Üblicherweise bin ich Buchempfehlungen von Professoren gegenüber immer äußerst misstrauisch. Meist sind eben solche Bücher viel zu ausführlich, zwar sachlich korrekt, jedoch für den, der von dem Fach noch keine Ahnung hat, didaktisch verfehlt.
Nicht so der Robbins. Er wird zwar von nahezu allen Pathologen empfohlen, doch das aus gutem Grund:
- Es beschränkt sich (ganz im Gegensatz zu den deutschen Lehrbüchern) auf das wesentliche und wichtige
- Die Zusammenhänge werden äußerst logisch aufgezeigt
- Viele wichtige Punkte werden immer wieder hervorgehoben. Dies hat zum einen den Vorteil, daß man sie sich besser merkt und zum anderen, daß man auch mal ein Kapitel weglassen kann, wenn man es eilig hat (obwohl die Kapitel teilweise schon aufeinander aufbauen)
- Es wird darauf verzichtet jedes unwichtige Detail zu benennen und damit den Blick für das Wichtige und die Zusammenhänge zu nehmen
- Es ist ausreichend bebildert und enthält (im Gegensatz zu vielen anderen Büchern interessante) Tabellen
Alles in allem ein traumhaftes Buch. Es gibt nur 2 Einschränkungen:
- Zum schnellen Lernen auf das Stex ist ein Buch in diesem Umfang natürlich nur bedingt geeignet. Zum Lesen während des Semesters dagegen sehr.
- Es ist englisch (jedoch mit wenn man die paar Fachwörter nachgeschlagen hat wie ich finde gut verständlich)
(Wohlgemerkt bezieht sich meine Rezension auf "Basic Pathology" und nicht auf "Pathologic Basic of Disease", das mit 1400 Seiten sehr viel ausführlicher und daher meiner Meinung nach für Studenten eher weniger geeignet ist)