Da halte ich der Brettspiel- und Romanserie seit 1986 die Treue, besitze alle Hardwarehandbücher, diverse andere Quellenbücher (die meisten sogar in der Erstauflage), sowie JEDES Computerspiel zum Thema und dann wird SOWAS als Abschluss aufgetischt?
Okay, wie schon an anderer Stelle gesagt wurde, hatte Autor Loren Coleman wohl das nicht unerhebliche Problem, nicht sein gesamtes Manuskript zum Buch verwandelt zu bekommen.
Aber das war ein grosser Fehler!
Die ersten 75% des Romans lesen sich ja noch sehr interessant, aber wie schon z.B. beim Film "Krieg der Welten" hat man den Eindruck, dass jemand gesagt hat "Upps, wir müssen zum Ende kommen, aber schnell!"
In Windeseile wird das Ende des Bürgerkriegs im Vereinigten Commonwealth durchgezogen, Katherine Steiner-Davion, mein persönliches Hassobjekt der Literatur-Geschichte, wird mit einem absolut unbefriedigenden Schicksal abgeschoben und über den grössten Fascho, den die Clans jemals ausgebrütet haben, Vladimir Ward, wollen wir gar nicht erst reden.
Da retten die letzten 2 Seiten, auf denen Prinz Victor noch ein Happy-End bekommt, auch nichts mehr.
Ich kann ja verstehen, dass es eine Seitenbegrenzung für diesen Roman gab und man Platz für die neue Dark-Age-Reihe machen musste, aber eine wenigstens für den Grossteil der BT-Fans befriedigendere Abrechnung mit den Negativ-Figuren der Serie hätte bestimmt nicht geschadet.
Naja, vielleicht kommt da ja noch was in der Classic-BattleTech-Reihe nach, aber ich habe mir wirklich mehr erwartet.