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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meilenstein der Comicgeschichte,
Von K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters (Broschiert)
Diese Besprechung bezieht sich auf die comicart-Übersetzung, die keinerlei graphischer Zensur unterlag. Dies ist eines der berühmtesten Batman-Comics aller Zeiten und kaum eines hat die Kritiker und Leserinnen und Leser in ihrem Urteil so gespalten. Ein Teil dieser Kontroverse und auch eine Geschichte der Figur des Batmans wird durch die Einleitung von Andreas Knigge dargelegt. Hier können gerade Neulinge eine Menge über diese sehr alte Comic-Figur und ihre Ursprünge erfahren.Neben der eigentlichen Story sind in diesem Band auch die verschiedenen philosophischen Betrachtungen interessant, die teils durch die Medienkontroverse, teils durch die Gedanken James Gordons und ganz besonders durch die Überlegungen zu gesellschaftlichen und politischen Problemen von Bruce Wayne (Batman) und Clark Kent (Superman) angestellt werden. Hier zeigt sich sehr deutlich, worin die eigentliche Problematik dieses Comics liegt und warum es auch noch Jahre nach seiner Entstehung immer noch ein gültiger Klassiker des Genres ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Historisch wichtig, inhaltlich überbewertet und veraltet,
Von
Rezension bezieht sich auf: Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters (Broschiert)
In naher Zukunft. Gotham City wird von einer bizarren und schwer bewaffneten Gang, den Mutanten, terrorisiert und die Bürger der Stadt sind unfähig etwas dagegen zu tun und können auch nicht auf die Hilfe Batmans bauen, da dieser sich vor Jahren zurückgezogen hat. Dazu kommt noch, dass er um einige Jahre gealtert ist und seine Freizeit mit Adrenalin pumpenden Autorennen und Treffen mit dem bald pensionierte(und ebenfalls stark gealterten) Commissioner Gordon verbringt.Warum er sich zurückzog wird nur angedeutet, aber Bruce versucht auf jeden Fall so wenig wie möglich an seine Vergangenheit zu denken, doch dann holt ihn die Realität ein und Batman erhebt sich einmal mehr aus der Dunkelheit um Schrecken in die Herzen der Verbrecher und größeren Abschaum zu tragen. Und sich dabei wie ein Psychopath zu verhalten. "Die Rückkehr des dunklen Ritters"(oder im Original "The Dark Knight Returns") wird mit Watchmen oft in einem ehrfürchtigen Atemzug genannt, da sie beide auf ihre Art den Superheldencomic düsterer und brutaler als jemals zuvor etablierten(und eine Menge schrecklicher Nachahmer den Weg damit bahnten) und den Blick auf Superhelden für immer verschoben. Beide sind Kinder der 80er und damit des kalten Krieges, der die ganze Welt prägte. Während Alan Moore und Dave Gibbson den Fokus jedoch auf die Archetypen der Superhelden und die Vorstellung wie es sich in einer Welt mit ihnen leben würde konzentrieren, nebenbei viele andere Themen(zum Beispiel die Bedeutung des Lebens) miteinarbeiten und mit dem Medium Comic an sich experimentieren, geht es Frank Miller in seinem dunklen Ritter klassisch an. Batman steht im Vordergrund der Handlung und im Gegensatz zu den Watchmen-Heroen MUSS er zwangsläufig zum Symphatieträger der Handlung werden, da alle anderen Menschen in der düsteren Welt des dunklen Ritters zu noch brutaleren Verhalten als er selbst neigen(wobei er selbst keineswegs zimperlich ist und auch keinerlei Skrupel mehr besitzt zu töten) und man ihn wohl als das kleinere Übel ansehen muss oder zumindest kann. Während in Watchmen die Persönlichkeiten und deren Biographien nach und nach im erläutert werden, greift Miller Batmans Biographie kurz noch einmal auf und lässt ihn ansonsten in bester Manier eines harten Kerls eher seine Fäuiste(oder Batarang oder die eine oder andere Waffe) sprechen und seine Umgebung mit Angst und Terror überziehen. Miller lässt Batmans Umgebung in Form von Pseudoreportagen und Interviews reagieren und erweitert die Handlung damit auch um eine leidlich witzige Mediensatire, zu der sich dann nach und nach auch Kritik an den zu dieser Zeit(1985-1986) amtierenden Präsidenten gesellt, die dem Comic einen stark politischen Anstrich gibt. Macht ihn das schlechter? Durchaus, denn damit verliert Miller den Fokus auf die kaputte Psyche seiner Hauptfigur, wie dies im ersten der vier Hefte noch der Fall ist und erhöht seine Hauptfigur nach und nach zu einer allmächtigen Führerfigur, deren Methoden er eindeutig gutheißt und sogar scheinbar als nötig ansieht um wieder Gerechtigkeit in die Welt zu bringen. Dass Batman eigentlich sogar schon über 60 ist, wird der Coolness und der Actionszenen wegen oftmals übersehen und nur auf Grund der Dramatik ein paar Mal eingebaut, um ihn menschlicher erscheinen zu lassen. Ansonsten ist Batman ein für Miller typischer Machoheld, groß, kräftig, wortkarg, auf Muskeln und Adrenalin fixiert und so cool, dass er Eiswürfel spucken müsste, was zumindest mir irgendwann nur Kopfschmerzen bereitete. Zeichnerisch gesehen fällt die Geschichte auch nach und nach immer mehr ab.Sehen wir im ersten(und auch inhaltlich besten) Heft noch ausgesprochen gut gezeichnete Figuren vor einer düsteren und farbarmen Kulisse, werden schon im zweiten Heft die Proportionen größer und Batman immer bulliger, was dann in Heft drei und vier nur noch schnell hingeklatscht und ziemlich bunt wirkt. Ist "Die Rückkehr des dunklen Ritters" also eine schlechte Miniserie? Nein, aber auch nicht das Meisterwerk als das es viele Leute noch heute anpreisen. Kann Watchmen sich auf Grund seines zeitnahen Porträts der 80er und seiner zeitlosen Thematiken sich als der Klassiker etablieren der es ist, leidet Die Rückkehr des dunklen Ritters sehr daran in einem Jahr verhaftet zu sein, ihre Hauptfigur zu sehr zu erhöhen und nichts aus der eigentlich interessanten Thematik zu machen. Es muss allerdings auch gesagt werden, dass es viele qualikativ hochwertigere Sachen wie die Zeichentrickserie aus den 90ern, Alan Moores Klassiker "The Killing Joke", die Serie Batman Beyond(in der das Thema eines gealterten Batmans erneut aufgegriffen und viel besser verarbeitet wird) und weitere "bessere" Comics mit Batman(darunter auch Arkham Asylum von Grant Morrisson und Dave McKean) nie gegegeben hätte, wenn es Miller nicht gelungen wäre mit seiner überdrehten Vision dieses Batmans ihn vor der Versenkung zu retten. Damit gebühren ihn, seiner (damaligen) Frau Lynn Varley und seinenb Kollegen Klaus Janson Dank und machen "Die Rückkehr des dunklen Ritters" immer noch zu keinem guten Comic, aber zumindest zu einem Stück Comichistorie ohne dass es vieles heute wohl nicht gebe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Super"held" als alter, zynischer Mistkerl,
Von
Rezension bezieht sich auf: Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters (Broschiert)
Das hat dem Ritter Gothams gut getan!Statt einer radikalen Verjüngung, die Comic-Autoren gern als letztes Mittel einsetzen, um eine Figur zu retten und wieder interessant zu machen, zog Frank Miller den radikalen Gegenweg vor und machte Bruce Wayne zu einem mürrischen Greis, der es in einer futuristischen, dreckigen Welt noch einmal wissen möchte. Als Leser wird man zwar erst einmal in dieses Gotham City hinein geworfen wie ins kalte Wasser und muss über die ersten Kapitel hinweg lernen, sich in dieser Welt zurecht zu finden - doch, wenn man mal so weit ist, wirkt das düstere, oft hoffnungslose Szenario stimmig und angemessen für einen entsprechend abgewrackten "Helden". Da "The Dark Knight Returns" nicht im offiziellen Kontext der Batman-Hauptgeschichte angesiedelt ist, kann sich der Autor hier so richtig ausleben und einige alte Rechnungen begleichen. So kommt es zu dem ein oder anderen Showdown mit klassischen Bösewichten - und endlich bringt Batman mal zu Ende, was er begonnen hat! Für die Story noch interessanter ist jedoch, wie Frank Miller den Strahlemann des DC-Universums, Superman, demontiert - und das, ohne die Figur an sich neu zu interpretieren. Er zeigt lediglich wie der überkorrekte Mann aus Stahl im falschen Kontext zu etwas Gefährlichem wird ... Somit sind gleich zwei der bedeutendsten Superhelden aller Zeiten endlich so, wie man sie sich als erwachsener Comic-Leser immer gewünscht hat - mit Ecken, Kanten und gar nicht mal so perfekt. Optisch wirkt der Comic auf seine eigene Art und Weise, doch neben sich ändernden Proportionen fallen die oft sehr "hinskizzierten" Zeichnungen zuweilen eher negativ auf. Der größte Kritikpunkt ist jedoch, dass Miller es zwar auf der einen Seite schafft, seine Geschichte stimmig und dynamisch zu inszenieren und den Leser somit in seinen Bann zu ziehen - doch er schneidet sich ins eigene Fleisch, wenn er ein absolut kontraproduktives und gar nicht mal so geniales stilistisches Mittel einsetzt, wie er sich vielleicht gedacht hat: Miller unterbricht den Lesefluss immer und immer wieder durch Fernsehübertragungen. Gemäßigter eingesetzt, könnte die Idee ganz interessant sein, da man über die Medien einen Blick in die Welt Gothams bekommt, die Batmans Abenteuer gut ergänzen; verschiedene Menschen von der Straße sowie "Experten" kommen zu Wort und kommentieren aktuelle Geschehnisse aus der Stadt. Soweit so gut. Doch wenn zum gefühlten fünfzigsten Mal eine spannende Kampfszene durch Talkshow-Gelaber unterbrochen wird, fühlt man sich als Leser früher oder später schlichtweg verarscht. Unterm Strich bleibt aber ein außergewöhnlicher Leckerbissen des DC-Universums, den man gelesen haben sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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