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Battle: A History of Combat and Culture: A History of Combat and Culture from Ancient Greece to Modern America
 
 
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Battle: A History of Combat and Culture: A History of Combat and Culture from Ancient Greece to Modern America [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

John A. Lynn
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Taschenbuch EUR 16,98  

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 399 Seiten
  • Verlag: Basic Books; Auflage: export ed (Juni 2003)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0813333717
  • ISBN-13: 978-0813333717
  • Größe und/oder Gewicht: 24,1 x 16,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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John A. Lynn
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Pressestimmen

"[A] rich and imaginative study." - Foreign Affairs"

Kurzbeschreibung

Spans the globe and the centuries to explore the way ideas shape the conduct of warfare Drawing on examples from Europe, the Middle East, South Asia, East Asia, and America, John A. Lynn challenges the belief that technology has been the dominant influence on combat from ancient times to the present. In battle, ideas can be more far more important than bullets or bombs. Carl von Clausewitz proclaimed that war is politics, but even more basically, war is culture. The hard reality of armed conflict is formed by - and, in turn, forms - a culture's values, assumptions, and expectations about fighting. The author examines the relationship between the real and the ideal, arguing that feedback between the two follows certain discernible paths. Battle rejects the currently fashionable notion of a 'Western way of warfare' and replaces it with more nuanced concepts of varied and evolving cultural patterns of combat. After considering history, Lynn finally asks how the knowledge gained might illuminate our understanding of the war on terrorism. The book includes a new Epilogue by the author.

In diesem Buch (Mehr dazu)
Einleitungssatz
PAGONDAS, THE THEBAN LEADER, urged the hearty Boeotian farmer-war assembled at Tanagra to fight the Athenians, even though that hostile army had begun to withdraw back to Attica from Boeotia. Lesen Sie die erste Seite
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Format:Taschenbuch
Die Forderung, die Militärgeschichte den sozial-, kultur- und mentalitätshistorischen Methoden zu öffnen, ist in Deutschland mittlerweile zum fast schon überholten Allgemeinplatz geworden - und das ist ein Glück. Denn diese Situation wurde dadurch erreicht, dass die Forderung seit anderthalb Jahrzehnten immer häufiger erfüllt wird und das mit zunehmender Selbstverständlichkeit.

In den USA hingegen sind die Vertreter der Drums-and-Trumpets-History immer noch fest im Sattel und verteidigen ihren Stil gegen die "neumodischen" Perspektiven von den Universitäten. Um so interessanter ist es also, wenn aus den Staaten ein Werk den Weg in unseren Buchhandel findet, das sich explizit der Idee verschrieben hat, den kulturhistorischen Aspekt in der Militärgeschichte zu verankern. Und noch einmal wird dieses Werk interessanter, wenn es von John Lynn ist - einem stilistischen Altmeister der gekreuzten Feder, der ein enormes Talent dafür hat, pointiert und angriffslustig zu schreiben, ohne jemals den Respekt vor dem Gegner oder dessen Ansichten zu verlieren oder das Sujet selbst aus den Augen zu verlieren. Es handelt sich also um eine anregende Kampschrift, die auch noch lehrreich ist - was kann man sich mehr wünschen.

Lynn schreibt eigentlich zwei Bücher gleichzeitg. Zum einen versucht er, in einem periodenübergreifenden Ansatz herauszuarbeiten, in welcher starken Abhängigkeit Krieg und Gesellschaft prinzipiell stehen. Er verneint die Idee des zeit- und eigenschaftenlosen "Universal Soldiers" und betont statt dessen in einem komplexen, aber benutzbaren Modell die starken sozialen und kulturellen Einflüsse, die sowohl die Idealbilder als auch Realitäten des Krieges je nach Region und Periode prägen. So bemüht er sich darum, durch Differenzierung den jeweiligen Kriegern einer Periode und Region ein individuelles Gersicht zu geben und außerdem en passant den (gerade in den USA) starken Glauben an die Technikdeterminiertheit in der Militärgeschichte gezielt zu dekonstruieren. Panzer sind für ihn bspw. nicht in erster Linie technische Gebilde, sondern physische Manifestationen der Ansichten und Ideen ihrer sie jeweils hervorbingenden Gesellschaften, was letztlich die Kultur über die Technik stellt - ein sympathischer Ansatz.

Damit eng verbunden ist seine zweite Stoßrichtung. Eine der seit einigen Jahren am meisten und heftigsten diskutierten Theorien ist Victor Davis Hansons Theorie des Western Way of Warfare. Dieses Modell konstatiert, dass es einen "unique style" der Kriegführung gäbe, der in der Kriegskunst der griechischen Poleis begründet wurde, sich linear bis heute fortsetzt und letztlich auch die europäische Dominanz in den letzten Jahrhunderten erklärt. Diese Theorie ist keineswegs simpel - sie ist im Gegenteil recht komplex und berücksichtigt bspw. sozialhistorische Aspekte. Sie konstatiert aber letztlich auch das, was Lynn bekämpft - den "Universal Soldier", den ewigen, eigentlich unveränderten Krieger, der in jeder Epoche in Hansons Modell im Prinzip gleich ist, nämlich ein Western Warrior.

Lynn respektiert explizit die Größe und den Wagemut dieser umfassenden Theorie, nicht aber ihren Inhalt und er arbeitet sich gezielt und Stück für Stück an ihr ab. So fließen in der spitzen Feder des Autors beide Stoßrichtungen letztlich zu einer Agenda zusammen: Kulturelle Vielfalt in der Militärgeschichte zu betonen, um Technikgläubigkeit und/oder Universal Soldier-Apologie (besonders der Hansonschen Form) zu dekonstruieren.

"This is not so much a work about the ''why'' of war but the ''how'' of war." Lynn betrachtet in acht Kapiteln die prozessuale Interdependenz von gesellschaftlicher Idealvorstellung und faktischer Realität des Krieges in einem bestimmten Zeitraum und einer bestimmten Region. Wie bestimmt eine Idealvorstellung die Kriegs- und Schlachtenrealität, wie wirkt die Realität auf die Idealvorstellung ein? Wie stellt sich beides inhaltlich dar? Dominiert die normative Kraft oder die faktische - und warum? Und wie geht die Gesellschaft mit der einen oder anderen Situation um? So wird eine interessante Verquickung möglich - große und abstrakte sozial- und kulturhistorische Linien einerseits werden sinvoll mit der kleinsten und konkretesten Ebene der Militärgeschichte, den eigentlichen Kampf, verschränkt.

Es ist kaum ein besserer Auftakt denkbar, um diesen Zusammenhang zu verdeutlichen, als der, den die Zeitleiste und natürlich auch Hanson vorgeben: Die Kriegführung der griechischen Poleis und mit ihnen die Kämpfe der Hopliten, die unter dem Titel "Written in blood" das erste Kapitel (S.1-28) bilden. Denn an dieser Phase kann Lynn sofort und ohne großen Widerspruch befürchten zu müssen, sein Modell für den Fall "Dominanz des Normativen" durchexerzieren - und genau so einen Fall braucht er als Startschuss, damit seine Perspektive sinnvoll und nutzbar erscheint. Die Phalanxkriegführung ist dafür ideal - sie ist nicht ohne Grund schon an anderem Ort eine "wonderful, absurd conspiracy" genannt worden. Hier hat sich eine Gesellschaft ein Kriegsbild gegeben und auch konsequent umgesezt, das so hanebüchen von allen "Zwängen der Realität" abweicht, wie man heutzutage automatisch zu sagen versucht ist, dass es nur durch ein Mittel zur jahrhundertelangen Realität werden konnte: Den Konsens aller Beteiligten. Lynn dekliniert in gebotener Kürze, aber ohne Hektik oder Verkürzungen durch, wie bei den Griechen das Idealbild des Krieges geartet war - und wie nah sie die Realität des Krieges damit zur Deckung brachten. Eine ganze Liste von im Regelfall auch eingehaltenen Vereinbarungen zeigt deutlich, dass dieses Kriegsbild sich keineswegs irgendwelchen Zwängen untergeordnet sah, sondern dass hier vielmehr Realität geformt und gestaltet wurde. Die Kultur der Poleis formte hier aktiv und rein nach ihrem Willen den Krieg - und ist somit ein idealer Auftakt für Lynns Buch.

Was nun folgt, ist das, was oft so schön "tour de force" genannt wird. Lynn arbeitet sich durch diverse Jahrhunderte und Regionen und dekliniert dabei verschiedene Perspektiven auf das jeweilige Militär und dessen Kriegswesen durch. So werden für die Antike die chinesischen und indischen Schriften zum Krieg analysiert - und zwar weit weg von der in Amerika verbreiteten, völlig unreflektierten Lobpreisung Sun-Tzus als einmaliges Genie. Im Gegenteil werden die Texte in ihre historischen Zusammenhänge eingeordnet und quellenkritisch seziert. En passant erfährt man überraschendes über die chinesische und indische Kriegführung, und bekommt ein mehr als schlechtes Gefühl, wenn man sich ob der eigenen Unkenntnis einen klaren Eurozentrismus eingestehen muss.

So überraschend, fundiert und interessant bleibt das Buch, so dass ich mich im Interesse der Lesbarkeit sowohl des Buches als auch dieser Rezension kurz fassen will: Im Kapitel über das Mittelalter (S.73-110) beschreibt Lynn die Reaktionen auf die immer weiter aufklaffende Schere von Idealbild und Realität des Krieges, die sich im Turnierwesen und dessen Entwicklung ("perfected reality") manifestierten. Das Kapitel zur europäischen Lineartaktik (S. 111-144, Lynns Hauptepoche) verknüpft eine Vielzahl von verschiedenen Perspektiven und Fäden, und zeichnet so ein äußerst kompaktes Bild dieser militärhistorischen Epoche. Das Kapitel "Victories of the Conquered" (S.145-178) befasst sich mit den indischen Sepoy und wirft die Frage auf, ob und wie sehr diese Truppen trotz der militärischen Zwangsverwandlung durch das europäische Militärwesen eine eigene Identität bewahrt bzw. neu entwickelt haben. Das Kapitel "The Sun of Austerlitz" (S179-218) befasst sich mit dem Zusammenspiel von europäischer Romantik und Militärtheorie, das in "romantic visions of decisive battles" seinen Niederschlag fand. "The Merciless Fight" (S.219-280) beschäftigt sich am Beispiel des Pazifikkrieges mit dem Einfluss von Rassimus auf Kampfmotivation und Kriegsform. Nach diesen eher "klassischen" Feldern analysiert Lynn in "Crossing the Canal" (s.281-316) die Einflüsse der ägyptischen Militärkultur auf dessen Effizienz im Sechstagekrieg. Ein Epilog zum Krieg gegen den Terror (S.317-358) lässt das Buch ausklingen und beschreibt, wie eine überraschend hereingebrochene neue Realität des Krieges zu einem "forming a New Military Discourse on War" führt.

Lynns Buch ist das, was neudeutsch (oder altenglisch) als "must read" bezeichnet wird. Die vielfältigen Perspektiven, Regionen und Epochen verschmelzen sinnvoll zu einem überzeugenden Plädoyer für zwei verschiedene Punkte: Erstens, dass primär die Kultur Wesen und Form eines Krieges bestimmt, und nicht Technik und/oder überzeitliche, objektive "Zangsläufigkeiten" oder gar "ewige Gesetze". Zweitens, dass die "Western Way of Warfare"-Theorie so dermaßen löcherig ist, dass sie eigentlich bereits stehend tot ist. Solange die Hanson-Schule kein Buch veröffentlicht, dass Lynns Angriffe widerlegt, so lange ist sie in der Defensive.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Harshly critical of Victor Davis Hanson 13. Juni 2003
Von 1. - Veröffentlicht auf Amazon.com
Format:Gebundene Ausgabe
Lynn completely disproves Hanson's thesis about the Western way of warfare in the opening chapters of Battle. Lynn cites the examples of the ancient Chinese and Indian armies as having the same organization of the ancient Greek armies although they were not based on democratic ideals. The Chinese armies were organized around harsh dicipline and personal example by its leaders while the Indian armies were formed around caste allegiances.Moreover the Greek method of warfare was abondoned in Roman times through the emergence of the professsional army. Lynn also believes that there was no set example of "Oriental," fighting because the Chinese relied upon mass armies while the Indians based their warmaking on subversion and assasination. The middle chapters, Lynn contradicts Hanson in that European armies during the medeval and elightenment periods avoided battle and relied upon seiges. Lynn also describes the development of the Sepoys and how they became an effective fighting force by mixing the European invention of the regiment with local and religious allegiances. In the section about Clausewitz, Lynn states Clausewtiz's ideas about decisive battle and the national will have no use in the age of limited warfare. Lynn also disagrees with John Dower theory about race in the Pacific War by writing that different cultural assumptions about surrender led to the totality of the conflict. In his section about the Egyptian army, Lynn states how the Egyptian army by detailing every last movement by their army during the canal crossing in 1973 compensated for the poor quaility of the junior Egyptian officers. I would reccomend this book for anyone interested in new theories about culture and war that disprove the writings of Hanson and Keegan.
33 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interesting analysis ... until the Epilogue 22. Dezember 2005
Von Robert Bebber - Veröffentlicht auf Amazon.com
Format:Gebundene Ausgabe
"Battle" appears to be written as a direct challenge to Victor Davis Hanson and John Keegan, two of the world's best known military and classical historians. Dr. Lynn's book is well written and well organized, and provides a fascinating overview of his thesis on how cultural discourse affects the waging of war by societies. He aggressively asserts that there is no "Western" (or other non-Western) Way of War, rather that each culture's interpritation of war and battle shapes its values and how it fights its wars. His work deserves great consideration, but I will not go so far to say that he necessarily "disproves" the analysis put forward by Hanson or Keegan. Regrettably, his book would receive more stars were it not for his Epilogue concerning the War on Terrorism. The Epilogue reads more like a treatise from the editorial pages of the New York Times and less like a sober understanding of the challenges this unique War presents. His choice of source material for the Epilogue includes Maureen Dowd, Richard Clark and Gen. Anthony Zini. Dowd cannot be taken seriously, and Clark has been thoroughly discredited. Zini is in the mold of Gen. Wesley Clark. By stepping in to this highly politicized debate and adopting the positions of those so firmly on the Left, it undercuts my opinion of his otherwise interesting and informative work. However, it deserves to be read by those who share Hanson's and Keegan's analysis, as it is a worthy challenge.
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Thoughtful 20. April 2007
Von R. Albin - Veröffentlicht auf Amazon.com
Format:Taschenbuch
This very good book is devoted to the ways that larger culture influences how different societies wage war. Lynn presents a series of essays looking at how classical Greece, ancient China, Enlightenment Europe, and others waged war and the ways warmaking reflects important cultural features. Lynn thoughtfully analyzes both the actual practice of war and whatever theoretical ideas these societies produce about war, and discusses thoughtfully the interactions between the two. Lynn vigorously attacks technological determinism as an explanation for differences in the way wars have been fought. The overall theme is well supported by his specific analysis and examples. For example, he has a very nice discussion of von Clausewitz as someone writing in the Romantic intellectual tradition. He is careful also not to overemphasize cultural features. One chapter is a very good critical discussion of the role of racism in the Pacific in WWII, where I think he shows well that the role of racism has been overemphasized by other writers on this topic. Lynn also criticizes other writers who have argued for a cultural determinism of war, notably the classicist Victor Davis Hanson's idea of a "Western Way of War." Lynn shreds this and related arguments. As Lynn shows well, there is no substitute for careful, critical, and highly specific analysis that pays attention to all factors and their interactions.
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