Zu meiner eigenen Überraschung hätte ich beinahe 4 Sterne vergeben. Eigentlich passiert in dem Film nix. Die Protagonistin Colonel Shrykke erhält den Auftrag, eine Planetenvernichtungswaffe unschädlich zu machen und somit den verbliebenen Rest der Menschheit zu retten.
Der Film ist ruhig, um nicht zu sagen meditativ. Es gibt ein paar space battle Szenen und 1-2 hand-to-hand combats (in slow motion), so dass ich den Film als quasi gewaltfrei einstufen würde und mich über FSK 16 sehr wundere (FSK 6 hätte es m.E. auch getan). Battlespace wird aus der Erzählperspektive geschildert, eine angenehme weibliche Stimme, die Shrykkes Tochter gehört - ich hatte den Eindruck, "ein Hörbuch zu sehen" wobei mir der Rezensionstitel in den Sinn kam. Neil Johnson schien auf Dialoge explizit verzichten zu wollen.
Ob es nun Klasse Scifi ist, nun wohl ehe nicht. Am Ende formuliert der Autor eine scifi-philosophische Frage, die ich hier aber nicht vorwegnehmen will. Also ich fand ihn (immer noch erstaunt) gut, und für den Preis wird man sich vermutlich wirklich nicht ärgern.
ps: Johnson scheint hier vor Videospielsucht warnen zu wollen und bringt das auf ein Level mit Heroinabhängigkeit. Das fand ich ein bisschen befremdlich.