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Wieder einmal hat Songwriter Jim Steinman Meat Loaf als Heavy Metal-Pavarotti auserkoren, der seine zu wagnerianischer Größe aufgeplusterten High-School-Phantasien kongenial umsetzt. Typisches Produktionsbeispiel ist die Hitsingle "I´d Do Anything For Love (But I Won´t Do That"): Steinman türmt Gitarren, Drums, Synthesizer und Chorstimmen übereineinander, als gelte es, den legendären Phil Spector noch zu übertreffen. Der Rest des Albums dreht sich um Teenagerlust- und frust und alle möglichen Rock´n´Roll-Phantasien und ihre Spielarten. Es ist irgendwie müßig, sich über die infantilen Texte aufzuregen, oder über die bleierne Rhythmik, den effekthascherischen Gesang, die geklauten Melodien und die überladenen Arrangements. Steinman kennt den Knopf, den man beim Publikum drücken muß, und mit Hilfe von Meat Loaf drückt er ihn -- wenn auch mit einem Vorschlaghammer. --Geoffrey Himes
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"Back into hell" - wie das Album im Untertitel heißt - ist in mancher Hinsicht sogar besser als "Bat out of hell 1":
- es ist mit 75 Minuten einiges länger (und das ist bei genialer Musik immer ein Pluspunkt)
- es ist um 16 Jahre besser produziert
Stimmlich zeigt sich Meat Loaf wieder einmal in Höchstform, was zu "Midnight at the lost and found"-Zeiten ja auch schon mal anders war. Meat Loaf ist ohnehin ein Phänomen: Räumt mit "Bat out of hell" amtlich ab, hängt mit dem eigentlich auch nicht schlechten "Dead Ringer" etwas durch, bringt mit "Midnight ..." ein Album heraus, von dem kaum einer Kenntnis nimmt, erreicht mit "Bad attitude" ein kleines Zwischenhoch und kann mit "Blind before I stop" keine Katze hinter dem Ofen vorlocken.Deshalb: Wer es noch nicht hat, unbedingt kaufen. Bombast-Rock vom Feinsten von der ersten bis zur letzten Minute.
Und ansonsten bleibt uns nur, noch einmal 16 Jahre zu warten. Wer weiß, ob 2009 nicht noch "Bat out of hell III" erscheint. Zu wünschen wäre es.
1) I'D DO ANYTHING FOR LOVE (11:55)
Erschien in einer gekürzten Fassung auch als Single, zu Recht ein Megahit
2) LIFE IS A LEMON AND I WANT MY MONEY BACK (7:59)
Satte Rocknummer, harte Gitarren statt Klavier, so muss Rock klingen!
3) ROCK AND ROLL DREAMS COME THROUGH (5:41)
Ruhige, verhältnismäßig langsame Ballade, unspektakulär, aber gut
4) IT JUST WON'T QUIT (7:19)
Bombastische Rockballade, eines der intensivsten Stücke der CD
5) OUT OF THE FRYING PAN (7:27)
Perfekt produzierte Rocknummer, geht sofort ins Ohr
6) OBJECTS IN THE REAR VIEW MIRROR (10:15)
Absolutes Highlight, gehört unumstritten zu den besten Balladen aller Zeiten
7) WASTED YOUTH (2:45)
Das von Steinman gesprochene, pardon, geschrieene Intro zu "Everything Louder"
8) EVERYTHING LOUDER THEN EVERYTHING ELSE (7:58)
Zusammen mit "Life Is A Lemon" der härteste Track des Albums, absolut genial
9) GOOD GIRLS GO TO HEAVEN (6:50)
Beginnt wie ein schräger Blues, wandelt sich dann aber zu einem typischen Rocksong
10) BACK INTO HELL (2:44)
Eher unspektakuläres Instrumental, eigentlich überflüssig
11) LOST BOYS AND GOLDEN GIRLS (4:23)
Ruhiger und harmonischer Ausklang des Albums, schöne Ballade
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