Der Pilotfilm war schon gut, aber begeisterte mich nicht so wie der Pilotfilm der alten Serie von 1978. Richtig überzeugt hat mich die 1. Folge "33 Minuten", die mich in jeder Hinsicht (Spannung, Effekte, schauspielerische Leistungen, Musik) begeisterte. Als ich bei der deutschen Free-TV Erstaustrahlung weiter guckte, begeiserten mich auch die anderen Folgen. Nachdem man hier im TV nicht weiter kam, habe ich mir jede neue Staffel aus England schicken lassen. Die Serie wurde immer packender und kinoreifer.
Season 3: Das geniale Staffel-Finale:
Nach einigen Folgen, die man z.T. auch überspringen kann, da sie in sich völlig abgeschlossen waren (was bei dieser Serie eher selten der Fall war und daher unpassend wirkte), dachte man schon, dass die Serie an Qualität verloren hat. Wo waren die fortlaufenden Storylines hin?
Dass es auf einmal Einzelfolgen gab, die Galctica kurzzeitig zu einer immer noch guten, aber üblichen Sci-Fi-Serie zurückstufte, lag an den Auflagen der Produzenten. R. D. Moore musste gegen seinen Willen mehr in sich abgeschlossene Folgen abliefern. Die Folge war, dass die Quoten weiter sanken. Am Ende gab man Moore und den anderen Machern der Serie wieder mehr Freiheiten (bei Staffel 4 sogar wieder die volle Freiheit -> Staffel 4 bietet wieder stetig fortlaufende, ineinander verwobene Handlungen!!!). Beginn des feinen Season-Finales stellt die viertvorletzte Folge dar, wo ein Charkter überrschend aus der Serie ausscheidet. Das Ereignis erschüttert die Figuren der Serie genauso wie den Zuschauer. ...
Im Season-Finale steht eine Gerichtsverhandlung im Mittelpunkt. Außerhalb der Produktion zweifelte man, dass ein Gerichtsprozess interessant und gut genug für ein Serienfinale ist. "Wir werden ihnen zeigen, dass dies richtig interessant wird, wenn nicht sogar besser, als viele andere es tun", dachten die Macher der Serie und lieferten schließlich 2 Folgen ab, die völlig ohne Action durchgängig spannend sind.
Wird Baltar verurteilt?
Wie schlägt sich Apollo als Baltars Anwalt gegenüber seines Vaters, der die Verhandlung mit leitet?
Was ist das ür eine Musik, die einige Hauptfiguren hören?
Was stimmt da nicht?
In den letzten 20 MInuten der 3. Staffel kommt es nicht nur zu einem überraschenden Verhandlungsausgang, sondern auch zu einer den Zuschauer umhauenden Tatsache bezüglich ... (Ich will nicht zu viel verraten). Zusätzlich fällt der Strom kurzzeutig in der Flotte aus. Kurz danach taucht der in den letzten Folgen nicht mehr vorgekommende Feind übermächtig in einem Weltall-Nebel wieder auf. Und ganz zum Schluss, in der letzten Staffelminute, kommt noch die totale verwirrende Überraschung(selbst gucken!). Wr das gesehen hat, kann icht mehr sitzen bleiben. Gleichzeitig weiß und fühlt man, dass hier die letzte Runde (Staffel) der Serie eingeleitet wird. Die Serie schrie inhaltlich nach einem baldigen Finale.
Inzwischen habe ich das Finale bereits gesehen (Season 4 und The Final Season - 4.2). Die 1. Hälfte knüpft am Finale von Seson 3 nahtlos an und setzt die Handlung emotional packend wie sehr spannend fort. Dann zieht sich die 1. Staffelhälfte leider etwas. Die 1. Hälfte der 4. Staffel endet aber dann mit einem großartigen Zweiteiler, der fast ein fertiges Happy End bot. In der letzten Minute sieht man als Zuschauer ebenso erschüttert wie die Figuren, dass das Happy End keines war. Wie gehts nun weiter? Wie reagieren die Fguren darauf? Wird es noch ein gutes Ende in der Serie geben?
Die 2. Hälfte von Season 4 beginnt mit dem vielleicht spannendsten Dreiteiler der ganzen Serie und endet danach nach längerer Vorbereitung (über mehrere Folgen) mit einem inhaltlichen wie optischen gelungen Finale, wo Effekte, Schauspiel und vor allem die Musik auf höchsten Niveau sind. Wer es in Star Trek Nemeis beeindruckend fand, wie Picard die Enterprise E auf Kollisionskurs mit dem Feind brachte, sollte das sich das BSG Serienfinale nicht entgehen lassen!!! In USA war der Soundtrack von BSG Season 4 in den Topp 5 Verkauscharts aller Musikrichtungen!!! Die Serie hat mit ihrem tollen Finale von kanadischen und amerikanischen Kritikern im Sommer 09 den Preis BESTE SERIE 2009 gewonnen. Das Finale war ein Quotenhit und wird sicher auch bei uns noch die Leute in unbestimmter Zukunft (unbestimmt, wegen der miesen Vermarktung dieser Serie hier in Deutschland) viele beeindrucken. Sicher gibt es auch Gegner des Finales, wegen überirdischer Komponenten. Die Mehrheit ist sich aber einig, dass die Serie würdig und visuell magisch abgeschlossen worden ist.
Bis es bei uns soweit ist, kann ich Seson 3.2, sowie die bisher erhältlichen Season-Boxen wärmstens empfehlen, wenn man Science-Fiction mit tollen, realistisch agierenden Darstellern und packender Gesamtstory sehen will. Actionlastige Folgen oder Momente sind in dieser Serie immer das i-Tüpfelchen vieler vorausgegangener Ereignisse. Die Spannung in der Serie kommt immer aus dem Figurengeflecht heraus und nicht aus der Action. Dies ist das Hauptqualitätsmerkmal dieser insgesamt kinoreifen Serie.