Ich habe mir das von Amazon heruntergelandene MP3-Album jetzt ein paar Mal angehört und sehe massig Kreativität in den neuen Liedern - ich kann diejenigen absolut nicht verstehen, die der Gruppe das Gegenteil unterstellen. Dass die Scheibe zu kurz ist, ist richtig, aber das ist auch deshalb der Fall, weil man mehr hören möchte. Basta macht vieles gleich gut und einiges besser als die berühmtere Kölner a-capella-Konkurrenz. Was ich als wesentlich besser empfinde ist die Produktion: Keine miteinander vermatschten Stimmen, sodass man die vorhandene stimmliche Perfektion nur noch erahnen kann, sondern ein perfekter Mittelweg zwischen "naturbelassen" und "durch diverse Filter gepresst".
Was mir weiterhin sehr positiv aufgefallen ist, ist die musikalische Vielfalt, mit der gearbeitet wird. Das ist nichts Neues (wer "Madrigal" von einer früheren CD kennt, weiß was ich meine), aber es springt förmlich ins Ohr, wenn hier quer durch die Musikrichtungen immer wieder gekonnt parodiert, persifliert und auf die Schippe genommen wird. Möglicherweise sind das bei manchen Hörern die sprichwörtlich "vor die Säue geworfenen Perlen", aber gerade das macht das Album zu etwas besonderem und es macht die Abwechslung aus, die das Hören so kurzweilig macht.
Und dann ist da noch die Auswahl der Texte. Die Mehrheit davon ist witzig, nur unterbrochen von einzelnen nachdenklicheren Songs, die aber gerade deshalb besser zur Geltung kommen. Ich möchte a capella nicht hören, damit ich schwermütig werde, sondern damit meine Laune steigt, und genau das ist hier der Fall. Zusammen mit der schon erwähnten musikalischen Vielfalt kommen die Texte noch einmal so gut zur Geltung.
Einziger Minuspunkt auf meiner Liste: Der Song "Liechengrand", dessen Text ich absolut nicht verstehe und dessen Idee auch nicht unbedingt die neueste ist. Das kann ich aber verschmerzen.
Unterm Strich die Höchtwertung für mich. Ich wünsche Basta für die Zukunft den Erfolg, den die Gruppe verdient.