Bastille

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Das Jahr 2013 hätte für Bastille bislang einfach nicht besser laufen können: Anfang März erschien ihr Debütalbum „Bad Blood“ in UK und landete dort auf Anhieb an der Spitze der Albumcharts. Während es in Deutschland ebenfalls in die Top-25 ging, hat sich der Erstling inzwischen allein in Großbritannien rund eine Viertelmillion Mal verkauft, hält sich nach wie vor in den Top-10 und ist somit das bis dato erfolgreichste Debütalbum des Jahres im Inselreich. Auch ihre ultraeingängige Ohrwurm-Single „Pompeii“, die sich über eine halbe Million Mal verkaufen sollte, zählt längst zu den größten Hits ... Lesen Sie mehr

Das Jahr 2013 hätte für Bastille bislang einfach nicht besser laufen können: Anfang März erschien ihr Debütalbum „Bad Blood“ in UK und landete dort auf Anhieb an der Spitze der Albumcharts. Während es in Deutschland ebenfalls in die Top-25 ging, hat sich der Erstling inzwischen allein in Großbritannien rund eine Viertelmillion Mal verkauft, hält sich nach wie vor in den Top-10 und ist somit das bis dato erfolgreichste Debütalbum des Jahres im Inselreich. Auch ihre ultraeingängige Ohrwurm-Single „Pompeii“, die sich über eine halbe Million Mal verkaufen sollte, zählt längst zu den größten Hits des Jahres – hierzulande Platz 2 in den iTunes-Charts! –, und als die Band um Frontmann Dan Smith kürzlich ihre UK-Tour ankündigte, waren sämtliche der 44.000 Tickets binnen 24 Stunden auch schon wieder ausverkauft. Kurz gesagt: Keine Newcomer-Band hat in UK einen besseren Start hingelegt, und auch bei uns dürften sie zum Jahresende ganz oben unter den erfolgreichsten Newcomern des Jahres mitmischen...

Wie es dazu kommen konnte? Nun, die bisherigen Stationen ihres rasanten Karrierestarts sind schnell aufgelistet: Da wäre zum einen viel gebündeltes Talent, verpackt in wenigen Hammer-Releases, und zusätzlichen Rückenwind gab’s zum Beispiel schon früh durch das improvisierte DIY-Video zur Debütsingle „Flaws/Icarus“ (erschienen auf dem Label Young & Lost Club), eine dreiminütige Neuinterpretation des Filmklassikers „Badlands“ von 1973, allerdings ohne den Mord; dann kamen die „Laura Palmer“-EP, weitere Singles für Virgin Records, „Overjoyed“, „Bad Blood“, dann die Neuauflage von „Flaws“, eine UK-Zweitplatzierung mit „Pompeii“ sowie die Single „Laura Palmer“ – ganz zu schweigen von ihren Mixtapes aus dem Jahr 2012: „Other People’s Heartache“ und „Other People’s Heartache Part 2“, deren Tracks es zum Teil auch bis an die Spitze der Hype-Machine-Charts schaffen sollten...

Während seiner Kindheit und Jugend hatte Dan Smith noch von ganz anderen Berufen geträumt: Er wollte eigentlich Spielfilme editieren, Romane schreiben oder als Journalist arbeiten – Hauptsache, er könnte irgendwie eine Geschichte erzählen und in irgendeiner Form hinter den Kulissen kreativ sein und die Fäden ziehen.

Filme hatten Smith schon in jungen Jahren fasziniert; nach einer Phase als frühreifer Horror-Fan landete er beim Werk von Dario Argento und anderen esoterischen Meilensteinen der europäischen Filmgeschichte, danach kam „Mulholland Drive“ und ein ausgeprägter Hang zu Lynchs Ästhetik – allesamt Einflüsse, die durchaus auch in seinen Kompositionen durchschimmern. Offensichtliches Beispiel: Der Song „Laura Palmer“ bezieht sich natürlich auf die Protagonistin von „Twin Peaks“, und es gab da ja sogar mal eine Phase, in der Dan mit einer astreinen „Eraserhead“-Frisur herumlief...

Obwohl Dan Smith ganz klar die treibende Kraft hinter Bastille ist – anfangs war es immerhin seine One-Man-Show, er schrieb sämtliche Songs ganz allein in seinem Schlafzimmer –, entsteht der Sound der Band inzwischen mit vereinten Kräften: Die anderen Bandmitglieder – Will Farquarson (Bass), Kyle Simmons (Keyboards) und Chris „Woody“ Wood (Schlagzeug) – übernehmen auf dem Album eine ganze Reihe von Aufgaben, während ihr Produzent Mark Crew während der Aufnahmephase definitiv die Rolle des „fünften Bandmitglieds“ inne hatte. Mit Mark Crew hatte Smith schon während der Anfangszeit von Bastille gearbeitet, und obwohl das Album insgesamt echt massiv und ausladend klingt, fanden die Aufnahmen genau genommen in einem winzigen Studio unter minimalem Equipment-Einsatz statt; einzig, um die Streicher aufzunehmen, mieteten sie einen Tag lang einen Raum im legendären Abbey Road Studio. „Ja, das Studio, in dem wir das Album aufgenommen haben, das war eher so groß wie ein Schrank; insofern waren das schon die zwei Extreme, die wir da kennen gelernt haben. Mein Ziel lautete, massiv-epische Klangwelten mit Songtexten zu kombinieren, die im Gegenteil ganz vertraut wirken, eindringliche Geschichten erzählen oder wie ein Dialog funktionieren. Dieser Kontrast hatte es mir echt angetan“, berichtet Smith.

Eine weitere Maxime, die Smith und Co. während der Arbeit am Erstling verfolgten, bestand darin, „jeden einzelnen Song unterschiedlich anzugehen. Jedes Stück sollte seine eigene Geschichte erzählen, seine ganz eigene Stimmung haben, basierend auf ganz unterschiedlichen Sounds und Produktionsansätzen. Es sollten also immer wieder andere Aspekte der verschiedenen Genres und Styles, auf die ich stehe – HipHop, Indie, Pop, Folk etc. –, durchschimmern. So wie bei Filmsoundtracks der Film dafür sorgt, dass ganz unterschiedliche Stile zusammen funktionieren, sollte diese klangliche Vielfalt bei uns durch meine Stimme und meine Handschrift als Songwriter zu einem Ganzen vereint werden, so dass jeder Song quasi wie eine Szene funktioniert, als Teil dieses Ganzen.“

Und so macht Smith, dank Bastille, heute also doch genau die Sachen, von denen er früher geträumt hat: Er realisiert Videos zu seinen Kompositionen (und tritt darin, wenngleich mit etwas Widerwillen, natürlich auch auf; das Video zu „Pompeii“ bezeichnet er z.B. als „Update zum Roman ‘Ich bin Legende’, wie ihn wohl der Regisseur von ‘Drive’ umsetzen würde.“), und wichtiger noch: Er schreibt seine Geschichten, ist also fürs Storytelling verantwortlich. Mal auf historischen oder mythologischen Figuren basierend, mal dem Wandel gewidmet, dem jede Beziehung, jede Freundschaft unterworfen ist, thematisiert er wiederholt auch Themen wie Verantwortung, deren Last man mit jedem Jahr mehr zu spüren bekommt und damit umgehen muss, oder auch deren Gegenteil: puren Hedonismus und Eskapismus. Gemeinsam haben die Themen alle, das sie nicht bewusst gewählt oder auf eine To-do-Liste gesetzt wurden, sondern sich vielmehr während der Arbeit am Album herauskristallisierten: „Ein Teil des Albums handelt also davon, das man etwas Abstand sucht und sich ein Bild davon macht, wie man sich eigentlich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Es geht um die Einsicht, dass man all diese Erfahrungen wohl oder übel mit sich herumschleppt und man nun als Erwachsener einen Weg finden muss, damit ins Reine zu kommen.“

Schon der Eröffnungs-Track, die Single „Pompeii“, funktioniert wie ein Epos in Miniaturformat: Zwei der Opfer der Katastrophe, verbrannt im Sündenpfuhl des römischen Reichs, tauschen sich aus, „sie reflektieren über das Geschehene, aber sie können die Zeit nicht zurückdrehen, was bedeutet, das dieser Moment für sie niemals ein Ende finden wird“, so Dan. Das Titelstück „Bad Blood“ handelt daraufhin vom Ende alter Freundschaften, von Zerwürfnissen, basierend auf der Idee, „das man sich natürlich auseinanderlebt, aber wie bizarr dabei der Gedanke ist, dass genau diese Menschen einen schließlich auch irgendwie geprägt haben, und dass sie für immer ein Teil deiner Vergangenheit sind, auch wenn man sich irgendwann aus den Augen verliert.“

„Weight of Living Pt. II“ ist jenem Moment gewidmet, in dem alles aus dem Ruder gelaufen ist und man sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat: „Ein wirklich grausames Gefühl ist das, und ich wollte das Ganze etwas leichter verpacken, indem der Track musikalisch einfach nur positiv klingt, schließlich darf man das alles auch nicht zu ernsthaft angehen.“ „Things We Lost in Fire“ basiert auf den Erfahrungen eines Freundes, dessen Elternhaus den Flammen zum Opfer fiel; in diesem Fall berichtet Dan von einem Paar, das dabei zusehen musste, wie das Sinnbild ihrer Beziehung abbrannte, um schließlich die Asche nach Überbleibseln zu durchsuchen. Einem anderen Freund, der sein Bewusstsein verloren hat, redet im Fall von „Oblivion“ jemand ins Gewissen – die Message: ganz gleich, wie sehr der Ohnmächtige es auch auch versuchen mag; er wird nie das Level an Besinnungslosigkeit erreichen, das sein Gegenüber schon mal kosten durfte. Und dann wäre da noch „Get Home“, unter anderem von jungen Vollzeit-Hedonisten inspiriert, wie sie bei Brett Easton Ellis häufiger auftauchen, mit dem Smith ein Gefühl der absoluten Orientierungslosigkeit und Unsicherheit vertonen wollte, indem er vom Heimweg nach einer durchzechten Nacht erzählt, „von diesem benebelten Marsch, bei dem man vollkommen neben der Spur ist.“

„Ja, ich habe echt Glück gehabt, dass ich in einer Position gelandet bin, die es mir erlaubt, wirklich all das zu tun, was mich interessiert“, sagt er bescheiden. Er hätte es auch anders formulieren können, immerhin füllen Dan Smith und seine Band inzwischen riesige Hallen mit jenen Songideen, die einst in seinem Schlafzimmer erste Formen annahmen. „Die Auftritte vor mehreren Tausend Menschen, wie zuletzt bei unserer UK-Tour, das alles war schon ziemlich verrückt. Es war eine unglaubliche Erfahrung, aber zugleich ändert sich mit jedem Schritt die Ausgangsposition – und damit ändern sich auch die nächsten Ziele. Es gibt jedes Mal gleich wieder etwas Neues, das es in Angriff zu nehmen gilt...“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Das Jahr 2013 hätte für Bastille bislang einfach nicht besser laufen können: Anfang März erschien ihr Debütalbum „Bad Blood“ in UK und landete dort auf Anhieb an der Spitze der Albumcharts. Während es in Deutschland ebenfalls in die Top-25 ging, hat sich der Erstling inzwischen allein in Großbritannien rund eine Viertelmillion Mal verkauft, hält sich nach wie vor in den Top-10 und ist somit das bis dato erfolgreichste Debütalbum des Jahres im Inselreich. Auch ihre ultraeingängige Ohrwurm-Single „Pompeii“, die sich über eine halbe Million Mal verkaufen sollte, zählt längst zu den größten Hits des Jahres – hierzulande Platz 2 in den iTunes-Charts! –, und als die Band um Frontmann Dan Smith kürzlich ihre UK-Tour ankündigte, waren sämtliche der 44.000 Tickets binnen 24 Stunden auch schon wieder ausverkauft. Kurz gesagt: Keine Newcomer-Band hat in UK einen besseren Start hingelegt, und auch bei uns dürften sie zum Jahresende ganz oben unter den erfolgreichsten Newcomern des Jahres mitmischen...

Wie es dazu kommen konnte? Nun, die bisherigen Stationen ihres rasanten Karrierestarts sind schnell aufgelistet: Da wäre zum einen viel gebündeltes Talent, verpackt in wenigen Hammer-Releases, und zusätzlichen Rückenwind gab’s zum Beispiel schon früh durch das improvisierte DIY-Video zur Debütsingle „Flaws/Icarus“ (erschienen auf dem Label Young & Lost Club), eine dreiminütige Neuinterpretation des Filmklassikers „Badlands“ von 1973, allerdings ohne den Mord; dann kamen die „Laura Palmer“-EP, weitere Singles für Virgin Records, „Overjoyed“, „Bad Blood“, dann die Neuauflage von „Flaws“, eine UK-Zweitplatzierung mit „Pompeii“ sowie die Single „Laura Palmer“ – ganz zu schweigen von ihren Mixtapes aus dem Jahr 2012: „Other People’s Heartache“ und „Other People’s Heartache Part 2“, deren Tracks es zum Teil auch bis an die Spitze der Hype-Machine-Charts schaffen sollten...

Während seiner Kindheit und Jugend hatte Dan Smith noch von ganz anderen Berufen geträumt: Er wollte eigentlich Spielfilme editieren, Romane schreiben oder als Journalist arbeiten – Hauptsache, er könnte irgendwie eine Geschichte erzählen und in irgendeiner Form hinter den Kulissen kreativ sein und die Fäden ziehen.

Filme hatten Smith schon in jungen Jahren fasziniert; nach einer Phase als frühreifer Horror-Fan landete er beim Werk von Dario Argento und anderen esoterischen Meilensteinen der europäischen Filmgeschichte, danach kam „Mulholland Drive“ und ein ausgeprägter Hang zu Lynchs Ästhetik – allesamt Einflüsse, die durchaus auch in seinen Kompositionen durchschimmern. Offensichtliches Beispiel: Der Song „Laura Palmer“ bezieht sich natürlich auf die Protagonistin von „Twin Peaks“, und es gab da ja sogar mal eine Phase, in der Dan mit einer astreinen „Eraserhead“-Frisur herumlief...

Obwohl Dan Smith ganz klar die treibende Kraft hinter Bastille ist – anfangs war es immerhin seine One-Man-Show, er schrieb sämtliche Songs ganz allein in seinem Schlafzimmer –, entsteht der Sound der Band inzwischen mit vereinten Kräften: Die anderen Bandmitglieder – Will Farquarson (Bass), Kyle Simmons (Keyboards) und Chris „Woody“ Wood (Schlagzeug) – übernehmen auf dem Album eine ganze Reihe von Aufgaben, während ihr Produzent Mark Crew während der Aufnahmephase definitiv die Rolle des „fünften Bandmitglieds“ inne hatte. Mit Mark Crew hatte Smith schon während der Anfangszeit von Bastille gearbeitet, und obwohl das Album insgesamt echt massiv und ausladend klingt, fanden die Aufnahmen genau genommen in einem winzigen Studio unter minimalem Equipment-Einsatz statt; einzig, um die Streicher aufzunehmen, mieteten sie einen Tag lang einen Raum im legendären Abbey Road Studio. „Ja, das Studio, in dem wir das Album aufgenommen haben, das war eher so groß wie ein Schrank; insofern waren das schon die zwei Extreme, die wir da kennen gelernt haben. Mein Ziel lautete, massiv-epische Klangwelten mit Songtexten zu kombinieren, die im Gegenteil ganz vertraut wirken, eindringliche Geschichten erzählen oder wie ein Dialog funktionieren. Dieser Kontrast hatte es mir echt angetan“, berichtet Smith.

Eine weitere Maxime, die Smith und Co. während der Arbeit am Erstling verfolgten, bestand darin, „jeden einzelnen Song unterschiedlich anzugehen. Jedes Stück sollte seine eigene Geschichte erzählen, seine ganz eigene Stimmung haben, basierend auf ganz unterschiedlichen Sounds und Produktionsansätzen. Es sollten also immer wieder andere Aspekte der verschiedenen Genres und Styles, auf die ich stehe – HipHop, Indie, Pop, Folk etc. –, durchschimmern. So wie bei Filmsoundtracks der Film dafür sorgt, dass ganz unterschiedliche Stile zusammen funktionieren, sollte diese klangliche Vielfalt bei uns durch meine Stimme und meine Handschrift als Songwriter zu einem Ganzen vereint werden, so dass jeder Song quasi wie eine Szene funktioniert, als Teil dieses Ganzen.“

Und so macht Smith, dank Bastille, heute also doch genau die Sachen, von denen er früher geträumt hat: Er realisiert Videos zu seinen Kompositionen (und tritt darin, wenngleich mit etwas Widerwillen, natürlich auch auf; das Video zu „Pompeii“ bezeichnet er z.B. als „Update zum Roman ‘Ich bin Legende’, wie ihn wohl der Regisseur von ‘Drive’ umsetzen würde.“), und wichtiger noch: Er schreibt seine Geschichten, ist also fürs Storytelling verantwortlich. Mal auf historischen oder mythologischen Figuren basierend, mal dem Wandel gewidmet, dem jede Beziehung, jede Freundschaft unterworfen ist, thematisiert er wiederholt auch Themen wie Verantwortung, deren Last man mit jedem Jahr mehr zu spüren bekommt und damit umgehen muss, oder auch deren Gegenteil: puren Hedonismus und Eskapismus. Gemeinsam haben die Themen alle, das sie nicht bewusst gewählt oder auf eine To-do-Liste gesetzt wurden, sondern sich vielmehr während der Arbeit am Album herauskristallisierten: „Ein Teil des Albums handelt also davon, das man etwas Abstand sucht und sich ein Bild davon macht, wie man sich eigentlich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Es geht um die Einsicht, dass man all diese Erfahrungen wohl oder übel mit sich herumschleppt und man nun als Erwachsener einen Weg finden muss, damit ins Reine zu kommen.“

Schon der Eröffnungs-Track, die Single „Pompeii“, funktioniert wie ein Epos in Miniaturformat: Zwei der Opfer der Katastrophe, verbrannt im Sündenpfuhl des römischen Reichs, tauschen sich aus, „sie reflektieren über das Geschehene, aber sie können die Zeit nicht zurückdrehen, was bedeutet, das dieser Moment für sie niemals ein Ende finden wird“, so Dan. Das Titelstück „Bad Blood“ handelt daraufhin vom Ende alter Freundschaften, von Zerwürfnissen, basierend auf der Idee, „das man sich natürlich auseinanderlebt, aber wie bizarr dabei der Gedanke ist, dass genau diese Menschen einen schließlich auch irgendwie geprägt haben, und dass sie für immer ein Teil deiner Vergangenheit sind, auch wenn man sich irgendwann aus den Augen verliert.“

„Weight of Living Pt. II“ ist jenem Moment gewidmet, in dem alles aus dem Ruder gelaufen ist und man sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat: „Ein wirklich grausames Gefühl ist das, und ich wollte das Ganze etwas leichter verpacken, indem der Track musikalisch einfach nur positiv klingt, schließlich darf man das alles auch nicht zu ernsthaft angehen.“ „Things We Lost in Fire“ basiert auf den Erfahrungen eines Freundes, dessen Elternhaus den Flammen zum Opfer fiel; in diesem Fall berichtet Dan von einem Paar, das dabei zusehen musste, wie das Sinnbild ihrer Beziehung abbrannte, um schließlich die Asche nach Überbleibseln zu durchsuchen. Einem anderen Freund, der sein Bewusstsein verloren hat, redet im Fall von „Oblivion“ jemand ins Gewissen – die Message: ganz gleich, wie sehr der Ohnmächtige es auch auch versuchen mag; er wird nie das Level an Besinnungslosigkeit erreichen, das sein Gegenüber schon mal kosten durfte. Und dann wäre da noch „Get Home“, unter anderem von jungen Vollzeit-Hedonisten inspiriert, wie sie bei Brett Easton Ellis häufiger auftauchen, mit dem Smith ein Gefühl der absoluten Orientierungslosigkeit und Unsicherheit vertonen wollte, indem er vom Heimweg nach einer durchzechten Nacht erzählt, „von diesem benebelten Marsch, bei dem man vollkommen neben der Spur ist.“

„Ja, ich habe echt Glück gehabt, dass ich in einer Position gelandet bin, die es mir erlaubt, wirklich all das zu tun, was mich interessiert“, sagt er bescheiden. Er hätte es auch anders formulieren können, immerhin füllen Dan Smith und seine Band inzwischen riesige Hallen mit jenen Songideen, die einst in seinem Schlafzimmer erste Formen annahmen. „Die Auftritte vor mehreren Tausend Menschen, wie zuletzt bei unserer UK-Tour, das alles war schon ziemlich verrückt. Es war eine unglaubliche Erfahrung, aber zugleich ändert sich mit jedem Schritt die Ausgangsposition – und damit ändern sich auch die nächsten Ziele. Es gibt jedes Mal gleich wieder etwas Neues, das es in Angriff zu nehmen gilt...“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Das Jahr 2013 hätte für Bastille bislang einfach nicht besser laufen können: Anfang März erschien ihr Debütalbum „Bad Blood“ in UK und landete dort auf Anhieb an der Spitze der Albumcharts. Während es in Deutschland ebenfalls in die Top-25 ging, hat sich der Erstling inzwischen allein in Großbritannien rund eine Viertelmillion Mal verkauft, hält sich nach wie vor in den Top-10 und ist somit das bis dato erfolgreichste Debütalbum des Jahres im Inselreich. Auch ihre ultraeingängige Ohrwurm-Single „Pompeii“, die sich über eine halbe Million Mal verkaufen sollte, zählt längst zu den größten Hits des Jahres – hierzulande Platz 2 in den iTunes-Charts! –, und als die Band um Frontmann Dan Smith kürzlich ihre UK-Tour ankündigte, waren sämtliche der 44.000 Tickets binnen 24 Stunden auch schon wieder ausverkauft. Kurz gesagt: Keine Newcomer-Band hat in UK einen besseren Start hingelegt, und auch bei uns dürften sie zum Jahresende ganz oben unter den erfolgreichsten Newcomern des Jahres mitmischen...

Wie es dazu kommen konnte? Nun, die bisherigen Stationen ihres rasanten Karrierestarts sind schnell aufgelistet: Da wäre zum einen viel gebündeltes Talent, verpackt in wenigen Hammer-Releases, und zusätzlichen Rückenwind gab’s zum Beispiel schon früh durch das improvisierte DIY-Video zur Debütsingle „Flaws/Icarus“ (erschienen auf dem Label Young & Lost Club), eine dreiminütige Neuinterpretation des Filmklassikers „Badlands“ von 1973, allerdings ohne den Mord; dann kamen die „Laura Palmer“-EP, weitere Singles für Virgin Records, „Overjoyed“, „Bad Blood“, dann die Neuauflage von „Flaws“, eine UK-Zweitplatzierung mit „Pompeii“ sowie die Single „Laura Palmer“ – ganz zu schweigen von ihren Mixtapes aus dem Jahr 2012: „Other People’s Heartache“ und „Other People’s Heartache Part 2“, deren Tracks es zum Teil auch bis an die Spitze der Hype-Machine-Charts schaffen sollten...

Während seiner Kindheit und Jugend hatte Dan Smith noch von ganz anderen Berufen geträumt: Er wollte eigentlich Spielfilme editieren, Romane schreiben oder als Journalist arbeiten – Hauptsache, er könnte irgendwie eine Geschichte erzählen und in irgendeiner Form hinter den Kulissen kreativ sein und die Fäden ziehen.

Filme hatten Smith schon in jungen Jahren fasziniert; nach einer Phase als frühreifer Horror-Fan landete er beim Werk von Dario Argento und anderen esoterischen Meilensteinen der europäischen Filmgeschichte, danach kam „Mulholland Drive“ und ein ausgeprägter Hang zu Lynchs Ästhetik – allesamt Einflüsse, die durchaus auch in seinen Kompositionen durchschimmern. Offensichtliches Beispiel: Der Song „Laura Palmer“ bezieht sich natürlich auf die Protagonistin von „Twin Peaks“, und es gab da ja sogar mal eine Phase, in der Dan mit einer astreinen „Eraserhead“-Frisur herumlief...

Obwohl Dan Smith ganz klar die treibende Kraft hinter Bastille ist – anfangs war es immerhin seine One-Man-Show, er schrieb sämtliche Songs ganz allein in seinem Schlafzimmer –, entsteht der Sound der Band inzwischen mit vereinten Kräften: Die anderen Bandmitglieder – Will Farquarson (Bass), Kyle Simmons (Keyboards) und Chris „Woody“ Wood (Schlagzeug) – übernehmen auf dem Album eine ganze Reihe von Aufgaben, während ihr Produzent Mark Crew während der Aufnahmephase definitiv die Rolle des „fünften Bandmitglieds“ inne hatte. Mit Mark Crew hatte Smith schon während der Anfangszeit von Bastille gearbeitet, und obwohl das Album insgesamt echt massiv und ausladend klingt, fanden die Aufnahmen genau genommen in einem winzigen Studio unter minimalem Equipment-Einsatz statt; einzig, um die Streicher aufzunehmen, mieteten sie einen Tag lang einen Raum im legendären Abbey Road Studio. „Ja, das Studio, in dem wir das Album aufgenommen haben, das war eher so groß wie ein Schrank; insofern waren das schon die zwei Extreme, die wir da kennen gelernt haben. Mein Ziel lautete, massiv-epische Klangwelten mit Songtexten zu kombinieren, die im Gegenteil ganz vertraut wirken, eindringliche Geschichten erzählen oder wie ein Dialog funktionieren. Dieser Kontrast hatte es mir echt angetan“, berichtet Smith.

Eine weitere Maxime, die Smith und Co. während der Arbeit am Erstling verfolgten, bestand darin, „jeden einzelnen Song unterschiedlich anzugehen. Jedes Stück sollte seine eigene Geschichte erzählen, seine ganz eigene Stimmung haben, basierend auf ganz unterschiedlichen Sounds und Produktionsansätzen. Es sollten also immer wieder andere Aspekte der verschiedenen Genres und Styles, auf die ich stehe – HipHop, Indie, Pop, Folk etc. –, durchschimmern. So wie bei Filmsoundtracks der Film dafür sorgt, dass ganz unterschiedliche Stile zusammen funktionieren, sollte diese klangliche Vielfalt bei uns durch meine Stimme und meine Handschrift als Songwriter zu einem Ganzen vereint werden, so dass jeder Song quasi wie eine Szene funktioniert, als Teil dieses Ganzen.“

Und so macht Smith, dank Bastille, heute also doch genau die Sachen, von denen er früher geträumt hat: Er realisiert Videos zu seinen Kompositionen (und tritt darin, wenngleich mit etwas Widerwillen, natürlich auch auf; das Video zu „Pompeii“ bezeichnet er z.B. als „Update zum Roman ‘Ich bin Legende’, wie ihn wohl der Regisseur von ‘Drive’ umsetzen würde.“), und wichtiger noch: Er schreibt seine Geschichten, ist also fürs Storytelling verantwortlich. Mal auf historischen oder mythologischen Figuren basierend, mal dem Wandel gewidmet, dem jede Beziehung, jede Freundschaft unterworfen ist, thematisiert er wiederholt auch Themen wie Verantwortung, deren Last man mit jedem Jahr mehr zu spüren bekommt und damit umgehen muss, oder auch deren Gegenteil: puren Hedonismus und Eskapismus. Gemeinsam haben die Themen alle, das sie nicht bewusst gewählt oder auf eine To-do-Liste gesetzt wurden, sondern sich vielmehr während der Arbeit am Album herauskristallisierten: „Ein Teil des Albums handelt also davon, das man etwas Abstand sucht und sich ein Bild davon macht, wie man sich eigentlich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Es geht um die Einsicht, dass man all diese Erfahrungen wohl oder übel mit sich herumschleppt und man nun als Erwachsener einen Weg finden muss, damit ins Reine zu kommen.“

Schon der Eröffnungs-Track, die Single „Pompeii“, funktioniert wie ein Epos in Miniaturformat: Zwei der Opfer der Katastrophe, verbrannt im Sündenpfuhl des römischen Reichs, tauschen sich aus, „sie reflektieren über das Geschehene, aber sie können die Zeit nicht zurückdrehen, was bedeutet, das dieser Moment für sie niemals ein Ende finden wird“, so Dan. Das Titelstück „Bad Blood“ handelt daraufhin vom Ende alter Freundschaften, von Zerwürfnissen, basierend auf der Idee, „das man sich natürlich auseinanderlebt, aber wie bizarr dabei der Gedanke ist, dass genau diese Menschen einen schließlich auch irgendwie geprägt haben, und dass sie für immer ein Teil deiner Vergangenheit sind, auch wenn man sich irgendwann aus den Augen verliert.“

„Weight of Living Pt. II“ ist jenem Moment gewidmet, in dem alles aus dem Ruder gelaufen ist und man sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat: „Ein wirklich grausames Gefühl ist das, und ich wollte das Ganze etwas leichter verpacken, indem der Track musikalisch einfach nur positiv klingt, schließlich darf man das alles auch nicht zu ernsthaft angehen.“ „Things We Lost in Fire“ basiert auf den Erfahrungen eines Freundes, dessen Elternhaus den Flammen zum Opfer fiel; in diesem Fall berichtet Dan von einem Paar, das dabei zusehen musste, wie das Sinnbild ihrer Beziehung abbrannte, um schließlich die Asche nach Überbleibseln zu durchsuchen. Einem anderen Freund, der sein Bewusstsein verloren hat, redet im Fall von „Oblivion“ jemand ins Gewissen – die Message: ganz gleich, wie sehr der Ohnmächtige es auch auch versuchen mag; er wird nie das Level an Besinnungslosigkeit erreichen, das sein Gegenüber schon mal kosten durfte. Und dann wäre da noch „Get Home“, unter anderem von jungen Vollzeit-Hedonisten inspiriert, wie sie bei Brett Easton Ellis häufiger auftauchen, mit dem Smith ein Gefühl der absoluten Orientierungslosigkeit und Unsicherheit vertonen wollte, indem er vom Heimweg nach einer durchzechten Nacht erzählt, „von diesem benebelten Marsch, bei dem man vollkommen neben der Spur ist.“

„Ja, ich habe echt Glück gehabt, dass ich in einer Position gelandet bin, die es mir erlaubt, wirklich all das zu tun, was mich interessiert“, sagt er bescheiden. Er hätte es auch anders formulieren können, immerhin füllen Dan Smith und seine Band inzwischen riesige Hallen mit jenen Songideen, die einst in seinem Schlafzimmer erste Formen annahmen. „Die Auftritte vor mehreren Tausend Menschen, wie zuletzt bei unserer UK-Tour, das alles war schon ziemlich verrückt. Es war eine unglaubliche Erfahrung, aber zugleich ändert sich mit jedem Schritt die Ausgangsposition – und damit ändern sich auch die nächsten Ziele. Es gibt jedes Mal gleich wieder etwas Neues, das es in Angriff zu nehmen gilt...“

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