Mit Batman hat Tim Burton einen Film geschaffen, der den düsteren Charakter Batmans voll trifft. Die Szenerie Gothams wirkt hart, kalt und abschreckend und genau das soll Gotham City sein.
Mit Michael Keaton steckt im Kostüm der Fledermaus, welches übrigens einfach genial martialisch erscheint, ein Schauspieler, dem man als Bruce Wayne niemals den Superhelden abnehmen würde, der aber als Batman absolut übrezeugend ist.
Der Gegenpart Joker (Jack Nicholson) strotzt nur so von Bösartigkeit und ist herrlich schräg.
Die Utensilien Batmans hauen jeden Gimmickfreak vom Hocker, angefangen mit dem coolen Batmobil, über den Anzug mit seinen Waffen und Seilen bis hin zu Batmans Düsenflugzeug 'Batwing'.
Auch der Actionfan bekommt bei Batman ordentlich etwas geboten, auch wenn mehr Wert auf die Darstellung der Charaktere gelegt wurde.
In Batmans Rückkehr schlüpft Keaton zum vorerst letzten mal in die Rolle des dunklen Ritters. Diesmal stehen ihm Gegenüber Danny DeVito als kaltherziger Pinguin, Christopher Walken als Magnat Max Shreck und Michelle Pfeiffer als Catwoman. Alle drei können in ihren Rollen absolut überzeugen.
Hat Burton im ersten Teil Gotham noch eher schlicht gehalten greift er beim Nachfolger aber wirklich in die vollen. Gotham pulsiert vor Leben, wirkt bunt und düster zugleich. Die Atmosphäre ist noch viel düsterer als im Vorgängerfilm. Gotham wirkt dadurch zugleich abstoßend und doch unheimlich anziehend, charismatischer kann man eine Filmstadt nicht gestalten.
Die Kostüme, Fahrzeuge und Gimmicks sind wieder überragend und über zu wenig Action kann man sich auch absolut nicht beschweren. Die Story ist vollgestopft mit guten Ideen und hat einen klaren roten Faden.
Mit der Übergabe der Regie an Joel Schumacher hat sich Warner keinen Gefallen getan.
Während Tim Burtons düstere Ader hervorragend zu Batman paßt scheint Schumacher eher von der 60er Jahre-Serie angetan, in der es eher kitschig und bunt zuging.
Mit Jim Carrey hat man auch gleich den richtigen Kasper für den Riddler gefunden und Tommy Lee Jones scheint die Rolle des Two-Face auch eher komisch als dramatisch zu interpretieren.
Batman wird gespielt von Val Kilmer, welcher nicht so recht in die Rolle Batmans passen will und unterstützt wird er von Chris O'Donnell als Robin.
Die Kostüme und Fahrzeuge sind, wie der Rest des Films, kitschig und abgedreht.
Alles in allem ist Batman Forever viel zu bunt und albern, hat aber durchaus noch seine guten Seiten.
Mit Teil 4 hat Joel Schumacher die Batman-Filme endgültig an die Kitschserie der 60er angepaßt. Selbst die Quartiere der Schurken wurden hier aus einer schrägen Kameraposition gefilmt (exakt wie bei Adam Wests Batman). Die Kostüme, Sets, Fahrzeuge und Gimmicks sind sehr aufwändig und pompös, sehen aber leider so künstlich kitschig aus, daß man sich wünscht, man hätte den Film besser in einem Hinterhof gedreht.
Das wirklich traurige an Batman & Robin ist, daß es nicht nur ein oder zwei Kritikpunkte gibt. Die Story ist einfach schlecht und die Schauspieler sind überwiegend peinlich fürs Filmgeschäft.
George Clooney läßt Batman zu einem witzelnden Grinser verkommen, Arnold Schwarzenegger paßt meiner Meinung nicht zur Comicfigur Mr. Freeze, ein grunzender Riese tappt dumm als Bane herum, der in den Comics hochintelligent ist und kein haarloser Affe auf Drogen und Alicia Silverstone gibt als Batgirl ihre bisher schlechteste Leistung ab (und das will was heißen).
Um den Comicfans noch einen Dämpfer zu verpassen wurde die Batmanhandlung der Comics total ignoriert. So ist z.B. Batgirl nicht Gordons Tochter sondern eine Nichte von Butler Alfred.
Das einzig ansprechende an diesem Film ist Uma Thurman, die einfach nur zum Anbeißen aussieht.
Für Freunde seichten Klamauks und bunten Kitschs ist Batman 4 wohl empfehlenswert, für Batmanfans könnte der Film eher wie ein böser LSD-Trip erscheinen. Zum Glück ist der Film in den Kinos gefloppt, sodaß wir von einer neuen Fortsetzung dieses Kalibers verschont werden.