Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
hate it or love it ... I LOVE IT, 1. Juni 2009
Ich habe lange überlegt, ob ich dem Album 4 oder doch 5 Sterne geben soll ... schließlich hab ich es doch noch mit nur 4 Sternen bewertet, da das neue Werk ein wenig schlechter als der Vorgänger "Meds" ist. Warum schlechter?
Dass Placebo und allen voran Brian Molko mit seiner Zwitterstimme anders als alles bisher da gewesene ist, legt sich nicht nur in der elektronisch-psychodelisch geprägten Gitarrenmusik nieder. Die unverwechselbare Stimme von Sänger Brain Molko kommt dermaßen emotional daher, dass dem Hörer schon mal die Gänsehaut kommt. Dies ist auch wieder bei "Battle for the Sun" der Fall, dennoch wird die Intensität eines "Meds" oder "Without you I'm Nothing" nicht erreicht, was vor allem daran liegt, dass einige musikalische Einschübe diese CD meiner Meinung nach ein wenig verunstalten. Man hatte immer das Gefühl bei Placebo Platten die Augen schließen zu können und dabei zu träumen. Doch diesmal dachte ich mir einige Male, was das solle? Etwa beim Anfang des Liedes "Julien", diese Passagen passen nicht zu Placebo. Oder der Bombast Song "The Never Ending-Way", der durch das Einbinden der Bläser deutlich an Melancholie verliert. Dennoch muss man sagen, dass alle Lieder wieder auf hohe Qualität geschrieben und gesungen wurden. Doch das ist bei Placebo selbstverständlich. Ebenso darf man von "Battle for the Sun" wie gesagt keine Quantensprünge erwarten. Es handelt sich hier um solides Handwerk, eben typisch Placebo, unnachahmlich und auf seine eigene Art und Weise genial. Nicht mehr und nicht weniger. Die Intensität von "Meds" wird nicht erreicht. Das ist aber nicht schlimm, denn Alben dieser Güteklasse gelingen Künstlern maximal alle zehn Jahre. Das bedeutet in der Theorie, dass Placebo rund um Brain Molko "schon" im Jahr 2015 den nächsten Klassiker abliefern werden und bis dahin auf ein gelungenes Übergangswerk verweisen können. KAUFEN !!!
Anspieltipps: Bright Lights / Happy You're Gone / Kings of Medicine / Battle for the Sun
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Diese Platte hat so wenig zu sagen, dass es wehtut., 24. August 2009
Nein, Jungs, das ist nicht wirklich der große Wurf, den ihr da abgeliefert habt. Und der Daumen zeigt leider schon eine ganze Weile konstant nach unten. Für mich als Placebo-Fan der ersten Stunden (seit 1996) ist das ein schwer zu fällendes Urteil, "Placebo", "Without you I'm nothing", "Black Market Music" und auch "Sleeping with Ghosts" haben Kultstatus in meiner Plattensammlung. Doch seit Letzterem herrscht in kreativer Hinsicht beängstigende Ebbe.
Ich habe über youtube in "Battle for the Sun" hineingehört und bin schon nach kurzer Zeit zu dem Schluss gekommen, dass sich der Kauf nicht lohnt, zumindest nicht als Neuware. Das Album ist vor allem eines: profillos. Es ist laut, ohne allderdings die frühere elektrisierende Wirkung zu versprühen, und es kommt verbreitet mit einem seelenlosen "Music-Maker-Charme" daher, dass es einem einfach nur schmerzt.
Wo ist das Besondere dieser Band bloß hin? Die Dekadenz, Exzentrik, Erotik, die Melancholie, das Verdorbene, die Extravaganz, ja meinetwegen sogar Arroganz, für die ihr Musikstil einstmals berühmt war? Das alles ist wie weggewischt, die Songs auf "Battle for the Sun" wirken wie blasse Abbilder der früheren Songs, denen man das Herzblut entzogen hat. Nicht, dass die nun alle furchtbar schlecht wären, dem ist nicht so. Aber, sorry, sie lassen einfach Abwechslung und das gewisse Etwas vermissen.
In "Speak in Tongues" etwa blitzt die alte Klasse für einen Moment auf: Der clever aufgebaute Spannungsbogen hält den Hörer bis zum Schluss in beschwingter Begeisterung, Erinnerungen an The Smashing Pumpkins' "1979" werden wach... wirklich ein Riesen-Song, ohne Frage.
Von dieser Sorte hätten 10 Songs ausgereicht, die Platte zu einem "guten Griff" zu machen. Leider bleibt er ein einzigartiges "Erlebnis", und so wirkt es, als hätte man die eigene Ideenlosigkeit mittels Masse kaschieren wollen.
Wirklich schade.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
FSK-Aufdruck? Nein Danke!, 12. Juni 2009
Placebo bieten auch auf ihrem neuesten Werk gewohnt Hörenswertes! Die bereits in zahlreichen Interviews und Albumrezensionen angesprochenen positiven Vibes, die Battle for the Sun auszeichnen, stehen der Band nicht schlecht, sind aber auch keinesfalls eine so drastische Stiländerung, wie man aufgrund der Vorankündigungen hätte vermuten können. Niemand muss sich Sorgen machen, dass der Weltzschmerz vollkommen aus der Welt von Brian Molko verschwunden wäre. Genau genommen gibt es sogar recht wenig Experimente auf Battle for the Sun. Straighte Rocker mit den bekannten Zutaten, die sich durchaus auch für die von Placebo angestrebten großen Arenen eignen, garantieren eine relativ unauffällige Aufnahme in die Live Setlist zur anstehenden Tour und werden auch denen nicht weh tun, die nun die vermeintlich fehlende Melancholie anprangern. Also, alles wie gehabt und sicherlich eine Empfehlung für alle, die auf gitarrenlastigen Poprock mit Ohrwurmcharakter stehen. Was an die dieser Stelle aber hoffentlich auch mal gesagt werden darf: Die neuen FSK-Aufdrucke auf den Covern (bei DVD-Beilage) sind absolut unzumutbar! Ich gehöre zu den Wenigen, die sich trotz leicht zugänglicher Gratis-Downloads immer noch gerne die Originale kaufen, da für mich das gesamte Erlebnis des Hörens, Sehens und Fühlens einer Platte wichtig ist. Außerdem soll der Künstler durchaus seinen verdienten Anteil an der erbrachten Leistung bekommen. Aber mit solchen Verunstaltungen, die hässlich und überflüssig sind, werden Konsumenten verprellt! Die Krönung des Spotts ist dann noch eine FSK-0-Angabe, die einem hier zugemutet wird. Tipp: Die CD + DVD nicht in Deutschland kaufen!
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