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PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich
 
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PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich [Taschenbuch]

Jürgen Baumert
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für die einen ist PISA ein weiterer Beweis für den bevorstehenden Untergang des deutschen Abendlandes. Andere kritisieren das Testverfahren, das bei diesem bislang umfassendsten internationalen Vergleich von Schülerleistungen natürlich nicht ganz unproblematisch ist, und sprechen der Studie kurzerhand jegliche Aussagekraft ab. Wieder andere meinen erkannt zu haben, dass nur ganz bestimmte Gruppen für das wenig schmeichelhafte Abschneiden der deutschen Schüler verantwortlich sind. Irgendwie haben sie alle Recht -- und liegen mit ihren Schnellschüssen trotzdem meilenweit daneben.

Das Hauptaugenmerk der PISA-Studie richtet sich auf die Lesekompetenz der 15-Jährigen, das heißt, die Fähigkeit, Texten aller Art -- von der Werbebroschüre über den Leitartikel bis zur Arbeitslosenstatistik -- Informationen zu entnehmen, diese dann zu verwerten und zu beurteilen. Da erscheint es einleuchtend, dass sich besonders Kinder von Einwanderern schwer tun. Doch über die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, dass in ihrer Familie vor allem Deutsch gesprochen werde. Fest steht: Wenn ein gutes Fünftel unserer Schüler bereits mit einfachsten Texten überfordert ist, läuft etwas grundlegend falsch. Denn die hier erfassten Basiskompetenzen sind "basale Kulturwerkzeuge", die für "eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben" unerlässlich sind, auch und gerade im Internet-Zeitalter.

Angesichts dieser katastrophalen Diagnose wirkt die Tatsache, dass selbst die lesekompetentesten Deutschen deutlich hinter den Spitzenreitern aus Finnland, Holland und Kanada zurückbleiben, fast schon zweitrangig. Es muss jedenfalls etwas geschehen -- die Frage ist, was. Mehr Vorlesen in der Familie, mehr Lehrer, kleinere Klassen, Ganztagsschulen, mehr Förderkurse? Die Antworten wirken bislang so beliebig wie hilflos. Die Autoren selbst offerieren wohlweislich keine Patentrezepte und warnen vor überhasteten Schlussfolgerungen. Ihr Ziel ist es, eine breite gesellschaftliche Diskussion anzustoßen. Wer diese vielschichtige und differenzierte Analyse ohne ideologische Scheuklappen liest -- auch eine Art von Lesekompetenz --, wird dabei ein gewichtiges Wort mitreden können. --Patrick Fischer

Kurzbeschreibung

PISA ist die bisher umfassendste internationale Schulleistungsstudie. In drei Wellen werden die Leistungen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften erhoben. Einbezogen werden außerdem fachübergreifende Kompetenzen wie zum Beispiel Voraussetzungen selbstregulierten Lernens sowie Aspekte von Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Bezugsrahmen ist ein international abgestimmtes Konzept der Grundbildung (Literacy). Im Mittelpunkt steht nicht das Faktenwissen von Schülerinnen und Schülern, sondern es werden Basiskompetenzen analysiert, die in modernen Gesellschaften für eine Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben notwendig sind. Es wird gefragt, inwieweit Jugendliche diese Kompetenzen erworben haben und inwieweit soziale Ungleichheiten im Bildungserfolg bestehen.

Der vorliegende Band stellt die zentralen Befunde der ersten Erhebungswelle aus deutscher Sicht vor. Der Vergleich der Testleistungen deutscher Schülerinnen und Schüler mit den Leistungen von Gleichaltrigen aus 31 weiteren Teilnehmerstaaten ermöglicht nicht nur eine differenzierte Analyse von Stärken und Schwächen des deutschen Bildungssystems. Durch die Einbeziehung der schulischen und außerschulischen Lern- und Lebensbedingungen werden zugleich auch zentrale Informationen für die Interpretation der zum Teil erheblichen Unterschiede zwischen den Teilnehmerstaaten bereitgestellt. Damit erhält die aktuelle bildungspolitische Diskussion eine in ihrer Breite einzigartige empirische Grundlage.

Über den Autor

Prof. Dr. Jürgen Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin Prof. Dr. Eckhard Klieme, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt am Main Prof. Dr. Michael Neubrand, Universität Flensburg, Institut für Mathematik und ihre Didaktik Prof. Dr. Manfred Prenzel, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel Prof. Dr. Ulrich Schiefele, Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Universität Würzburg, Institut für Psychologie Dr. Petra Stanat, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann, Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik Prof. Dr. Manfred Weiß, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt am Main

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