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Unter RPG Fans gehören die Spiele von Namco eindeutig zu den kleinen Geheimtipps. "Baten Kaitos" ist hier keine Ausnahme.
Die Fans dieses Genres haben auf dem Cube ja eh wenig "Futter" und lange musste man hier bangen bis endlich bestätigt wurde das Baten Kaitos auch in Europa veröffentlicht wird.
Was man geboten bekommt ist wirklich ein episches Rollenspiel das Riesen wie Final Fantasy deutlich den Thron im RPG-Himel streitig macht.
Zwar ist die Story nicht wirklich neu (Imperator will bösen Gott erwecken und so die ganze Welt beherrschen) doch Baten Kaitos hat viele kleinere Details die neuen Wind in das Genre bringen.
Am deutlichsten fällt wohl das Kartensystem auf, welches für viele abschreckend wirken man. Es ist aber leichter zu durchschauen als man denkt!
Karten werden in der Welt des Spiels so ziemlich für alles eingesetzt. Mittels diesen "Utensilien" kann schwere Objekte, z. B. einen gigantischen Stein, bannen und einfach in die Hosentasche stecken. Dies ist aber noch nicht der eigentliche Reoz den die Karten ausmachen. Viel interessanter wird es wenn man in den Kampf zieht oder Karten als Heilitems verwendet.
In den rundenbasierenden Kämpfen werden nach und nach Karten aus dem Deck, welches man zuvor bearbeiten kann, ausgespielt. Hier schon gleich ein kleiner Nachteil: Es können lediglich Karten in das Deck gelegt werden, jedoch kann NICHT bestimmt werden wie diese dann im Kampf ausgespielt werden. Es ist also eine gewisse Strategie gefragt und nicht zu oft auch einige Anläufe bei Bossfights.
Dieses kleine Manko wird aber durch den SPaß des Kartensystems schnell zur Nebensache. Karten können verschieden kombiniert werden wenn diese Kombinationen nur irgendwie Sinn machen. Z.B. macht eine Kartenreihenfolge, in der der Wert der Karten auf oder absteigend geordnet ist (1, 2, 3, 4 oder 7, 6, 5, 4) mehr schaden als wahllos gespielte Karten. Ebenso verhält es sich mit Elementarkarten. Eis und Wasser sind eine gute Kombination, während Feuer und Wasser sich aufheben. Selbst wenn sich das jetzt auch etwas kompliziert liest, man fühlt sich sehr schnell heimisch mit diesem System.
Auch nett ist die Tatsache das Items in Karten altern können. Nicht nur einmal, sondern permanent. Wein in einer Flasche wird z.B. erst sauer, dann zu Essig und später ist die Flasche sogar leer weil der Essig oxidiert ist. Diese Änderungen kommen überwiegend bei Heilitems vor, jedoch ändern diese nach und nach dann auch ihre Fähigkeiten. Vermag ein "frisches Item" noch zu heilen, so kann es im nächsten Status Gegner vergiften oder weitaus mehr heilen.
Das ganze Kartensystem ist also mehr als nur überdacht und voller kleiner Details die das Spiel so liebenswert machen. Letzteres gilt auch für die wunderschöne Grafik und den gigantischen Score. Vorgerenderte Hintergründe mögen zwar nicht mehr das aktuellste in der Zeit der 3D Spiele sein, doch bei Baten Kaitos ist so viel in diesen Hintergründen animiert, es ist einfach eine Wonne zu sehen wie kleinste Grasbüschel im Wind wehen etc. Hinzu kommen wirklich geniale Einfälle was das Leveldesign angeht.
Beispiel gefällig? Ein Dungeon hat die Optik eines zerbrochenen Spiegels. Man sieht wirklich die Einzelteiloe des Dungeons auf dem ganzen Bildschirm verteilt und muss sich so irgendwie orientieren können. Nicht so leicht wenn der Fuß sich oben links und rechts unten spiegelt währende Teile vom Körper irgendwo in der Mitte stehen und der Kopf gar ganz fehlt.
Ein weiteres LOb gibt es dafür wie der Spieler selbst in die Story integriert wird. Zu Beginn muss man Namen und Geschlecht eingeben und darf fortan als Geist den Helden/die Gruppe begleiten. In verschiedenen Szenen wird mit diesem Geist interagiert und die Reaktionen auf diesen Charakter darf man selbst bestimmen. Je nach Verhalten des Spielers wächst der Geist mit Held/Gruppe immer mehr zusammen und DAS hat sehr positive Auwirkungen auf Combos in Kämpfen.
Leider gibt es da aber noch zwei Dinge die schwer im Magen liegen. FMV-Sequenzen gibt es NICHT! Lediglich das Intro ist eine, sonst sucht man die FIlmchen aber ohne Erfolg.
Zudem ist die Sprachausgabe mehr als nur nervig. In "Tales of Symphonia" hat Namco noch beste Arbeit geleistet, doch hier klingen die Stimmen blechern, teils hört man sogar ein Echo oder nur dumpfe Stimmen bei denen Wörter verschluckt werden. 'Man kann aber darüber wegsehen und die Synchro auch abschalten :P (was ich empfehle!)
Ich denke ich habe jetzt schon so viel (konfuses :P) geschrieben das einige das Browserfenster schon weggeklickt haben, aber es gibt in diesem Spiel einfach so viele Eindrücke die man bei vielen neuen RPGs vergebens sucht. Für alle Fans des Genres ist Baten Kaitos auf alle Fälle ein Pflichtkauf, wenn nicht sogar für alle Besitzer eines GameCubes.
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