"Die Handlung hat Löcher, aber so langsam macht sie Sinn.". Das ist ein Zitat aus "Batman: Die Rückkehr von Bruce Wayne". Das mit den Löchern, fand ich auch. Einen Sinn hingegen ergibt diese, aus 6 ganz unterschiedlich gestalteten (und von je einem anderen Zeichner gefertigten) Kapitel, wohl vor allem für den harten Kern der Fans von DC-Comics. Für Einsteiger ist das alles recht verwirrend und auch leider nicht annähernd so imposant gezeichnet wie etwa Blackest Night.
Batman lebt! Allerdings wurde er in die Steinzeit zurückgeworfen. Und zwar buchstäblich! Bruce Wayne hat sein Gedächtnis verloren und macht sich auf in der Zeit voran zu reisen. Steinzeit, Piratenära, Wild West Auftritt mit Jonah Hex, ein Abenteuer im Noir-Stil und allerlei Superhelden Science Fiction mit der JLA. Ein Lob für die Idee! Batman im Wandel der Zeit, das ist mal was anderes. Einige Sequenzen sehen auch sehr hübsch aus, meist dann wenn eine seitenfüllende Zeichnung zu bewundern ist. Bei Star Trek waren die Zeitreise-Episoden meist besonders gelungen, mein Favorit ist die TNG-Folge mit Mark Twain. Warum gibt es eigentlich so wenige Star Trek Comics? Die Batman-Zeitreise hätte deutlich mehr Potenzial gehabt und hat mich deshalb ziemlich enttäuscht.
Für Batman-Fans auf jeden Fall einen Blick wert! Für mich leider nicht sehr spannend. Der größte Trumpf dieses Comics, der eine neue Batman-Reihe einleitet, nämlich die Rückkehr von Bruce Wayne, ist auch gleichzeitig das größte Manko der Geschichte: wenn ein Toter beliebig oft wieder auferstehen kann, wo bleibt dann das Mitfiebern und die Spannung? Was soll ihm schon passieren? Spätestens in Arkham City auf der PS3 oder 2012 bei der Batman Live Show ist der alte Fledermaus-Detektiv eh wieder da.
Ich glaube das hier liegt mir mehr: Batman: Arkham Asylum - Madness
220 Seiten, Softcover, Farbe, Autor: Grant Morrison, Zeichner: Chris Sprouse u. a. Übersetzung: Steve Kups, Vorwort, Cover-Galerie, DC/Panini 2011