Es gibt bisher nur wenig Literatur zum Thema "Basisches Baden" und das Buch von Sonja Alkaline ist das beste davon. Schade und gleichzeitig seltsam ist es, dass sich diese darin beschriebenen Erkenntnisse bisher in der Öffentlichkeit, aber auch in den Medien und in Publikationen über basisches Leben und basische Ernährung nur sehr schleppend weiterverbreiten und noch immer gebetsmühlenartig der Gebrauch von "Badesalz" empfohlen wird.
Dieses handliche Buch von Sonja Alkaline ist auch für Personen mit wenig Zeit, die oft nicht längere Zeit am Stück ein Buch in Ruhe genießen können, sehr leicht und flüssig zu lesen, da die fachspezifischen Inhalte recht modular, übersichtlich und auch für Laien anschaulich präsentiert werden und man daher überall im Buch "einsteigen" kann. In diesem Buch wird endlich einmal damit aufgeräumt, dass ein Badezusatz Salz enthalten soll/muss. Manche dieser pulverförmigen Zusätze nennen sich zwar - korrekt gemäß ihrer Zusammensetzung - Badesalze, manche jedoch auch fälschlich Badepulver! Denn Badepulver dürften eigentlich keine Salze enthalten. Denn diese entstehen ohnehin, wenn Basen im Wasser auf Säure aus der Haut treffen. Und beim Baden zusätzliche Salze zuzuführen bedeutet nur, die auszuscheidende Säure wieder in die Haut zurückzudrücken! Siehe hierzu auch eine meiner Vorrezensentinnen (Leni aus Dorsten). Eine löbliche Ausnahme im Badezusatzdschungel bilden hier nur die Badepulver von bioleo, die wirklich kein Salz enthalten und die über amazon und auch direkt über [...] erhältlich sind. Das Buch von Sonja Alkaline verweist auch auf die Homepage der DGBL (Deutsche Gesellschaft für basisches Baden) [...] , auf der auch interessante Informationen zum Thema "Basisches Baden", basische Ernährung etc. stehen. Das basische Baden hat neben dem Entspannungswert den Sinn, unser größtes Ausscheidungsorgan, die Haut, bei ihrer Ausscheidungsaufgabe intensiv zu unterstützen. Der tolle Nebeneffekt ist eine weichere, reinere, glattere Haut - das konnten Alle in unserer Familie schnell feststellen. Und nach so einem Bad schläft man herrlich. Daher genießen wir das basische Baden vorwiegend abends vor dem Schlafengehen. Beim basischen Baden werden die in und unter der Haut abgelagerten Säuren ins Badewasser gezogen. Das funktioniert am besten, wenn man die angegebene Dosierung (20 dkg bioleo-Badepulver auf 200 Liter Badewannenwasser) einhält und eine Wassertemperatur von 35-37 Grad Celsius beachtet. Die Verwendung eines Badethermomenters, das man immer wieder auch während des Badens konsultiert, ist also wichtig. Wir haben uns auch ein ph-Meßgerät zugelegt, da uns die Hantiererei mit den ph-Meßstreifen - im Bad liegend und mit nassen Händen - zu frickelig war. Auch daran kann man die Ausscheidung über die Haut im Badewasser ablesen und ggf. noch etwas Badepulver zugeben, besonders wenn sich das Badewasser abkühlte und man warmes Wasser nachfüllt und so die Badepulverkonzentration im Badewasser verdünnt. Manchmal kann das basische Baden die Ausscheidung auch so stark ankurbeln, dass die Haut mit Hautunreinheiten reagiert, aber das gibt sich bald wieder und zeigt überdies an, dass einerseits die Menge der unter und in der Haut abgelagerten Säuren erheblich ist und andererseits, dass die Haut dankbar auf diese Möglichkeit der erhöhten Abgabe der abgelagerten Stoffe reagiert. Bei uns reagierte nur ein Familienmitglied so und stellte daraufhin seine Ernährung in Richtung basische Lebensmittel ziemlich um, damit der über die Nahrung zugeführte Säureanteil verringert wird und daraufhin besserte sich das Hautbild schnell wieder - war also ein zusätzlicher Lerneffekt für uns Alle, wie stark man mit einer Umstellung der Ernährung die Gesamtsituation positiv beeinflussen kann. Gelenkschmerzen - meist durch Säureablagerungen zumindest mitverursacht - werden geringer. Auch unangenehmer Körpergeruch durch Schwitzen, überhaupt übermäßiges Schwitzen, sogar in Richtung Wallungen, gehören bei uns inzwischen der Vergangenheit an. Und hat sich eine/r von uns eine Erkältung gefangen - ab ins Bad und die Sache bessert sich schneller! Und die Anwendung allerlei Cremes nach dem Bad gehört der Vergangenheit an, wir vermissen sie einfach nicht, da die Haut nicht spannt. Die Haut ist auch weniger faltig, das Baden wirkt sich anscheinend auch positiv auf den Haarboden aus. Ich tauche während des Badens gerne kurz mit dem Kopf unter. Nachher wasche ich mir zwar noch die Haare, da sonst die Haare mit einem leichten Struppi-Effekt reagieren, aber inzwischen scheint mein Haar wieder etwas voller geworden zu sein und die Kopfhaut juckt weniger. Da ich gelesen habe, dass man über die Kopfhaut stark ausscheidet, ist das nachvollziehbar, dass sich der Haarboden so wieder erholen kann.
Da eine effektive Ausscheidung - wie auch im Buch beschrieben, beim Basischen Baden meist erst ab 30-45 Minuten einsetzt und nicht jede/r soviel "Badewannen-Sitzfleisch" mitbringt, ist Ablenkung gefragt: Ein Buch lesen - eine wellige Angelegenheit (für das Buch), Musik hören (schon viel besser und entspannender), fernsehen - je nach Programm (hantieren mit Fernsteuerung mit feuchten Fingern ...). Eine gangbare Möglichkeit für wenig Zeit und zwischendurch ist ein Hand- oder Fußbad (in einer Plastik-Waschschüssel) nehmen. Da über die Füße viel ausgeschieden wird, ist das neben dem auch hier eintretenden Entspannungseffekt eine gute Gelegenheit, ein Buch zu lesen oder zu fernsehen, ohne das Buch oder die Fernsteuerung unter Wasser zu setzen. Ich merke auch immer wieder, dass, sobald ich in das Badewasser steige, die Haut kurzzeitig besonders an den Beinen prickelt oder sogar ganz leicht stichelt. Dass dieser Effekt eintreten kann und durchaus ok und eine Reaktion der Säuren auf die Basen des mit dem Badepulver versetzten Wassers ist, wurde mit bei einem Telefonat mit bioleo bestätigt. Im Buch von Alkaline sind Fotos von bis zum Hals im Badewasser verschwundenen Personen, aber das funktioniert in unserer Badewanne nicht, obwohl sie relativ groß ist, da das Wasser sich vorher über den Badewannen-Überlauf verabschiedet und wieder der Oberkörper meines Gardemaßes oberhalb der Wasseroberfläche ist. Und rutsche ich ganz rein, sind die Beine teilweise heraußen. Dem kann man abhelfen, indem man dem Überlauf mit Powertape vor dem Wassereinlassen abklebt. Dann heißt es zwar vorsichtig in die Wanne steigen, um nicht Wasser über Bord schwappen zu lassen und vorsichtiges Bewegen ist angesagt, aber der Effekt des Badens wird gesteigert. Das in anderer Literatur immer wieder empfohlene Abschrubben der Haut ist weder nötig noch sinnvoll und kann bei der aufgeweichten Haut zu Hautirritationen führen.
Im Buch findet sich eine genaue Beschreibung der Vorgangsweise beim Basischen Baden, wie Badeosmose funktioniert, was man beim Haarewaschen und bei Waschpulvern beachten sollte, es wird mit dem Märchen des 'Säureschutzmantels' aufgeräumt u.v.m. Ganz hinten im Buch ist neben einem Index eine Marktübersicht der angebotenen, gängigen Badezusätze aufgelistet und bei jedem Präparat eine Liste der Inhaltsstoffe angegeben und welche Stoffe darin problematisch sind bzw. wie sie auf die Haut wirken.
Nach dieser langen Rezension kurz gesagt - das Buch ist sehr informativ und rundum empfehlenswert!