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Moviemans Kommentar zur DVD: Die Disc bietet, alle Kriterien betreffend, eine lobenswerte Leistung. Das Bild ist farblich gut abgemischt, könnte lediglich einen Tick rauschärmer sein. Der Soundpart ist einwandfrei und vermag Räumlichkeit zu erzeugen, sowohl durch eindrucksvolle Effekte, als auch durch subtile Grundstimmungen. Solide Extras. Eine überzeugende Arbeit.
Bild: Wenngleich der Film insgesamt ein ganz passables Bild abgibt und die Farben naturgetreu wiedergegeben werden, verhindert doch ein leichtes Grundrauschen (Wand, 00:08:18) optimale Bildwerte. Die Bilder von der Zubereitung der Gerichte hingegen sind stets detailstark, klar und äußerst satt in ihrer Farbgebung. Ab und an finden kleinere Dropouts auf hellen Oberflächen statt (Fahrzeugfront, 00:06:45), generell arbeiten die Optiken allerdings sehr stabil und sauber. Auch Bewegungsstabilität wird gewährleistet. Überbelichtungen (00:20:21) und in diesem Zusammenhang etwas schwache Kontrastwerte stellen hin und wieder ein Problem dar, kommen aber wirklich nur sporadisch vor. Eine durchaus überzeugende Arbeit mit lediglich kleinen Mängeln.
Ton: Durchaus einwandfreie Werte hat der Soundpart der Disc anzubieten. Effekte dringen satt und direkt aus allen Kanälen (Donnergrollen, 00:43:08). Die Stimmen weisen hohe Plastizität auf und erreichen den Zuhörer vital und körperlich gut ausgebaut. Der Einsatz von Musik kommt stimmungsvoll, bisweilen unterschwellig an, hier wird Räumlichkeit erzeugt, ohne auf dicke, aufgesetzte Klänge zu setzen. Natürlichkeit ist, dem Bild entsprechend, angesagt. Den fast foodstylistisch daherkommenden Kochbildern entsprechen die Klangeffekte, die zu den Kochszenen komponiert wurden (00:31:02), mit großer Präzision. Die Kulisse lässt bei all dem viel Platz für Feinheiten (Vogel, 00:39:16). Das Ziehen von Waffen (01:33:20) dringt abwechselnd aus allen Boxen so dicht, dass man fast erschrecken könnte. Auditive Räumlichkeit wurde hier groß geschrieben.
Extras: Das Making Of (25 min.) ist gut gelungen und beinhaltet Kommentare der Mitwirkenden zu Szenen und Bildern vom Dreh. Des weiteren präsentiert das Bonusmaterial ein alternatives Ende (8 min.), Teaser (32 sek.), den Kinotrailer 2 min.) und Programmtipps. Nicht umwerfend aber durchaus solide und stimmig. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Pepe Danquart, Oscar-prämiert für seinen Kurzfilm 'Schwarzfahrer' und zuletzt mit der spannenden Radler-Doku und Tour-de-France-Hommage 'Höllentour' in den Lichtspielhäusern vertreten, schickt in seinem ersten Kinospielfilm seit 1990 ein illustres Ensemble durch die Wiener Unterwelt. Allen voran DEFA-Legende Henry Hübchen, vor kurzem noch Hauptdarsteller in Dany Levis Überraschungskomödienerfolg 'Alles auf Zucker!' zu bewundern.. Er spielt Oskar Boroschnin, Geldeintreiber, Ex-Knacki und leidenschaftlicher Koch. Nur noch ein Job muss es sein und dann will Oskar der ehrenwerten Gesellschaft für immer entsagen und sich zusammen mit der Gefängnispsychologin Maria (Corinna Harfouch) dem grundsoliden Leben als Restaurantbetreiber widmen. Mafia-Capo Konstantin (Karlheinz Hackl) findet diese Idee gar nicht berauschend, brütet Oskar doch zudem über einem Buchmanuskript mit dem ominösen Titel 'Secréts'. Also gibt er Oskar zum Auftragsmord am koksenden Mann seiner verstorbenen Tochter auch noch die harten Jungs Valentin (Moritz Bleibtreu) und Belmondo (Roland Düringer) an die Hand - als Assistenten und Aufpasser. Schnell ist diese urtümliche Wiener Melange am Siedepunkt angelangt, Maria entführt, Belmondo tot, der Bulle Nowak (Hader) auf der Zielgeraden und Oskar muss schauen, dass er sich nicht die Finger verbrennt. In seinem Restaurant 'Chez Paul' wird schließlich der Showdown serviert: Killer 'Wellington', gewürzt mit viel Blei.
Einen ziemlich feurigen Eintopf kocht Danquart da mit seiner überkandidelten Gangsterfarce. Als Zutaten benützt er falsche Russen und echte Wiener, atemtherapeutisch überzeugte Psychologinnen und ungarisch radebrechende Österreicher, angerichtet zu einem kurzweiligen, nicht immer gänzlich überzeugenden amuse gueule. Dessen Schwächen sind eher ein Zuviel als ein Zuwenig, weil markige Sprüche, reichlich Gewalt, zahlreiche Genrezitate und ein - unter seinen Möglichkeiten agierendes - Top-Ensemble aus einer netten Idee und schrägen Einfällen noch keine cineastische Delikatesse machen.
'Scherbentanz'-Autor Chris Kraus verantwortete das allzu wendungsreiche Drehbuch von 'Basta. Rotwein oder Totsein' nach einer Vorlage von Mike Majzen in Zusammenarbeit mit Martin Daniel, Pepe Danquart und Milan Dor. Die Mär von den vielen Köchen, die den Brei verderben, scheint sich wieder einmal zu bewahrheiten, denn mit weniger Slapstick und Comic-hafter Überzeichnung hätte dieses fröhlich-makabre Wiener Allerlei zu einem wahren Gaumenschmaus geraten können. So gleicht das Opus eher einer leichten Zwischenmahlzeit, die mundet, aber nicht gänzlich satt macht. lasso.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Der mächtige Pate Konstantin (Karlheinz Hackl) ist Feinschmecker, Oskars Boss und sein ältester Freund. Er lässt Oskar nicht so einfach ziehen. Nicht bevor er den Ehemann und Mörder von Konstantins Tochter, den sadistischen Bordellbesitzer Leo, getötet hat. Nach diesem letzten Job darf Oskar gehen. Valentin (Moritz Bleibtreu) und Belmondo (Roland Düringer) sollen Oskar unterstützen und ihn zugleich im Auge behalten, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt. Doch Oskar hat ein Geheimnis. Und plötzlich sind nicht nur zwei eifrige Polizeibeamte (Josef Hader und Georg Veitl) hinter ihm her, sondern auch die eigenen