu'.

'Die Orchideennaslinge ( Orchidiopsidae) lassen sich auf hopssorrhine Vorfahren zurückführen,
welche das Bodenleben mit den Bäumen vertauscht haben, jedoch schon die Reduktionen der
Hopsorrhinen -vor allem das Verschwinden der Hinterextremitäten - aufwiesen. So konnten
sich keine gewandten Kletterer mehr herausbilden. Stattdessen muss wohl eine Entwicklung
eingesetzt haben, bei der die Tiere nicht mehr hüpfen, sondern mit Hilfe von Vorder-
extremitäten und Schwanz langsam kletterten.'

Ein akademisches Jux-Geschenk für Hals-Nasen-Ohrenärzte, die kriegen natürlich einen Schreck,
was die Nase jetzt auch noch aushalten soll, Biologielehrerinnen, Darwin-Anhänger , und alle
die im Beruf immer todernst und verantwortungsvoll sein müssen.
Jetzt mal ernsthaft: Sich selber darf man auch beschenken.

Achtung: Wenn Sie doch mal ein Exemplar treffen: Wenn es niest, hebt es ganz kurz vom Boden ab.
Das ist aber normal.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Was für ein absolut vergnügliches Buch. Für mich als Bio-Laien extrem glaubwürdig aufgemacht, liest es sich nach authentischer Fachliteratur. Die Naslinge sind so bemerkenswert, gründlichst beschrieben und liebevoll dargestellt, dass man keinerlei Schwierigkeiten hat, seinen Unglauben für die Dauer der Lektüre gaaanz weit in den Hinterkopf zu verbannen und das verlorene Pazifikparadies Heieiei vor dem inneren Auge neu entstehen zu lassen. Alleine bei Quellenangaben wie Bleedkoop, Miespott, Mayer-Meier, Jester, S.p. Assfugl oder Naquedai muss man sich dann allerdings schon fragen... :)

Obwohl sich Bau und Leben der Rhinogradentia wie ein Fachbuch liest und sich daher Begriffe wie "unterhaltsam" oder "spannend" nicht unbedingt aufdrängen, handelt es sich doch um ein sehr leicht verdauliches Buch: die Beschreibungen der erdachten Arten strotzen vor Einfallsreichtum, bleiben aber immer plausibel genug, um den Leser zu kleinen Gedankenexperimenten herauszufordern. Dazu kommen die 15 Farbtafeln, die den Geschöpfen Leben einhauchen und auch den größten Skeptiker im Handumdrehen zum überzeugten Naslingsfan werden lassen.

Einen großen Fehler hat das Buch allerdings: es ist zu kurz! Wenn man nach vielleicht zwei Stunden Lektüre beim Nachwort angekommen ist, wünscht man sich unweigerlich, mehr über die Bewohner von Heieiei zu erfahren.

Dazu kommen einige kleinere Mängel in der Ausgabe des Spektrum-Verlages; der Satz ist etwas unsorgfältig und für ein Buch mit so geringem Umfang -und relativ stolzem Preis- häufen sich doch die Tippfehler.
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