Das von Cluse und Engels herausgegebene Werk Basel II widmet sich den überarbeiteten Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute. Diese haben weitreichende Konsequenzen für die Kreditvergabe der Banken, aber auch Unternehmen sehen sich durch Basel II mit der Herausforderung konfrontiert, um neue Kredite werben zu müssen.
Das Werk bietet keine „trocken" theoretisch fundierte Aufbereitung des Stoffes, sondern wendet sich in erster Linie -wie es der Untertitel des Werkes deutlich macht- an Praktiker, die mit der Umsetzung von Basel II im Unternehmens betraut sind. Dabei wird sowohl die Kreditvergabe auf Seiten der Bank beleuchtet sowie die Seite des Kreditnehmers, die vor allem durch Erfahrungsberichte eines mittelständischen Unternehmens sowie eines Großunternehmens bereichert wird.
Insgesamt ist das Werk gut strukturiert und vermittelt durch die zahlreichen präzisen und detaillierten Beiträge ein gutes Bild von Basel II und den daraus resultierenden Anforderungen. Der inhaltliche Schwerpunkt dieses Werkes (ca. 230 Seiten) liegt auf der Kreditrisikounterlegung und den vielfältigen Maßnahmen, die hierbei ergriffen werden müssen. In diesem Kapitel werden zahlreiche Messmethoden und Problembereiche zur Risiko-unterlegung erläutert. Ebenso werden bestimmte für Unternehmen höchst interessante Finanzierungsmaßnahmen zur Risikounterlegung -wie die Securization und ABS-Transaktionen- erläutert.
Insgesamt ist dieses Werk sehr gelungen. Es überzeugt durch eine breite Abdeckung des umfangreichen und komplexen Stoffes. Ihm ist daher eine weite Verbreitung in der Praxis zu wünschen.