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Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache
 
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Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache [Broschiert]

Katja Kessel , Sandra Reimann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 296 Seiten
  • Verlag: UTB, Stuttgart; Auflage: 3., überarb. Aufl. (18. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3825227049
  • ISBN-13: 978-3825227043
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 148.915 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Literaturtest

Gutes Deutsch ist schwer. Wer dieses Buch durchgearbeitet hat, weiß aber, was es heißt, klar, verständlich und anschaulich zu schreiben. Der Band ist allerdings kein Stilistikkurs, sondern er vermittelt das sprachwissenschaftliche Basiswissen, das im Laufe des Studiums vertieft werden muss. Nach jedem Kapitel gibt es daher neben den Quellennachweisen profunde Tipps zu weiterführender Literatur.

Semantik und Syntax, Plusquamperfekt und reziproke Verben, der Kasus und die Konjugation: Den vorwiegend lateinischen Termini kann kein Student der Germanistik entrinnen. Sie kommen einem mitunter vor wie Bekannte, die man lange nicht mehr gesehen hat. Dieses Arbeitsbuch sorgt dafür, dass die Erinnerungen wiederkommen, nun aber wissenschaftlich analysiert werden. Die Gliederung erfolgt, didaktisch angemessen, von der Satz- zur Lautebene. Satzlehre und Wortbildung erhalten als Hauptgebiete den meisten Raum, da sie auch für die verschiedenen Prüfungen die größte Relevanz besitzen. Das letzte Kapitel behandelt schließlich die Stilistik. Für sie gibt es keine allgemein akzeptierte Definition und demnach auch keine Vorschrift für die Analyse; eine Analyse, um die Studierende freilich nicht herumkommen. Die Autorinnen des Buches unterbreiten dafür Vorschläge in Form von einzelnen Analyseschritten -- eine durchaus interessante Methode! Abschließend werden Lösungsvorschläge zu den Übungen angeboten. -- Carsten Hansen

Kurzbeschreibung

Das Einführungsbuch wendet sich an Studierende der Germanistik, die die deutsche Gegenwartssprache im wissenschaftlichen Sinne durchschauen und unter analytischen Gesichtspunkten kennen lernen wollen. Gegenstand sind die wichtigsten Teilbereiche und Methoden der neueren deutschen Sprachwissenschaft. Besonders ausführlich werden die komplexen Kapitel Syntax und Wortbildung behandelt, die zum Kanon der meisten sprachwissenschaftlichen Prüfungen gehören. Jedes Kapitel enthält Übungen mit Lösungen und weiterführende Literatur, sodass die Studierenden auch die Möglichkeit haben, sich den Stoff selbstständig zu erarbeiten und ihre Kenntnisse zu überprüfen. Der Transfer in die Analysepraxis steht stets im Vordergrund..

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Recht oberflächlich 20. Juni 2009
Die folgenden Notizen beziehen sich auf die Ausgabe von 2005:

"Die Rechtschreibreform brachte es mit sich, dass viele bisher einfache zweiteilige Prädikate im Infinitiv nicht mehr zusammengeschrieben werden; damit kommt es zu Änderungen in der Klassifikation: Du hackst die Kräuter klein. (alt: kleinhacken; neu: klein hacken.)"

"Die Beherrschung von Teilen der geltenden Orthografieregeln ist Voraussetzung zur korrekten Klassifikation des Prädikats."

Man läßt sich also die grammatische Analyse von der amtlichen Rechtschreibung vorgeben, in diesem Fall von der seither überholten Reformschreibung von 1996 bzw. 2004.

Übrigens muß es statt "Prädikat" hier jeweils "Verb" bzw. "Verbkomplex" heißen, denn Prädikate treten ja erst in Sätzen auf.

"Durch die neue Rechtschreibung hat sich besonders im Bereich der Getrennt- und Zusammenschreibung vieles geändert. Das betrifft vor allem Verben (alt: kennenlernen, neu: kennen lernen) und Adjektive (alt: kochendheiß, neu: kochend heiß). Diese ehemaligen Wörter und heutigen Wortgruppen fallen nun aus der Wortbildung heraus, da sich die deutsche Wortbildung an grafischen Wortgrenzen, d. h. an Leerzeichen vor und nach einem Wort, orientiert."

Die Rechtschreibreform ihrerseits gründet aber die Getrennt- und Zusammenschreibung auf den Unterschied von Wortgruppe und Wort, setzt also eine schriftunabhängige Wortbildungslehre voraus: "Die Getrennt- und Zusammenschreibung betrifft Einheiten, die im Text unmittelbar benachbart und aufeinander bezogen sind. Handelt es sich um die Bestandteile von Wortgruppen, so schreibt man sie getrennt. Handelt es sich um die Bestandteile von Zusammensetzungen, so schreibt man sie zusammen." (Amtliche Fassung des Regelwerks 2006)

"Als sekundäres, konstruiertes System kann die Rechtschreibung jederzeit verändert werden (vgl. Rechtschreibreform)." (195) (Und damit kann, wenn man alles zusammennimmt, auch die deutsche Grammatik jederzeit durch die Kultusminister verändert werden, denn die grammatische Analyse soll ja der Orthographie folgen!)

Die Verfasserinnen glauben, daß die Rechtschreibreform bei "selbstständig" die Einsparung von Buchstaben wieder aufgehoben habe. Sie sagen auch: "Nach der neuen Rechtschreibung sind in einigen Fällen auch eingedeutschte Plurale möglich, z. B. Atlas ' Atlasse." Solche Dinge haben aber mit der Reform gar nichts zu tun.

Die Verfasserinnen tun so, als habe erst die Valenzgrammatik die Prädikativergänzung entdeckt (Prädikatsnomenergänzung S. 24). Das ist natürlich nicht richtig.

Abtönungspartikeln sollen die "Sprechereinstellung bzw. die innere Befindlichkeit des Sprechers" ausdrücken. Eine völlig unzulängliche Auffassung.

Ein Satz wie "Peter kauft Gesundheit" sei semantisch eigentlich nicht möglich, weil Abstrakta keine käuflichen Produkte seien. Das ist nicht richtig, denn Abstrakta sind Namen von Satzinhalten (Porzig), und man kann sich durchaus kaufen, daß man gesund, befördert oder gewählt wird usw.

Das Stemma S. 52 mit dem Satz-Symbol an der Spitze ist eigentlich vom Valenz-Ansatz her nicht zu erwarten. Die syntaktische Abhängigkeit ist nicht in diesem Sinn erklärt. Man würde das Verb an der Spitze erwarten, denn der Satz ist vom Verb her strukturiert. "Als strukturelles Zentrum ist dem Satz das Prädikat untergeordnet." Was heißt das?

"Morpheme sind abstrakte Einheiten." Aber eine Seite weiter werden Morpheme in gebundene und freie eingeteilt, letztere sollen als Wörter vorkommen. "Tisch, lang (...) sind sowohl Wörter als auch Morpheme." (95)

"So ist etwa eine Brombeere auf jeden Fall eine Beere, die sich von anderen Beeren wie der Erdbeere oder der Blaubeere klar durch den Zusatz Brom unterscheidet. Was jedoch dieses Brom genau bedeutet, wissen wir heute nicht mehr." (97) Aber man muß doch die Etymologie nicht kennen, um zu wissen, was ein Simplex bedeutet! Würde sich der Teil -beere verlieren, dann wäre kein Grund mehr gegeben, die Undurchsichtigkeit von Brom (oder dann vielleicht Bromme) zu vermerken.

In "nicht ohne meine Tochter" soll "nicht" Attribut sein, ziemlich ungewöhnlich.

"Eine ideale Schrift wäre eine phonetische, eine, in der jeder einzelne Buchstabe genau einem Phonem entspricht." Das wäre allerdings eine phonologische und keine phonetische, und außerdem wird nicht gesagt, warum das eine ideale Schrift sein sollte. Wenig später bestehen die Verfasserinnen ausdrücklich darauf, daß es das Ideal einer Schriftsprache wäre, phonetisch und nicht phonologisch den Wortlaut abzubilden. Wie soll man diesen Widerspruch verkraften?

Lispler würden wohl kaum "Thusi" und "thüße" (statt "Susi" und "süße") sagen (185), denn das s im Wortinneren macht ihnen ja dieselben Schwierigkeiten.

"Nimmersatt enthält keinen alten Imperativ."

Gr. synonymia heißt zwar auch "Namensgleichheit", aber wie man daraus die heutige, gerade gegenteilige Bedeutung ableiten soll, bleibt rätselhaft.

Die Tabelle zu einer Semanalyse von Fahrzeugen ist sehr oberflächlich (159). Wer würde darauf kommen, daß Fahrräder, Flugzeuge und Schiffe das Merkmal "mit Lenkrad" teilen?

"Er fährt Schlittschuhe" soll unmöglich sein - aber nicht wegen der Pluralform, sondern weil "Schlittschuhe" nicht mit "fahren" kombinierbar sei. (155) Gerade diese Verbindung steht mit Recht in jedem Wörterbuch.

"Wellness-Hotel" ist kein Mischwort aus deutschem und fremdsprachlichem Wortmaterial. (193)

Eike von Savigny ist nicht die "Bearbeiterin" von Austins Theorie der Sprechakte, sondern der Bearbeiter.

In der Wendung "den ganzen Teller aufessen" steht nicht totum pro parte (denn der Teller wird ja nicht mitgegessen), sondern die Figur ist allenfalls metonymisch.

Das Buch enthält zahlreiche orthographische Fehler.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Solide Basis 13. Juni 2007
Von Rascal
Kessel/Reimann haben eine empfehlenswerte Einführung vorgelegt, mit der man sich solides Basiswissen zur germanistischen Linguistik aneignen kann. Das Buch eignet sich hervorragend als Begleitlektüre zu einem Einführungsseminar oder auch zum Selbststudium, denn es enthält zu jedem Thema einige Übungsaufgaben mit Lösungsvorschlägen. Selbst als kurzfristige Examensvorbereitung kann sich ein Blick in diese Einführung lohnen, die sich ausdrücklich an den Anforderungen des (bayerischen) Staatsexamens orientiert. Schwerpunkte bilden demnach die Kapitel zu Syntax und Morphologie, wenngleich alle prüfungsrelevanten Themenbereiche abgedeckt werden. Besonders gelungen sind die kompakten und leicht verständlichen Ausführungen zur Wortbildung, die eine vertiefende und weiterführende Beschäftigung mit wissenschaftlicher Literatur zu diesem Thema sehr erleichtern. Man könnte allenfalls (im Sinne der Lernökonomie) kritisieren, dass nicht ausreichend deutlich gemacht wird, welche Wortbildungsarten sehr häufig vorkommen bzw. bei welchen es sich um eher marginale Sonderfälle handelt.

Als nicht ganz schlüssig ist letztlich auch das Gesamtkonzept der Einführung zur bezeichnen, die sich vom Großen zum Kleinen, also von der Satz- zur Lautebene, bewegt. Jedenfalls bietet diese Herangehensweise eigentlich keine Vorteile. Der Wert dieser gelungenen Einführung wird dadurch insgesamt aber nicht geschälert.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gleich im ersten Semester mussten wir uns als Deutsch-Lehramtstudenten dieses Buch besorgen. Für die Sprachwissenschaft ist es unentbehrlich.
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