Müsste ich den Titel 'Kältestes Album aller Zeiten' vergeben, wären Immortal mit Battles In The North sicher die Favoriten. Was andere Bands (ausgenommen Dissection, Naglfar und Darkthrone) nur mit Keys oder anderen elektronischen Hilfsmitteln schaffen, meisterten Abbath und Demonaz hier nur mit der schieren Kraft der Highspeed-Riffs, die auf der Platte dominieren.
Es wird eine frostklirrende Atmosphäre aufgebaut, die ihresgleichen sucht. Man kann sich bildlich vorstellen wie gefrorene Festungen in den schwarzen Himmel Norwegens ragen, wie eisige Winde über das Land herziehen und alles verwüsten.
Immortal haben sich damals ihr eigenes Reich geschaffen, Blashyrkh, und das verteidigten sie mit aller Vehemenz.
Die passenden Songtitel und das kultige Layout der CD tun ihr Übriges dazu.
Nicht umsonst ist es dieses Album, welches Fans der ersten Stunde gemeinsam mit Pure Holocaust beinahe abgöttisch verehren.
Leider haben sich Immortal im Juli 2003 aufgelöst (R.I.P.), und sie haben eine riesige Lücke in der norwegischen Szene hinterlassen, die nie irgendjemand wieder zu füllen vermag.
Sie waren enorm wichtig für die Entwicklung des Black Metal, und schon alleine deshalb solltet ihr mal das Vermächtnis dieser Über-Band zu Ehren kommen lassen.
Um dies stilgerecht zu tun, wartet bis zu einer kalten Winternacht und versetzt euch zurück in die frühen Neunziger, denn dann entfaltet Battles... seine ganze dunkle Magie. Schmeißt die CD ein und lasst diesen nordischen Schneesturm über euch hereinbrechen. Mehr Atmosphäre geht nicht mehr!
Fazit: Hier liegt die frostigste Form von Black Metal vor, die jemals gab und geben wird, was Immortal uns hiermit hinterlassen haben ist schlichtweg eines der besten BM-Alben aller Zeiten.
Anspieltipps: Battles In The North, Blashyrkh (Mighty Ravendark)