Seit dem 2006er Album "Meds" hat sich viel getan. Placebo haben sich nicht nur von ihrer Plattenfirma sondern auch von ihrem Drummer getrennt. Der neue ist gerade mal Anfang zwanzig und drückt den Altersdurchschnitt gewaltig nach unten. Eine Verjüngungskur ist es nicht, aber etwas abgespeckt ist das neue Placebo schon. Der Sound ist merklich schroffer und man braucht einige Zeit, sich damit anzufreunden. Die E-Gitarren sind grimmig, das Schlagzeug prügelt sich selbst immer wieder in den Vordergrund. Dass gelegentlich sogar Streicher und Bläser zu hören sind, fällt beim ersten Hören kaum auf. Sänger Brian Molko schwelgt zwischen Wut und Verzweiflung, obwohl die leisen Töne diesmal fast völlig fehlen. Ein ganz besonderes Schmankerl ist zudem die Deluxe Edition des Albums. Die stabile Box enthält auf der regulären Album-CD zwei exklusive Bonustracks (das dropsige "Unisex" und das intime "The movie on your eyelids"), dazu eine Vinylausgabe, eine Making-of-DVD, eine Live-in-Kambodscha-DVD, zwei Booklets mit Linernotes und eine leere CD, für die man sich später von der Bandhomepage ein Konzert herunterladen kann. Trotz des hohen Preises schlägt das Fanherz bei solchen Sachen gleich sehr viel höher...