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Kundenrezensionen

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am 8. Januar 2013
"Der Renfrew/Bahn" ist das Standardlehrwerk der Archäologie und liegt hier in - leider deutlich gekürzter - Übersetzung vor. Wie nur allzu oft bei Übersetzungen beruht auch diese Ausgabe leider nicht auf der jüngsten Auflage des Originallehrbuchs. Dies ändert jedoch nichts daran, dass es sich hier um eine herausragende Einführungslektüre für Studenten, Studieninteressierte wie für interessierte Laien handelt.

Das Werk führt in die Archäologie als solche ein. Es erläutert ihr Anliegen, ihre wichtigsten Methoden sowie zentrale Ansätze und Theorien. Dabei orientiert es sich in etwa an dem Wissen, das man einem Sudenten der Archäologie am Ende des ersten Semesters ernstlich abverlangen würde. Gerade diesem ist eine solche Lektüre sehr ans Herz zu legen, da (abgesehen von der prähistorischen und ggf. vorderasiatischen Archäologie) sich die darin behandelten Themen selten im Studienplan in Form eigener Lehrveranstaltungen niederschlagen, aber dennoch für das Verständnis der Fachliteratur essentiell sind.
Anders als andere Werke führt dieses Buch also nicht in die "Archäologie einer bestimmten Kultur" ein, sondern stellt viele Fallbeispiele vor, die der Exemplifizierung der erläuterten Methoden und Ansätze dienen. Auf diese Weise wird zunächst die Geschichte der Archäologie behandelt. Sodann werden archäologische Zeugnisse und ihre Erhaltungsbedingungen sowie die sie verändernden Transformationsprozesse charakterisiert. Dem folgt ein Kapitel zur archäologischen Feldarbeit mit den Schwerpunkten Prospektion und Ausgrabung. Danach wenden sich die Autoren der in der Archäologie immer wieder wichtigen Frage der Altersbestimmung mittels archäologischer und naturwissenschaftlicher Methoden zu. Auf diese eher technischen Kapitel folgen Behandlungen der verbreitesten Ansätzen der Sozioarchäologie, Paläoumweltforschung, Wirtschaftsarchäologie und kognitiven Archäologie. Abgerundet wird das Buch dann mit einem Kapitel zu den übergreifenden theoretischen Ansätzen in der Archäologie sowie zur Stellung der Archäologie in der modernen Gesellschaft.

Diese scheinbar umfassende Darstellung täuscht leider darüber hinweg, dass viele der vorgestellten Ansätze ausgesprochen umstritten sind. Zwar wählen die Autoren durchaus die am weitesten verbreiteten Ansätze für ihr Werk aus, verschweigen jedoch die z. T. begründete Kritik, die an diesen geübt wird. Dies sollte man von einem guten Lehrbuch eigentlich erwarten können. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade Fachbegriffe gelegentlich ungenau übersetzt wurden. Dem steht dennoch eine angenehme Art der Darstellung gegenüber, die gut illustriert wurde, Zusatzinformationen gut vom Text abhebt, Schlüsselbegriffe gesondert vermerkt und generell freundlich gestaltet wurde.

Insgesamt bleibt dieses Buch daher trotz der benannten Schwächen eine gute Einführung, die jedoch kritisch zu lesen und ggf. durch weitere Lektüre zur relativieren ist. Sie räumt auf mit den Vorstellungen von der Archäologie als Schatzjägerei, Kunstwissenschaft oder Fach "mit den Pyramiden und Pinseln". Sie ist verständlich und gut lesbar geschrieben und bietet dennoch erstaunlich viel Wissen an. Das macht sie gerade auch für Studieninteressierte interessant, obgleich ernsthaft in Erwägung gezogen werden sollte, ob die aktuellere und umfangreichere englischsprachige Originalauflage nicht die bessere Wahl wäre.
Ein vergleichbares Werk, das alternativ empfohlen werden könnte, ist mir nicht bekannt. Dem käme wohl noch das Lehrbuch Dieter Viewegers am Nächsten, das trotz anderer inhaltlicher Ausrichtung viele im "Renfrew/Bahn" behandelte Fragen ebenfalls anreißt.
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am 9. Dezember 2009
Der Band "Basiswissen Archäologie: Theorien - Methoden - Praxis" von Colin Renfrew ist die Übersetzung des mittlerweile in fünf Auflagen erschienenen Buches Archaeology: Theories, Methods and Practice. Es ist sehr zu begrüßen, dass diese nun endlich herausgekommen ist. Allerdings ist dem Übersetzungsaufwand geschuldet, dass sich dieser Band nur auf die vierte Auflage bezieht, nicht auf die aktualisierte und überarbeitete Neueste. Wer mit der Fachterminologie im Englischen nicht vertraut ist, kann ruhig zugreifen. Wer schon etwas mehr im Thema steht, sollte aber lieber die jeweilig aktuellste Auflage in englischer Sprache nutzen.
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Dieses Buch stellt für solche Menschen eine perfekte Lektüre dar, die sich für Geschichte interessieren und sich dabei fragen, wie Wissenschaftler von einem vielleicht nicht einmal spektakulär aussehenden Fund zu ihren Erkenntnissen gelangen, die später unser Bild einer Kultur oder gar einer ganzen Epoche prägen. Es eignet sich auch gut für junge Menschen, die ein entsprechendes Studium erwägen.
Wie vom Untertitel reklamiert, erfährt der Leser alles Grundlegende über die wichtigsten Theorien, vor allem jedoch über die verwendeten Methoden, früher angewandte, vor allem jedoch hochmoderne, die neuste Erkenntnisse aus Disziplinen wie Physik, Chemie und Biologie ausnützen. Nicht zuletzt aber geht es um die Praxis, die sorgfältige Planung von Ausgrabungen, immer mit der Kostenfrage im Hintergrund, und schließlich die gewissenhafte Ausführung, die möglichst den Kontext erhält. Und auch die Interpretation spielt eine bedeutende Rolle.
Die Gliederung der Kapitel erinnert an klassische amerikanische Lehrbücher. Eingangs werden die Unterkapitel aufgeführt, und nach der Einleitung arbeiten die Autoren alle Unterkapitel ab, wobei an passender Stelle platzierte Kästen Schlüsselbegriffe und besonders wichtige Einzelheiten komprimiert erläutern. Am Ende jedes Kapitels findet man eine knappe Zusammenfassung sowie ein Literaturverzeichnis.
Das Buch ist zudem mit Skizzen und Fotos reich illustriert; gut nachvollziehbare Belege für die Inhalte sind also keine Mangelware. Im Übrigen kann das Werk durch zahlreiche detailliert präsentierte Fallbeispiele punkten, und im Gegensatz zu vielen Fachbüchern amerikanischer Autoren berücksichtigt es europäische, asiatische, amerikanische und afrikanische Funde in angemessener Gewichtung.
Das Niveau kann als hoch bezeichnet werden, denn das Buch ließe sich durchaus für einführende Universitätssemester verwenden ' aufgrund seiner klaren Gliederung und anschaulichen Darstellung wäre es auch an Hochschulen sicher ein Gewinn, zumal es sich als erfreulich aktuell erweist.
Ob Laie oder Einsteiger, jeder interessierter Leser wird sich von diesem trotz seines hohen inhaltlichen Anspruchs kurzweilig zu lesenden, vielseitigen Buch fesseln lassen, gibt es doch Antworten auf die Frage, wie wir die zentralen Hintergründe unseres Seins anzugehen haben: Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?
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am 18. Dezember 2015
Für Anfänger soweit optimal, dass es sich gut lesen lässt.

Es ist auch sehr hilfreich, dass die Einführung ins Deutsche übersetzt worden ist, für all diejenigen denen es schwer fällt ohne Hintergrundwissen wissenschaftliche englische Texte zu lesen.

Das ich nicht alle Sterne geben kann, liegt daran, dass die Übersetzung an einigen Passagen unglücklich gemeistert worden ist.
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am 14. Mai 2012
Eines der am besten geschriebenen Standardwerke auf diesem Gebiet. Jedoch beziehe ich mich hierbei auf die neuere und etwas moderner gestaltetere Ausgabe.
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